KSV wird Favoritenrolle gerecht

  • Weitere
    schließen

Auch wenn die beiden Goldmedaillen-Gewinner von Rio, Vladimir Khinchegashvili und Taha Akgül, zum Saisonauftakt nicht auf der Matte standen, bot der KSV Aalen gegen den VfK Schifferstadt eine überzeugende Leistung. Sechs Siege, meist offensiv geführte Kämpfe erfreuten die Fans in der Ulrich-Pfeifle-Halle.

Die Stimmungswogen gingen gleich beim Auftaktkampf von Ahmet Peker gegen den Schifferstädter Horst Lehr im 57 kg Freistil hoch. Lehr sah sich von Beginn auf der Verliererstraße, konnte der aggressiven Ringweise von Peker nichts entgegensetzen. Technischer Überlegenheitssieger wurde Ahmet Peker mit 15:0. Im 130 Kilo G rang Mantas Knystautas (KSV) taktisch klug gegen den dreizehn Kilo leichteren Etka Sever, der recht passiv rang. Knystautas verwaltete seine Führung aus der ersten Runde und wurde 3:1-Punktsieger. Furios der Kampf im 61 G zwischen Bekkhan Mankiev und dem Schifferstädter Marvin Scherer: Der variablen Griffkunst Mankievs hatte Scherer nichts entgegenzusetzen, der bereits nach Runde eins mit 11:0 führte. Mankiev ließ nicht locker und wurde mit 16:1 Überlegenheitssieger. Eine erfolgreiche Premiere im Trikot der Ostälbler feierte der Ex-Leipziger Erik Thiele gegen Routinier Oldrik Wagner im freien Stil der Gewichtsklasse 98 Kilo. Der sperrige, aber körperlich bärenstarke Wagner war nicht leicht zu ringen. Thiele ging konzentriert zur Sache und wurde am Ende 2:1-Punktsieger. Bereits vor der Pause lag der KSV Aalen mit 10:0 in Führung Die Aalener führten vor dem letzten Kampf vor der Pause damit bereits mit 10:0. Dawid Wolny musst sich dann im 66 Kilo F dem technisch versierten Maxim Perpelita mit 3:8-Punkten beugen. Wolny war eigentlich der, der den Kampf machte, aber Perpelita konterte immer wieder geschickt Verbissen beharkten sich nach der Pause im 86 G Mateusz Wolny und der Ex-Aalener Ilyas Özdemir. Wolny setzte zwei sehenswerte Griffaktionen aus der Bodenlage, was schließlich zum knappen 4:3-Punktsieg reichte. Ein wichtiger Sieg, was sich in der Folge herausstellen sollte. Denn jetzt waren die Gäste aus der Pfalz dran. Aalens Deniz Menekse, vormals SVG Weingarten, hatte erwartungsgemäß einen schweren Stand gegen Shmagi Bolkvadze, Bronzemedaillengewinner von Rio, der in der erste Runde aggressiv zu Werke ging und am Mattenrand geschickte punktete. In Runde zwei bekam er auch noch eine zweifelhafte Vierer-Wertung zugesprochen. Der Schifferstädter siegte am Ende mit 10:0. Auch Benjamin Sezgin (86 F) war gegen den robusten Taymuraz Friev beim 0:5 ohne Chance, plötzlich waren die Schifferstädter in der Mannschaftswertung mit 11:7 wieder auf Tuchfühlung. Jetzt kam aber der frischgebackene Bronzemedaillen-Gewinner von Rio und Soner Demirtas (75 F) ließ sich nicht lumpen. Sein sperrig ringender Gegner Miroslav Kirov war meist auf Rückzug bedacht, Demirtas verschärfte immer wieder das Tempo und punktete furios – am Ende wurde der 11:2-Sieger und drei weitere Punkte waren auf dem Konto der Aalener. Im Schlusskampf in der Klasse 75G geriet Damian Hartmann gegen Zoltan Levai nach einem Ausheber schnell in Rückstand. Levai diktierte das Geschehen auch in Runde zwei und siegte mit 7:0. Trotzdem herrschte nach dem Kampf große Zufriedenheit bei den Aalener Funktionären und auch bei den Zuschauern. Ein Auftakt nach Maß. Der Kampfabend war eine Werbung für den Ringkampfsport und der KSV Aalen 05 hat ja noch einige Asse im Ärmel – man denke nur an die beiden Olympiasieger Vladimir Khinchegashvili und Taha Akgül die beim überlegenen Sieg am Samstagabend noch gar nicht auf der Matte standen...

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

WEITERE ARTIKEL