Marc Gallego von den SF Dorfmerkingen vor dem Derby: „Wir müssen auf Sieg spielen“

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Marc gallego erzielte das entscheidende Tor.

Der Leitwolf der Sportfreunde Dorfmerkingen gibt einen Ausblick auf das Derby am Samstag (14 Uhr) gegen den TSV Essingen.

Neresheim-Dorfmerkingen

Mit dem Ausscheiden im WFV-Pokal und bereits zwei Niederlagen nach drei Spielen haben die SF Dorfmerkingen lief der Saisonauftakt alles andere als optimal. Marc Gallego, tragende Säule des SFD-Spiels, spricht über das kommende Derby und die Gemütslage innerhalb des Teams.

Herr Gallego, Sie hatten einen durchaus holprigen Saisonstart. Wie bewerten Sie den Auftakt der Sportfreunde?

Marc Gallego: Wenn man die Vorbereitung sieht, mit der Kaderzusammenzustellung, bei der einige Spieler auch erst spät zu uns gestoßen sind, war es klar, dass es zu Beginn schwierig werden wird. Ich mache mir aber absolut keine Sorgen, wir sind dabei uns zu finden und auf einem sehr guten Weg.

Der Abstieg aus der Oberliga hätte nicht bittere sein können. Ist das vollständig aus den Köpfen?

Wir haben viel darüber gesprochen, wie bitter das war. Aber jetzt müssen wir es abhaken und ich würde auch sagen, dass es bei den Jungs zu neunzig Prozent aus dem Raum geschafft wurde und wir wieder nach vorne schauen.

Welche Saisonziele haben Sie als Oberligaabsteiger?

Wir möchten oben mitspielen. Ein genauer definiertes Ziel gibt es nicht. Es ist eine schwierige Liga, mit enormer Leistungsdichte und so vielen guten Mannschaften, da können wir als 1000-Seelen-Gemeinde nicht kommen und sagen wir müssen sofort wieder hoch. In der ersten Saison wäre ein einstelliger Tabellenplatz in Ordnung.

Wo sehen Sie die Stärken der SFD?

Wir wachsen eng zusammen und werden wieder eine echte Mannschaft. Das ist es auch, was uns immer ausgemacht hat. Wir waren immer im Kollektiv stark und eine starke Einheit, daran arbeiten wir momentan.

Sind Sie fit für das Derby?

Ja, der Knöchel ist wieder heil.

Der TSV Essingen ist auch schlecht in die Saison gekommen. Ist jetzt schon viel Druck in dieser Partie?

Selbstverständlich. Beide wollen oben mitspielen und sind nicht gut in die Saison gekommen. Um den Anschluss nach oben zu halten, müssen wir in unserem Heimspiel auf Sieg spielen. Wir werden mit offenem Visier spielen und wollen die drei Punkte unbedingt behalten.

Was trauen Sie dem TSV zu?

Ich rechne auf alle Fälle nach wie vor mit dem TSV in den oberen Tabellenregionen, vielleicht auch wieder ganz vorne mit dabei. Hoffentlich finden sie dann aber erst nach Samstag wieder richtig in die Spur.

Warum sind Sie damals von Essingen zu den SFD gewechselt?

Das ist eine sehr gute Frage. Ich will da im Nachhinein nicht nachtreten oder zu negativ reden. Es ist unglücklich gelaufen. Es hat zwischen dem Verein und mir dann einfach nicht mehr gepasst, umso glücklicher bin ich, dass in Dorfmerkingen dann alles perfekt gepasst hat.

Wo sehen Sie die größten Unterschiede in den beiden Vereinen?

Der ganze Verein ist hier anders aufgestellt - extrem familiär, vom kleinsten Fan bis zum Busfahrer wird der Verein hier einfach gelebt. Es macht mir wirklich großen Spaß, hier zu spielen. Ich fühle mich pudelwohl und auch das ganz Drumherum ist optimal. Zudem sind die Menschen herrlich und extrem offen.

Was erwarten Sie für ein Derby?

Ich erwarte ein extrem kampfbetontes Spiel. Essingen hat jetzt schon zwei Derbys verloren und Köpfi hat jetzt von Einstellungsproblemen und einer bodenlosen Leistung geredet. Bildlich gesprochen werden die Essinger vermutlich mit Schaum vor dem Mund hier auftauchen. Da müssen wir voll dagegenhalten. Ich erwarte ein 50:50-Spiel.

Auf welche Essinger müssen Sie ganz besonders aufpassen?

Wo fängst du da an und wo hörst du auf? Weissenberger mit seinen Abschlussqualitäten und seiner Kopfballstärke, Groiß als Stoßstürmer oder Nierichlo, der jeden Ball spielen kann und immer ein gutes Auge für den Nebenmann hat. Sie haben definitiv eine starke Mannschaft, aber wir sind gut vorbereitet.

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