Lea Schmid sammelt weiter Medaillen

+
Judo EM in Frankreich, Lea Schmid

Nach den Silbermedaillen in Sarajevo bei der U23 EM gewann die junge Judoka des JZ Heubach nun Bronze bei der Mixed Europameisterschaft im französischen Mulhouse.

Mulhouse

Nur zwei Wochen ist es her, da gewann Lea Schmid zwei Silbermedaillen bei den U23 Europameisterschaften in Sarajevo. Sowohl im Einzel- als auch im Teamwettbewerb reichte es für den zweiten Platz.

Im Mixed-Wettbewerb in Frankreich ging Schmid zwei Mal für das deutsche Team an den Start und konnte beide Kämpfe gewinnen. Beim deutlichen 4:0 Sieg gegen Tschechien gewann sie ihren Kampf, sowie im Duell um Platz drei gegen Italien. Bei der Niederlage im Halbfinale gegen die Niederlande ging Schmid nicht an den Start. Den Titel gewannen die gastgebenden Franzosen, die sich im Finale mit 4:1 gegen die Niederlande durchsetzen konnten.

Talent und Durchhaltevermögen

Die drei Europameisterschaftsmedaillen sind der verdiente Lohn für eine akribisch arbeitende Sportlerin, die dem sportlichen Erfolg einiges unterordnet und in ihrer Karriere noch große Ziele vor Augen hat.

Mit 16 Jahren zog Schmid damals zu Hause aus, um im Sportinternat in Stuttgart ihre sportlichen Träume zu verfolgen. Inzwischen macht Schmid eine Ausbildung zur Polizistin und trainiert zumeist zwei Mal täglich am Olympiastützpunkt in Stuttgart in den Bereichen Kraft, Laufen, Technik und Kämpfen.

Den Schritt, mit 16 Jahren aus dem Elternhaus in Göggingen auszuziehen hat sie nie bedauert: „Ich habe in den Jahren am Internat so viele coole Leute kennengelernt, so dass ich den Schritt trotz meines guten Verhältnisses zu meinen Eltern zu keinem Zeitpunkt bereut habe.“

Mit sieben Jahren ging Lea Schmid in ihr erstes Judo Training in Heubach. Das Kämpfen hat ihr von Beginn an großen Spaß gemacht, und auch ihr Trainer Sven Albrecht erkannte früh, welch großes Potenzial in ihr steckte: „Sie hatte eine gute Trainingsgruppe und zeigte trotzdem sehr früh, dass sie noch besser ist als die anderen.“ Spätestens ab der U16, als Schmid auch in deutschlandweiten Vergleichen immer um die vordersten Plätze mitkämpfte, war klar, dass sie im Judo sehr viel erreichen kann. Laut ihrem Trainer Albrecht, habe Lea Schmid auch das Glück gehabt, sehr früh die passende Sportart für sich gefunden zu haben. Zusätzlich zu ihren körperlichen Voraussetzungen habe sie immer den nötigen Fleiß und viel Durchhaltevermögen mitgebracht, so dass sie sich auch durch Verletzungen oder schwierige Phasen nicht von ihrem Weg habe abbringen lassen.

Schmid verfolgt große Ziele

Dass ihr Weg mit diesen drei Medaillen noch lange nicht am Ende sein soll, macht Lea Schmid sehr deutlich. Obwohl sie sich über ihre Silbermedaille sehr gefreut habe, haderte sie noch lange mit der Finalniederlage: „Ich war den ganzen Kampf über besser und wurde am Ende zu ungeduldig. Das ärgert mich tatsächlich immer noch ein bisschen.“

Der nächste Schritt ist es nun, den Sprung aus dem Juniorenbereich zu den Aktiven positiv zu gestalten. Den ersten Nachweis, dass sie auch bei den Aktiven zu den Top-Kämpferinnen gehört, brachte sie bei der Mixed-EM in Frankreich. Die nächsten Ziele sind nun, bei den Grand Slams der Damen und bei den European Open Medaillen zu erkämpfen.

Einen ganz großen Traum verfolgt Schmid auch etwas weiter in der Zukunft: „Olympia 2028 ist mein großer Traum, und ich denke, das ist auch durchaus realistisch.“ Um eine erfolgreiche Judoka zu sein, erklärte Schmid, brauche man Ausdauer, Kraft, Technik und Kämpferwillen. Lea Schmid verbindet diese Attribute und arbeitet täglich daran, eines Tages damit auf der olympischen Bühne anzukommen.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare