Legendentreffen beim TSGV Waldstetten

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Die Fußball-Legenden des TSGV Waldstetten haben sich getroffen.

Bei Waldstettens 175-Jahr-Feier trifft sich die Landesliga-Mannschaft von 1978/1979

Waldstetten. Es war ein Highlight während der 175-Jahr-Feier, was aber gar nicht zum eigentlichen Programm gehört hat. Es war aber ein Highlight für den Verein, genauer gesagt für die Fußball-Abteilung. Im Löwenforum des Vereins hat sich die Landesliga-Mannschaft der Saison 1978/1979 zum Vesper getroffen und ist von Abteilungsleiter Matthias Butros herzlich willkommen geheißen worden.

Und die Mannschaft, von der drei Spieler leider bereits verstorben sind, drei hatten aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen, ist ansonsten nahezu komplett mit den jeweiligen Frauen beim TSGV zu Gast gewesen, es war schon ein besonderer Moment, den die Senioren da hervorgerufen haben. Der Alfdorfer Günther Mayer war damals Trainer der Landesligakicker – und der war auch anwesend, und hatte so allerhand zu erzählen. Und am Rande berichteten die alten Recken dann noch, dass Martin Sauer, damals Kapitän des TSGV, und Mayer früher anderer Meinung gewesen seien. Sauer ist daraufhin als Kapitän zurückgetreten. „Das wurde sogar medial berichtet, ich habe die Zeitungsausschnitte noch“, sagt Sauer heute lachend. Längst sind beide wieder gut miteinander, haben am Abend noch, begleitet vom Akkordeon, Arm in Arm einige Lieder im Forum gemeinsam gesungen.

Theo Betz, den seine alten Kameraden als „Allzweckwaffe“ betitelten, zeigte von der Terrasse des Forums aus mit den Finger Richtung Feierlichkeiten: „Das hat uns ausgezeichnet, diese Gemeinschaft“. Ja, das war schon schön anzuschauen. „Einer wie der Stegmaier in der vergangenen Woche“, charakterisierte Sauer seinen ehemaligen Schlussmann. Stegmaier hatte seine Schuhe eigentlich 2019 an den Nagel gehängt, in Heiningen, beim 6:1-Sieg der Landesligakicker, stand er plötzlich wieder zwischen den Pfosten. Dieser Kameradschaftsgedanken ist auch einer der Kernpunkte der Mannschaft Ende der 70er Jahre gewesen – bis heute. Diese große Verbundenheit ist aber eigentlich erst 20 Jahre nach der aktiven Zeit entstanden. „Da standen sie plötzlich bei mir in Adelstetten vor der Haustür. Meine Frau hat es gewusst. Da sind sie einmarschiert, die ganze Bagage, mit einem Pokal in der Hand zum 20-jährigen Aufstiegsjubiläum. Das war einmalig. Seither treffen wir uns einmal im Jahr wieder“, berichtet Mayer freudig.

Jetzt haben sich die 70er-Jahre-Legenden mal wieder ein Landesligaspiel angeschaut, was sie aber ohnehin immer mal wieder machen, wie sie sagen. „Es ist schon anders als damals. Das Ganze ist heutzutage viel schneller, ein Stück weit athletischer, wobei vor allem ich immer sehr auf die Athletik geachtet hatte. Da hat es damals immer geheißen: der Mayer hat immer nur die Pfeife und die Stoppuhr in der Hand“, sagt Mayer. Er ergänzt, dass diese Fitness seiner Mannschaften dazu geführt habe, dass sie nie in den letzten zehn Minuten einer Partie verloren hätten, die Kondition war stets vorhanden. „Entweder haben wir richtig verloren oder aber der Schiedsrichter war schuld“, so Mayer lachend.

Mayer bekommt heutzutage noch glänzende Augen, wenn er an seine Waldstetter Zeit zurückdenkt - trotz anderer Trainerstationen. „Das hier beim TSGV ist etwas Besonderes für mich. Ich erinnere mich gerne an alle meine Stationen zurück, aber das hier beim TSGV ist etwas ganz Besonderes für mich“, so Mayer. Und so werden sie auch im kommenden Jahr wieder alle beisammen sitzen, hoffentlich bei guter Gesundheit, so der Wunsch der gesamten TSGV-Familie.

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