Mangold: Waffenrecht nicht verschärfen

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Luftpistolenkönige.
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Der Schützenkreis Schwäbisch Gmünd hält in Durlangen den 70. Kreisschützentag als reine Delegiertenversammlung ab. Dabei wurden auch sportliche Erfolge gewürdigt

Durlangen

Die Corona-Pandemie hat das sportliche Leben der Sportschützen mächtig eingeschränkt. Diese Aussage zog sich wie ein roter Faden durch die Berichte der einzelnen Spartenleiter. Vertreter von 14 Schützenvereinen nahmen an der Delegiertenversammlung in der Durlanger Gemeindehalle teil - Bürgermeister Dieter Gerstlauer würdigte in seinem Grußwort den ehrenamtlichen Einsatz in den Vereinen und er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass nach der langen Corona-Zeit bald wieder Normalität einkehren werde.

Als Gastgeber stellte Vorstand Jürgen Widmann den Schützenverein Durlangen vor. Dann ergriff Kreisoberschützenmeister Reinhard Mangold das Wort. 2021 habe die Corona-Pandemie förmlich tabularasa bewirkt – ohne Wettkämpfe mit Publikum, keine Schützentage, keine Vereinsfeste, kein geselliges Beisammensein. Stattdessen habe man sich im vergangenen Jahr mit der Umsetzung von immer neuen Pandemie-Auflagen auseinandersetzen müssen. Besserung sei am Horizont, aber „auch für dieses Jahr gilt das Prinzip Hoffnung“, so Mangold, der an die Schützenkameraden appellierte, die Impfkampagne der Bundes- und Landesregierung im Sinne des Sports zahlreich zu unterstützen.

Mangold erinnerte an den digitalen Kreisschützentag in Waldstetten und er dankte für die überwältigende Beteiligung an der Briefwahl. „Wir werden gemeinsam den eingeschlagenen Weg weitergehen und unseren Schützenkreis in eine gute Zukunft führen“, erklärte der Kreisoberschützenmeister. Nicht außen vor ließ Mangold, dass man sich Sorgen mache um die Schützenkreise im Schützenkreis Schwäbisch Gmünd. Abgesehen von den finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie sei auch die Zahl der Mitglieder 2021 erneut gesunken. Insbesondere für die Schützenvereine führe dies zu Problemen, gelte es doch die Vereinsheime und Schießanlagen instand zu halten und laufende Kosten zu begleichen. Auch das funktionierende Vereinsleben werde in Mitleidenschaft gezogen. „Ohne Mitglieder können Vereine nicht überleben“, erklärte Mangold.

In punkto Sport sei es auch nicht möglich gewesen, Kreismeisterschaften im Schützenkreis durchzuführen. Mangold ging auch mit der Politik ins Gericht, wenn Pläne Realität würden, das Waffenrecht noch einmal zu verschärfen. Die Schützenvereine seien Parameter für eine sichere und saubere sportliche Arbeit. Bedauern äußerte Mangold darüber, dass trotz zweijähriger intensiver Bemühung der Zusammenschluss der Schützenkreise Aalen und Schwäbisch Gmünd nicht realisiert werden konnte. Und: „Unser aller Wunsch ist Normalität anno 2022.“

„Ein außergewöhnliches Jahr“

Auch Kreissportleiter Günter Busch ging auf das durch Corona bedingte rudimentäre Sportleben ein. Leider sei auch die Landesmeisterschaft 2021 abgesagt worden. „Ein außergewöhnliches Jahr 2021, wir waren fest im Griff der Pandemie“, erklärte Kreisdamenleiterin Silvia Knauer. Schweren Herzens habe man das Bezirksdamentreffen und den Mehrwaffenpokal absagen müssen. Von einem Sportjahr „fast ohne Sport“ musste auch Kreisjugendleiter Thomas Herkommer berichten. Die Fernwettkämpfe böten ein gewisses Maß an Wettkampf, doch sei es für den Sport immer bessern, sich an einem Ort zu messen. Jugendarbeit sei dringend nötig, um den Mitglieder-Abwärtstrend zu bremsen.

Norbert Knopf hört auf

Der Posten des Kreisschatzmeisters bleibt weiter vakant und wird kommissarisch durch den Kreisoberschützenmeister besetzt. Das Amt des Kreisschulungswarts gab Norbert Knopf ab, Kreisjugendleiter Thomas Herkommer übernahm dieses Amt kommissarisch.

Das Kreiskönigsschießen im Schützenkreis Gmünd wurde während der Kreismeisterschaft in diesem Jahr auf den elektronischen Schießanlagen der Vereine SV Brainkofen und SV Göggingen durchgeführt.

„Auch für dieses Jahr gilt's Prinzip Hoffnung.“

Reinhard Mangold, Kreisoberschützenmeister

Alle geehrten Schützen aus dem Schützenkreis Schwäbisch Gmünd

  • Jugendkönig: Erste Ritterin Yoko Tara Kreeb SGi Lorch, Zweiter Ritter Jannik Röhrle, SV Hussenhofen
    Jugendkönigin: Larissa Hartmann, SV Brainkofen
    Luftpistolenkönig: Erster Ritter Michael Pares Skam Wißgoldingen, Zweiter Ritter Thomas Wolf, SV Mögglingen, Luftpistolenkönig Klaus Schurr SV Lindach
    Damenkönigin: Erste Ritterin Katja Fürst, SV Durlangen, Zweite Ritterin Elisabeth R. Waibel SGes Heubach, Damenkönigin Kristine Hirth SV Mögglingen
    Kreisschützenkönig: Erster Ritter Harald Hirner SV Metlangen-Reitprechts, Zweiter Ritter Harald Ziel SV Lindach, Kreisschützenkönig Ulrich Strauß SV Durlangen
    Kreisehrenzeichen: Bronze: Simon Bauder und Rainer Wöger (beide SV Durlangen) wowie Marion Jung und Conny Reisner (beide SV Göggingen), Silber: Gerd Drössler (SV Hussenhofen) sowie Patrick Meßner und Sven Reisner (beide SV Göggingen), Gold: Cyriakus Hinderberger und Otto Ostertag (beide SV Durlangen) , Domenik Maier, René Reupke und Manuel Schwenger (alle SV Göggingen) sowie Kreisbogenreferent Dieter Ulm
    Verdienstehrenzeichen in Silber: Manfred Bühlmaier, Rainer Heyer, Heinz Müller, Thomas Schirle und Marco Ziegler (alle SV Göggingen) sowie Gabriele Kassahn und Tanja Kreutzer vom SV Durlangen
    Verdienstehrenzeichen in Gold: Axel Meßner (SV Göggingen), Karl-Heinz Schneider (SGi Lorch)
    Verdienstmedaille in Bronze: Wolfgang Kolb und Jürgen Widmann (beide SV Durlangen) sowie Kurt Schermann und Dieter Veit (beide SV Göggingen)
    Verdienstmedaille in Silber: Norbert Meßner, SV Göggingen)
Die Kreisschützenkönige.
Beim Kreisschützentag wurden die Kreisehren-Verdienstmedaillen an verdiente Schützen aus Schwäbisch Gmünd verliehen.
Das Kreisschützenmeisteramt
Kreisdamenköniginnen
Kreisjugendkönige
Das Kreisschützenmeisteramt

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