Locker bleiben für den weiten Stoß

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Für Silas Ristl vom LAC Essingen steht an diesem Freitag die deutsche Meisterschaft im Kugelstoßen an. Der Wettkampf findet in Berlin statt.
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Silas Ristl vom LAC Essingen tritt am Freitag bei der deutschen Meisterschaft in Berlin an.

Essingen. Der Blick auf die aktuelle deutsche Bestenliste im Kugelstoßen zeigt vier Akteure mit Weiten über 20 Meter ganz vorne. Und auf Rang fünf einen Sportler aus der Region: Der 27-jährige Silas Ristl vom LAC Essingen hat mit 19,83 Meter am beim Meeting in Schönebeck eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt und sich in die bundesweite Spitze vorgeschoben. Nachdem er bereits im Winter bei der Hallen-DM Rang drei erreicht hatte, scheint nun wieder ein Topresultat möglich. Am Freitag steigt die deutsche Meisterschaft in Berlin. „Wenn man die Bestenliste anschaut, kann man sagen von Platz eins bis sechs kann jeder einen raushauen“, sagt Ristl.

„Vorfreude ist schon da, das Kribbeln kommt dann aber erst kurz vor dem Wettkampf“, sagt Silas Ristl vor dem Wettkampf der Kugelstoßer am Freitag, ab 14 Uhr, in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor wird der Werferring aufgebaut werden, tausende Zuschauer, Fernsehen, Medien und auch seine Familie und seine Freundin werden dann vor Ort sein. „Da sind viele Augen auf dich gerichtet, da will man dann auch zeigen, was man kann.“

Und die aktuelle Form scheint zu passen, was die jüngste Annäherung an die 20-Meter-Marke zeigt. „Mit so einem Stoß stimmt man sich schon gerne auf die DM ein, man darf sich aber auch nicht verrückt machen lassen“, sagt Ristl, der die neue Bestleistung als Konsequenz harter, kontinuierlicher Trainingsarbeit sieht. „Ich bin verletzungsfrei durch den Winter gekommen und bin gut im Training. Schon beim Meeting in Osterode Anfang Juni hatte ich drei ungültige Versuche, die alle um den Dreh rum waren, die ich aber nicht halten konnte. Aber das hat gezeigt, dass ich die Weite draufhabe.“

Simon Bayer, David Storl, Christian Zimmermann und Dennis Lukas sind die Konkurrenten, deren Kugeln in dieser Saison schon jenseits der 20 Meter gelandet sind. Gut möglich, dass sich Silas Ristl bald dort mit einsortiert. „Sollte es jetzt noch nicht klappen, ist es aber auch nicht schlimm“, sagt Ristl, der sich mit seiner Trainingsgruppe vom Werferteam Stuttgart bereits am Sonntag auf den Weg ins Trainingszentrum Kienbaum bei Berlin machen wird. 

Von dort geht es dann am Freitag zum Brandenburger Tor. Nerven, Technik, alles muss dann auf den Punkt gebracht werden, sagt Ristl, der auch die nötige Lockerheit bewahren will: „Ich will einfach nur rausgehen und Spaß haben. Denn dann stößt man auch weit.“

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