5:0: klarer Sieg für Essingen im Derby

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Essingen (schwarz) vs TSG Hofherrnweiler Kopfball zum 2:0 für Essingen

Der TSV Essingen schickt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mit einem 5:0-Sieg nach Hause. Es gab zwei Knackpunkte: der frühe Elfmeter und ein Doppelschlag zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Essingen

Der TSV Essingen hat die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach im Ostalb-Derby klar mit 5:0 besiegt. Für die Essinger war es der vierte Verbandsliga-Sieg gegen die TSG in Serie.

Die Partie war erst fünf Minuten alt, als es den ersten und für den weiteren Verlauf auch entscheidenden Aufreger gab. Essingens Cristian Giles Sanchez wurde im Strafraum nach einem vermeintlichen Foulspiel zu Fall gebracht. Schiedsrichter Kevin Popp zeigte umgehend auf den Elfmeterpunkt – sehr zum Ärger der TSG-Spieler, die sich lautstark beschwerten. Doch jegliche Beschwerde brachte nichts, die Entscheidung stand. Felix Nierichlo nahm sich der Sache an. Er verwandelte ganz sicher unten rechts. Früh führte der TSV mit 1:0 und entsprechend groß war auf der einen Seite Freude, und auf der anderen der Ärger. „Der Elfmeter war ein Witz, so etwas pfeift man in einem Derby nicht“, ärgerte sich TSG-Vorstand Achim Pfeifer: Zeigte sich aber nach dem Spiel als sehr fairer Verlierer. „Essingen war ganz klar der verdiente Sieger.“ Das sollte das einzige offensive Highlight für lange Zeit bleiben. Die Essinger bestimmten in der Folge die Partie, doch in der Nähe des Sechzehners fiel ihnen nicht sonderlich viel ein. Das lag daran, dass die TSG an diesem Abend stark und leidenschaftlich verteidigte. In Minute 36 zog Giles Sanchez in der Nähe des Strafraums ab. Doch der abgefälschte Ball war letztlich kein Problem für Jakob Pfleiderer im Kasten der TSG. In der Nachspielzeit gab es einen Freistoß für Hofherrnweiler, knapp 40 Meter vor dem Tor. Es sollte tatsächlich gefährlich werden, allerdings für die TSG. Der ausgeführte Freistoß von Nicola Zahner wurde geklärt und Essingen startete daraufhin einen Gegenangriff. Über Yusuf Coban und dem früheren TSGler Niklas Groiß, kam der Ball zu Dean Melo. Dieser marschierte einige Meter über die linke Seite. Seine butterweiche Flanke landete schließlich genau auf den Kopf von Niklas Weissenberger, der per Flugkopfball auf 2:0 für Essingen erhöhte. Es war der spektakuläre Abschluss einer kampfbetonten und über weite Strecken höhepunktarmen ersten Halbzeit. Niklas Weissenberger wird dabei immer mehr zum TSG-Schreck. In allen bisherigen Verbandsliga-Heimspielen gegen Hofherrnweiler, bislang waren das drei, netzte er mindestens einmal ein. Wenige Augenblicke später war Halbzeit.

Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit, sollte zu einem echten Horror für die TSG werden. Obwohl die Jungs aus der Aalener Weststadt nun besser im Spiel drin waren, sollten sie zwei Gegentore innerhalb von vier Minuten kassieren. Doch hatte erst noch Hofherrnweilers Daniel Serejo eine Chance. In der 53. Minute schoss er den Ball am Sechzehner klar drüber.

Praktisch im Gegenzug fiel dann das 3:0. Nierichlo konnte über links flanken und der Ball kam zu Niklas Groiß, der per Volley-Abnahme den dritten Essinger Treffer erzielte. Nur vier Minuten später marschierte Giles Sanchez Richtung Strafraum, passte zu Weissenberger und dieser schob in die linke untere Ecke ein: 4:0 für Essingen. Es drohte ein Debakel für die TSG, denn Essingen spielte erstmal munter weiter nach vorne. Nach gut einer Stunde konnte Pfleiderer einen wuchtigen Abschluss von Giles Sanchez parieren. Danach beruhigte sich die Partie allerdings. Einmal durften die Essinger aber noch jubeln - und zwar in der 90. Minute. Nach einem Freistoß auf der rechtetn Seite von Nierichlo, köpfte Yamoussa Camara den Ball an die Unterkante der Latte. Patrick Auracher reagierte am schnellsten und schob den Ball über die Linie zum 5:0-Endstand in einer letztlich sehr einseitigen Partie. Entsprechend stolz und zufrieden war Patrick Auracher hinterher auch: „Von der ersten bis zur 90. Minute waren wir sehr dominant, zielstrebig und aggressiv gegen den Ball. So hatten wir uns das auch vorgenommen. Ich glaube auch in der Höhe war der Sieg hochverdient und wir sind super zufrieden.“

So bewertete TSG-Trainer Patrick Faber die Partie: „Der Sieg war verdient, auch in dieser Höhe. Uns tut das natürlich richtig weh. Nichtsdestotrotz müssen wir uns schütteln und weitermachen. Ich werde einen Teufel tun, meine Jungs in Frage zu stellen, ganz im Gegenteil. Wir haben uns letztes Jahr für diesen Weg entschieden. Dass dieser Rückschläge bringt, passiert.“

Der TSV Essingen ist an diesem Samstag um 15.30 Uhr zu Gast beim FC Holzhausen. Die TSG Hofherrnweiler empfängt ebenfalls am Samstag um 15.30 Uhr den SV Fellbach.

TSV: Gebauer - Ruth, Auracher, Camara, Nierichlo - Funk (61. Biebl) - Coban (75. Kilic), Melo (61. Joas) - Giles Sanchez, Weissenberger, Groiß (75. Rösch)

TSG: Pfleiderer - Fichtner, Doppstädt, Rief, Horlacher - Köhnlein, (67. Petrov), Ganzenmüller (63. van Eerden) Borst (76. Milojkovic), Schwarzer (35. Kuhn), Zahner - Serejo

Tore: 1:0 Nierichlo (6., FE), 2:0, 4:0 beide Weissenberger (45.+2, 58.), 3:0 Groiß (54.), 5:0 Auracher (90.)

Essingen (schwarz) vs TSG Hofherrnweiler

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