Lösen Kai Häfner und Djibril M'Bengue einen Hype aus?

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Der frühere TSBler Djibril „Djibi“ M’Bengue in Aktion im Vorbereitungsspiel gegen die Schweiz. An diesem Freitag steht für die deutsche Mannschaft das erste Spie bei der EM an.

Das sagen Handball-Experten von der Ostalb zur anstehenden Europameisterschaft in Ungarn und der Slowakei. 

Ostalbkreis. An diesem Donnerstag begann in der Slowakei und Ungarn die Handball-Europameisterschaft. Dabei standen gleich neun Spiele an. Die deutsche Nationalmannschaft startet am Freitag gegen Belarus ins Turnier. Mit dabei sind auch zwei frühere Spieler des TSB Schwäbisch Gmünd: Kai Häfner und Djibril M'Bengue. Das sagen Handball-Experten von der Ostalb zu den Chancen der Nationalmannschaft.

Aaron Fröhlich, Spieler TSB Gmünd: „Die Hauptrunde sollten wir in dieser Vorrunden-Gruppe auf jeden Fall schaffen. Realistisch ist dann eine Platzierung zwischen fünf und acht. Man kann stolz darauf sein, dass mit Kai Häfner und vor allem „Djibi“, der es im eher schon fortgeschrittenen Alter in die Nationalmannschaft geschafft hat, zwei frühere TSBler für die Europameisterschaft nominiert worden sind. Wenn man die Leute kennt, fiebert man auch noch ein bisschen mehr mit. Ich wünsche unseren Gmündern ganz besonders viel Glück und Erfolg und hoffe, dass die Nationalmannschaft trotz der schwierigen Personallage ein gutes Bild abgibt. Es wäre klasse, wenn es für den Handball wieder einen kleinen Aufwind gibt – so wie es bei der letzten gewonnen EM war.“

Hans-Jörg Bürgermeister, Abteilungsleiter Handball bei der Aalener Sportallianz: „Wir Deutsche sagen ja immer, dass wir eine Turniermannschaft sind. Bei solch einem Turnier kann alles passieren. Aktuell würde ich die Mannschaft allerdings nicht in die Top Fünf einordnen. Als fast schon Pflicht sehe ich es allerdings an, dass man die Vorrunde übersteht und in die Hauptrunde einzieht. Im Vorbereitungsspiel gegen Frankreich hat man gesehen, dass Kai Häfner eine tragende Säule war, um das Spiel positiv zu entscheiden. Im Bereich Stauferland kann man absolut stolz darauf sein, wenn man Nationalspieler in seinen Reihen nennen darf. Unserer Nationalmannschaft wünsche ich viel Erfolg. Jedes Spiel, das gewonnen wird, bringt einen Hype für Kinder und Jugendliche, sich für den Handballsport zu begeistern und dann hoffentlich in die Hallen zu kommen. Der Handball braucht auf jeden Fall diese Medienpräsenz. Wir werden viele hoffentlich gute und spannende Spiele von der deutschen Mannschaft sehen.“

Klaus Hinderer, Vorsitzender Handballbezirk Rems/Stuttgart: „Im Vorfeld hatte ich ein wenig Bauchweh, nachdem einige Spieler abgesagt hatten. Da waren die Erwartungen nicht allzu groß. Aber nach den beiden Testspielen und den Ergebnissen, insbesondere gegen Frankreich, muss man den Hut ziehen, das war wirklich toll. Der Daumen hat nun insgesamt nach oben gezeigt. Man darf es aber nicht nur am Ergebnis festmachen, doch es war ein bisschen Motivation für die Mannschaft und das Umfeld. Die Leistung von Kai Häfner war vorzüglich und gegen Frankreich hat er ein sensationelles Spiel gemacht. Wenn Alfred Gislason ihn richtig einsetzt, wird er auch hoffentlich so weiterspielen. Auch „Djibi“ traue ich viel zu und vom Trainer wird er sicherlich einen Rückhalt haben. Er hat eine ganz tolle Entwicklung genommen. Ich finde es einfach super, dass zwei Spieler, die ihre Anfänge in Schwäbisch Gmünd hatten, nun im Kader für diese Europameisterschaft stehen. Ich gehe mal davon aus, dass die deutsche Nationalmannschaft die Vorrunde relativ problemlos überstehen wird. Dann muss man einfach schauen, welche Gegner kommen werden. Das Potential der deutschen Mannschaft ist auf jeden Fall vorhanden, auch mit den jungen neuen Spielern.“ ⋌Tim Abramowski

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