Max liegt vorne im Bruderduell

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Max Häfner

Max Häfner baute seine persönliche Erfolgsbilanz im Bruderduell gegen Kai Häfner auf 3:1 aus. Der 24-jährige Spielmacher des TVB Stuttgart führte seine Mannschaft am Sonntag im Nachholspiel bei der MT Melsungen aufs Feld – und nahm aus der Kasseler Rothenbach-Halle mit einem hart umkämpften 30:28-Sieg beide Punkte mit nach Hause.

Max Häfner baute seine persönliche Erfolgsbilanz im Bruderduell gegen Kai Häfner auf 3:1 aus. Der 24-jährige Spielmacher des TVB Stuttgart führte seine Mannschaft am Sonntag im Nachholspiel bei der MT Melsungen aufs Feld – und nahm aus der Kasseler Rothenbach-Halle mit einem hart umkämpften 30:28-Sieg beide Punkte mit nach Hause. Seinen älteren Bruder Kai hat er dabei nicht geschont, wenn es auf dem Spielfeld im direkten Wettstreit um den Ball ging. "Da steckt man natürlich nicht zurück, nur weil es der Bruder ist", erzählte Max nach der Schlusssirene – und schob nach: "Man behandelt ihn wie ein ganz normaler Gegenspieler. Danach sind wir wieder Brüder. Ich habe ihn zum Glück nicht allzu hart erwischt."

Nationalspieler Kai Häfner, für den dieses Spiel das erste Match nach der Rückkehr von der WM aus Ägypten war, hat das Match den Schlaf geraubt. Nicht weil er in der direkten Bruder-Duell-Bilanz der beiden Handballprofis aus Schwäbisch Gmünd ins Hintertreffen geraten ist. Das ist es nicht. "Egal, ob da drüben mein Bruder spielt oder nicht", sagte der 31-jährige Europameister und Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2016. "Wir wollten unbedingt daheim gewinnen." Melsungen hat im Vorhaben, das Feld eines aufgrund von vielen Spielausfällen extrem verzerrten Tabellenbildes von hinten aufzurollen einen Dämpfer erlietten. "Wir müssen es in den nächsten Spielen besser machen", sagt Kai Häfner. Mit derzeit 15:9 Punkten (12 Spiele) liegt Melsungen momentan auf Rang elf, direkt hinter dem TVB Stuttgart (17:19 Punkte aus 18 Spielen). Die Stuttgarter sind an diesem Donnerstag (19 Uhr) in der Göppinger EWS-Arena beim Tabellensiebten Frisch Auf zu Gast. Melsungen empfängt zu selbsen Zeit den SC DHfK Leipzig

Und nochmals eine Brudergeschichte. Beide gingen sie ihren Weg über die Fußball-Junioren des VfB Stuttgart. Beide trugen in dieser Zeit über viele Jahre das Nationaltrikot mit dem Adler auf der Brust. Die Rede ist von Patrick Funk und Marius Funk aus Unterkochen. Während der Ältere, Patrick, mit heute 31 Jahren seine Profikarriere vor eineinhalb Jahren beendete und nun drauf und dran ist, mit dem TSV Essingen die Oberliga zu erklimmen – sofern die Saison nicht vorzeitig abgebrochen wird –, nahm sein sechs Jahre jüngerer Bruder Marius als Ersatzkeeper beim 0:0 Greuther Fürths gegen den Hamburger SV in gewohnter Manier auf der Bank Platz und freute sich zusammen mit seinen Teamkameraden, dem großen HSV ein Schnippchen geschlagen zu haben. Die Franken liegen derzeit als Tabellenvierter der 2. Liga nur drei Zähler hinter dem Führungstrio Hamburg, Bochum und Kiel. Das Comeback der Kleeblätter ins Fußball-Oberhaus ist in bester Reichweite. Werner Röhrich

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Kai Häfner
Marius Funk

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