Manfred Pawlita erhält Bundesverdienstkreuz

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Manfred Pawlita nimmt das Bundesverdienstkreuz entgegen.

Was sonst noch beim achten Sportforum Ostalb in der Hüttlinger Limeshalle los war.

Hüttlingen. Es war der Höhepunkt des achten Sportforum Ostalb, das unter dem Motto „Auf geht‘s! Vereint aus der Krise“, stand: Manfred Pawlita, Sportkreisvorsitzender und WLSB-Vizepräsident, bekam in der Hüttlinger Limeshalle das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Entsprechend stolz und sichtlich gerührt war er: „Diesen Orden nehme ich mit großem Respekt, und viel Demut als Motivation an. Es ist für mich eine ganz besondere Ehrung. Doch dieses Bundesverdienstkreuz gehört nicht mir alleine.“ Er widmete dieses unter anderem seiner Familie, den Gemeinschaften, in denen er ehrenamtlich tätig ist und sein durfte, sowie den Gremien. Doch bei seiner Dankesrede blickte Pawlita auch schon mal in die Zukunft. „Wir müssen mit Sport die Menschen wieder mehr in Bewegung bringen - und das ganz eng mit unserem Ostalbkreis und allen „Playern“: Bei den Kleinsten beginnend und endend bei den erwachsenen Couch-Potatoes. Wir haben das grüne Rezept, weil Sport gesund ist. Ein Virus darf uns nicht so klein kriegen, wie es selbst ist. Stehen wir deshalb zusammen.“ Entsprechend großen Applaus und stehende Ovationen gab es von den anwesenden Gästen in der Hüttlinger Limeshalle.

Die Laudatio übernahm Landrat Dr. Joachim Bläse. „Dieser Verdienstorden wird an Bürgerinnen und Bürger verliehen, für politische, wirtschaftlich soziale und geistige Leistungen in der Bundesrepublik Deutschland. Wenn wir diese Kriterien auf uns wirken lassen spüren wir, dass Manfred Pawlita all diese erfüllt.“

Manfred Pawlita hat sich neben seiner beruflichen Laufbahn schon früh ehrenamtlich engagiert. Als junger Erwachsener hat er in der Katholischen Jugendarbeit als BDKJ-Dekanatsjugendleiter Verantwortung übernommen. Sein sportliches Wirken begann 1986, als Mitglied im Vorstand der DJK-SG Wasseralfingen. 1998 übernahm er den Vorsitz des Sportkreises Ostalb von Peter Greindl. Seit 2012 ist er Vizepräsident des WLSB (Württembergischer Landessportbund).

Ein weiterer Schwerpunkt des achten Sportforums war der Vortrag von WLSB-Präsident Andreas Fechle unter dem Leitgedanken: „Auf geht‘s! Vereint aus der Krise“. „Die Corona-Pandemie hat den Sport und die Sportvereine schwer getroffen. Es ist wohl nicht übertrieben, wenn man sie auch im Sport als die größte Krise seit Ende des zweiten Weltkrieges bezeichnet. All das was einen Sportverein auszeichnet - Training, Wettkämpfe oder Geselligkeit, war in den vergangenen eineinhalb Jahren so gut wie nicht möglich“, berichtete Andreas Fechle.

Seit Beginn der Pandemie habe der WLSB bereits drei Umfragen unter den Vereinen gemacht. Dabei kam heraus, dass 70 Prozent der Vereine weniger Mitglieder im Laufe des Jahres 2021 erwarten. Knapp 60 Prozent rechnen mit einem Rückgang der Mitglieder im Bereich der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre. Außerdem haben 80 Prozent mitgeteilt, dass ihnen weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Doch man wolle die Vereine auch in den aktuell schweren Zeiten nicht allein im Regen stehen lassen. Auf der Ostalb soll bald das Pilotprojekt Auf geht´s - Ostalb“ starten. Dabei erhalten Vereine finanzielle Unterstützung in Höhe von 25 Euro pro Neueintritt eines Kindes im Alter zwischen drei und sechs Jahren: Gerade im Kindesalter gab es seit Beginn der Pandemie einen exorbitanten Mitgliederschwund in den Vereinen. Nun wolle man Kinder wieder in Bewegung bringen. Im Rahmen dieses Pilotprojekts mit dem Minisportabzeichen: Hoppel und Bürste - einem Hasen und Igel. Spielerisch sollen Kinder für den Sport begeistert werden.

Das achte Sportforum wurde umrahmt von spektakulären und atemberaubenden Auftritten der Showakrobatikgruppe DG's (Dance and Gymnastics, unter der Leitung von Lena Kißling, Annika und Maren Hutter) vom TSV Lorch. Dabei wurden Turnen, Tanz und Akrobatik vereint. Tim Abramowski

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