Kein PCR-Test im Wettkampfbetrieb

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Die Regelungen der aktuell geltenden Warnstufe für Mannschaftssportarten sind vereinfacht. Für Sportler reicht ein Antigen-Schnelltest für den Wettkampf - fürs Training aber nicht.

Ostalbkreis.

Aufatmen bei den Vereinen aller Sportarten, die Mannschaften im Ligabetrieb haben. Denn für die ungeimpften Sportlerinnen und Sportler und Trainerinnen und Trainer wurden die Vorschriften der seit Mittwoch geltenden Corona-Warnstufe entschärft.

In der ursprünglichen Verordnung hieß es, dass für alle Ungeimpften die kostenintensiven PCR-Tests Voraussetzung für die Teilnahme sein sollten. Wie berichtet, für die Amateursportler und deren Vereine nicht zu stemmen. In einer gestern verschickten Mitteilung des Landessportverbandes Baden-Württemberg heißt es nun, dass diese Regeln vom zuständigen Kultusministerium angepasst worden sind. Für Trainerstab, Hausmeister und Sportler, Schieds- und Kampfrichter reicht danach seit gestern weiterhin der Antigen-Testnachweis für die Teilnahme an Liga- und Wettkampfbetrieb aus. Sie müssen von einer zugelassenen Stelle stammen oder vor Beginn in der Halle gemacht werden, häusliche Tests reichen nicht aus.

Das Training wird teuer

Das Kultusministerium begründet dies am Freitagabend folgendermaßen: „Das zuständige Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat auf eine Nachfrage geantwortet: Diese Lockerung ist vorgesehen, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Ohne eine ausreichende Anzahl an Spielerinnen und Spielern oder beispielsweise einen Schiedsrichter ist die Teilnahme am Spielbetrieb nicht möglich. Da ein PCR-Testnachweis eine hohe Hürde darstellt, reicht hier ein Antigen-Testnachweis. Ein Training hingegen kann auch mit weniger Spielerinnen und Spielern sinnvoll durchgeführt werden. Daher sind hier die Zugangsvoraussetzungen weiterhin streng.“

Allerdings bedeutet das, dass für den Trainingsbetrieb weiter ein negativer PCR-Test nötig ist. Damit wird es für ungeimpfte Sportler teurer, am Training teilnehmen zu können. Und in manchen Sportarten wird es unmöglich, sinnvolle Abläufe einzuüben.

Einen kleineren Luftsprung hat Patrick Abele, sportlicher Leiter der Ringer der KG Dewangen/Fachsenfeld, gestern gemacht, als die Nachricht kam. Denn die KG hätte ungeimpfte Sportler, die nicht entsprechend getestet gewesen wären, aus dem Ligabetrieb heraus nehmen müssen und die 1. Mannschaft mit Ringern aus der Zweiten auffüllen müssen. „Jetzt wird es natürlich für uns bei den Kämpfen einfacher“, sieht er die Anpassung als Lösung zur Aufrechterhaltung des Ligabetriebs. Die Antigentests seien für Sportler und Verein günstiger zu finanzieren.

Bei den Volleyballerinnen der DJK Schwäbisch Gmünd gibt es in der 1. Mannschaft in der Regionalliga zwei wichtige Spielerinnen, die nicht geimpft sind. Sie wären in Training und Spielen wohl nicht dabei gewesen wegen der teuren PCR-Tests. „Die angepasste Regelung macht uns das Leben für die Spiele leichter“, sagt Hannes Bosch, Trainer der Mannschaft. Allerdings brauche es im Volleyball eingeübte Abläufe, die ohne ausreichend Training nicht funktionierten. Was ohne die komplette Mannschaft nicht möglich sei im Training.

Auch Frieder Henne, Trainer der Regionalligavolleyballer der SG MADS Ostalb, sagt das. Mehrere PCR-Tests je Woche seien für die Sportler und Vereine nicht zu finanzieren.

Für Zuschauer gilt: PCR-Test

Für ungeimpfte Zuschauer ist in geschlossenen Räumen allerdings weiter ein PCR-Test für den Zutritt zur Halle notwendig.

Die angepasste Regelung macht uns das Leben als Mannschaft leichter.“

Hannes Bosch, Trainer DJK Gmünd
Die Volleyball Männer des TSV Ellwangen haben die SG Mads Ostalb zum Ostalb-Derby als Gäste in der Rundsporthalle empfangen.

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