KISS: Denn Kinder müssen sich bewegen

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Kiss Jubiläum

Seit zehn Jahren ist die Kindersportschule Schwäbisch Gmünd fester Bestandteil des Gmünder Sportangebots. Mehr als 1300 Kinder nehmen seit der Gründung 2012 an den Angeboten teil.

Schwäbisch Gmünd

Der Bedarf für Orte, an denen Kinder zusammenkommen und sich austoben können, ist größer denn je, da sind sich der Erste Bürgermeister Christian Baron, die Leiterin der KISS Christina Stegmaier, der Amtsleiter des Amtes für Bildung und Sport Klaus Arnholdt und der Vorsitzende des Stadtverbandes Sport, Ralf Wiedemann, einig.

Die Kitas berichten, dass immer mehr Kinder bei alltäglichen Bewegungsabläufen wie dem An- und Ausziehen immer mehr Probleme hätten und eine Problematik der Bewegungsarmut sich immer verbreiten würde. Um diesen Entwicklungen entschieden entgegen zu wirken, gibt es Kindersportangebote wie die KISS in Schwäbisch Gmünd.

Sport noch ohne Sportart

Der allergrößte Teil der teilnehmenden Kinder ist zwischen vier und sechs Jahren alt. Kinder in diesem Alter können zum einen mit dem Konstrukt eines Vereins noch nichts anfangen, zudem besteht oft noch keine klare Orientierung in die Richtung einer spezifischen Sportart. Der Fokus der KISS liegt bei den Kindern auf der allgemeinen Bewegungsförderung. Balancieren, rückwärts laufen oder auf einem Bein zu hüpfen sind nur Beispiele für koordinative Grundfähigkeiten, die den Kindern bei der KISS näher gebracht werden sollen.

Je älter die Kinder werden, desto sportartenspezifischer wird das Angebot. Die Vereine haben das ganze Jahr über Zeit, ihre Sportarten in den KISS-Kursen vorzustellen. Das Ziel der KISS ist es nämlich durchaus, die Kinder in die Vereine zu bringen, jedoch soll den Kindern keinerlei Richtung vorgegeben werden. Ob die Kinder später einer Ballsportart, der Leichtathletik, dem Schwimmsport oder einer anderen Richtung nachgehen möchten, spielt für die Übungsleiter der KISS keine Rolle.

Kein Verein als Träger

Hierfür kommt es der KISS besonders entgegen, dass sie völlig vereinsunabhängig agieren kann. Bei fast allen anderen Sportschulen dieser Art deutschlandweit ist der Träger ein Sportverein. Bei der KISS liegt die Trägerschaft bei dem Stadtverband Sport in Kooperation mit der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd. Dies ermöglicht es den Übungsleitern umso mehr, den Kindern den Spaß am Sport und an der Bewegung ohne den Fokus auf bestimmte Sportarten zu vermitteln. Auch der Erste Bürgermeister Baron sieht darin einen ganz besonderen Vorteil: „Es ist großartig, dass sich dieses außergewöhnliche Konstrukt der Trägerschaft etablieren konnte. Die KISS ist eine tolle Sache für die Stadt Schwäbisch Gmünd, da von Beginn an Spaß an der Bewegung vermittelt wird und dies einen Beitrag zur gesunden Entwicklung beiträgt.“

Start 2012 mit 38 Kindern

Im Jahr 2009 entstand in engem Austausch zwischen den Vereinen, Verbänden und den Bürgern ein Sportentwicklungsplan. Aus diesem ging hervor, dass die Nachfrage nach mehr Sportangeboten für Kinder und Jugendliche im Raum Gmünd gegeben ist. Als damalige Praktikantin erarbeitete die heutige Leiterin der Kindersportschule Stegmaier gemeinsam mit der damaligen Abteilungsleitung Sport ein Konzept, welches sie später dem Gemeinderat vorstellte. Heute ist sie stolz darauf, von Anfang an Teil dieses Projekts gewesen zu sein: „Es ist großartig, von Beginn an dabei gewesen zu sein und heute rückblickend sagen zu können, dass wir alles richtig gemacht haben und wir schon vielen Kindern durch die KISS den Spaß am Sport vermitteln konnten.“

Guter Start nach Corona-Pause

Die Pandemie mit all ihren Folgen trug ebenfalls ihren Teil dazu bei, dass viele Kinder koordinativ nicht auf dem besten Stand sind, aber trotz Zwangspause ist Wiedemann froh, dass die Kurse nach Wiederbeginn gut angenommen wurden: „Schön ist, dass trotz Corona-Pause die Kurse wieder voll sind. Das zeigt uns, dass wir mit KISS auf dem richtigen Weg sind. Daher haben wir uns auch vorgenommen, die Kursangebote noch weiter auszubauen.

Der Einstieg ist jederzeit möglich

Die KISS soll weiterhin ausgebaut werden, die Kursangebote sollen noch vielfältiger gestaltet werden. Die Schwierigkeit besteht darin, die Übungsleiter, die Kinder und die notwendigen Räumlichkeiten zusammenzuführen.

Nichtsdestotrotz sollen mehr Kooperationspartner gefunden werden, um noch mehr Angebote schaffen zu können.

Alle interessierten Eltern können sich auf der Homepage unter www.kiss-gd.de informieren und dürfen ihre Kinder in einen der Kurse vorbeibringen. Wer sich telefonisch nähere Informationen zum Thema wünscht, kann im Sportamt nachfragen unter Nummer: 07171 603-4050.

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