"Meine Motivation ist das Vorankommen unserer Sportvereine im Ostalbkreis"

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Sportkreisvorsitzender und WLSB-Vizepräsident Manfred Pawlita

  Manfred Pawlita tritt zum Jubiläum noch einmal als Vorsitzender des Sportkreises Ostalb an. Ein Ausblick.

Aalen/Schwäbisch Gmünd.

Der Sportkreis Ostalb feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Zum Gründungstag, dem Tag der Verschmelzung der da schon jeweils 25 Jahre bestehenden Sportkreise Aalen und Schwäbisch Gmünd, am 30. September, wird ein festlicher Sportkreistag mit Empfang und einer Sportgala am 1. Oktober veranstaltet. In einem Interview blickt der langjährige Sportkreisvorsitzende Manfred Pawlita auf Aktivitäten, Planungen, Probleme des Sportkreises. 

Herr Pawlita, was bringt uns das Jahr 2022 im Sportkreis Ostalb?

Pawlita: Am 30.09.1972 wurde der Sportkreis Ostalb als Verschmelzung aus den beiden schon 25 Jahre lang bestehenden Sportkreisen Schwäbisch Gmünd und Aalen gegründet. Grund genug, ein Interview mit dem langjährigen SKO-Vorsitzenden Manfred Pawlita zu führen: was plant der Sportkreis Ostalb zu seinem 50. Geburtstag, wie geht es dem Sport in den Sportvereinen in unserem Ostalbkreis? Und was macht denn die Sportpolitik im WLSB und im LSV Baden-Württemberg?

Wie geht es Ihnen in diesen Tagen mit dem Gefühl, das alles überlagert wird vom völkerrechtswidrigen Einmarsch der Russen in der Ukraine?

Pawlita: Unrecht – schlimm in Europa – keine zwei Flugstunden weg – Menschen in Not – Humanitär – schlimm erschrocken

Was kann der Sport, was können die Sportvereine tun?

Pawlita: Solidarität bekunden, teilnehmen an und Solidaritätsbekundungen und Kundgebungen und den unschuldigen  Menschen in der Ukraine zeigen – Websites – FB – Instagram – dass wir an Ihrer Seite stehen; kurz-mittelfristig, wenn die Flüchtlinge in unseren Kommunen ankommen, unsere tolle Gastfreundschaft zeigen; es sind ja überwiegend Frauen und Kinder – diese erleben lassen, was Sport und Bewegung in der Gemeinschaft bedeuten können; Einbindung der Sportvereine in kommunale Strategien

Der Sportkreis Ostalb wird in 2022 50 Jahre jung. Wie und was feiert der Sportkreis Ostalb?

Pawlita: Locker, fröhlich, gediegen und sportlich! Die Highlights sind ein festlicher Sportkreistag am Gründungstag: 30.09.2022 – ab 17.00 Uhr Empfang im Prediger in Schwäbisch Gmünd, anschließend ein feierlicher Sportkreistag im Festsaal des Predigers mit einem Festvortrag – der als Arbeitstitel die „Zukunft der Sportvereine“ hat, zwei sportliche Auftritte, ein klein wenig Rückblick – ganz schnell die Formalitäten abwickeln – eine Talk- und Diskussionsrunde – wie schon so oft keine Grußwortrunde – jeder Delegierte soll etwas ganz konkret für sich mitnehmen können.

… die zwei sportlichen Auftritte sind aber nicht alles an Sport – oder?

Pawlita: Selbstverständlich nicht. Am Samstag, den 01.10.2022 lassen wir den Sport aber richtig hochleben! Mit dem Besten, was es im Sportkreis Ostalb gibt: im Peter-Parler-Saal des Congress-Centrums-Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd werden wir um 15.00 Uhr und um 19.30 zwei wunderbare Sportkreisgalas veranstalten: Turnen, Tanz, Cheerleading, Sportakrobatik, Kunstradfahren, die besten Showgruppen aus unserem Sportkreis, … präsentieren. Unser Motto: „50 Jahre Märchenhafter SPORTkreis OSTALB“. Es werden eben zwei märchenhafte Veranstaltungen Sport und Show. Zu 80 % steht das Programm. Und ich verspreche: wir werden das Publikum begeistern, werden durch Sport Märchen erzählen – mehr kann und will ich derzeit aber noch nicht verraten.

Nochmals zurück zum feierlichen Sportkreistag: Was steht denn an formellen Themen an?

Pawlita: Das ganz normale Programm – extrem kurze Berichte – nur die allernotwendigsten Abstimmungen und Wahlen, die wir bisher ja schon immer sehr schnell abwickeln konnten.

Kandidieren Sie noch einmal ?

Pawlita: Ja – ein letztes Mal werde ich für die nächsten zwei Jahre bis 2024 antreten. Dann ist im SKO als Vorsitzender Schluss. Meine Nachfolge lässt sich bis dahin sehr gut regeln. Wir sind schon dran. Dieser Tage bin seit nunmehr 24 Jahren Vorsitzender, insgesamt seit über 33 Jahren im überregionalen Sport an der Spitze. Noch zwei Jahre - dann ist als Vorsitzender Schluss. Diese lange Zeit reicht auch und ich hoffe, dass meine Gesundheit diese zwei Jahre noch mitmacht.

Sie sind ja außerdem noch Vizepräsident Sportkreise und Mitgliedsvereine im WLSB. In jüngerer Vergangenheit hat es die eine oder andere Spekulation gegeben, dass Sie am Ende der ehrenamtlichen Karriere nach „Höherem“ streben……

Pawlita: Ja, zu meiner Überraschung ist mir dies auch zu Ohren gekommen. Unser WLSB-Präsident Andi Felchle wird LSV-Präsident und ich würde seine WLSB-Präsidentschaft übernehmen. Bei aller Schmeichelei – das entbehrt jeder Realität: Andi Felchle ist sehr gerne WLSB-Präsident und dazu ein sehr guter und sehr engagierter. Und er will es von Herzen gerne bleiben. Und ich bin sehr gerne das, was ich bin – in beiden Funktionen von ganzem Herzen und aus tiefer Überzeugung – und ein für alle Mal: Die Menge an einzubringendem ehrenamtlichem Engagement genau in diesen beiden Feldern reicht und was anderes will ich nicht werden! Meine Motivation ist das Vorankommen unserer Sportvereine im Ostalbkreis. Sie sind meine Basis und meine Bodenhaftung. Wenn Sie nicht mehr funktionieren, braucht es keine übergeordnete Ebenen. Ohne den direkten Kontakt zu „meinen Vereinen“ – wenn ich dies so sagen darf - wäre ich verloren. Die maßgeblichen Teams im Sportkreis und auf WLSB-Ebene sehen dies genauso, stützen und tragen mich. Das ist mehr als „eine noch so tolle – quasi höhere“ Funktion“.

Und Ihre Mitgliedschaft im LSV-BW, im dortigen Präsidium, nach der „Verzichtserklärung“ der jetzigen Präsidentin?

Pawlita: Im Juli stehen wie alle drei Jahre Wahlen an. Wenn ich nominiert werde, werde ich antreten auf einem von zwei „Tickets“ der Württembergischen Sportkreise und Mitgliedsvereine. Bis 2025 ist dies dann ebenso die letzte Kandidatur. Und 2025 endet auch mein Vizepräsidenten-Zeit im WLSB.

Und wer wird jetzt in 2022 LSV- Präsidentin oder -Präsident ?

Pawlita: Ich halte mich da an die Aufgaben, die die Satzung vorgibt, insbesondere die „Außenpolitik“ und den Leistungssport in ganz Baden-Württemberg. Die oder der braucht also einen sehr starken Bezug zum Leistungssport und entsprechende Erfahrungen dazu. Gerade weil die Medaillen und guten Platzierungen zum Beispiel bei Olympia ja leider nicht mehr werden. Darüber hinaus sollten sie oder er offen sein für Weiterentwicklungen und Veränderungen. Sie oder er sollte eine bzw. ein starker Leader bzw. Leaderin  sein und ebenso gut als Mediator und Vermittler auftreten können. Die Bünde und Verbände mit einzubeziehen, sollte über das Geschäftsführende Präsidium (= „Vereins-Vorstand des LSV BW) ebenso eine Selbstverständlichkeit sein, wie die Mitwirkung des Gesamt-Präsidiums. Es braucht also eine starke Persönlichkeit, die sich im Interesse der Sache ebenso zurückzunehmen weiß. Die nächsten Wochen werden weisen, wer seinen Hut in den Ring werfen wird.

Und was ist sonst noch wichtig im Geburtstagsjahr – gibt es noch weitere Schwerpunkte für den Sportkreis Ostalb ?

Pawlita: Wir haben ein besonderes Augenmerk auf die zwei verlorenen Jahrgänge der beiden Pandemiejahre 2020 und 2021 zu legen. Da sind uns in unseren Sportvereinen viele Kinder verloren gegangen insbesondere im Vorschulalter – Stichworte "fehlende Angebote" und "fehlende Eintritte". An unserem Sportkreisforum im September haben wir ja diese Initiative sehr intensiv angesprochen. In einer tollen Arge – Landkreis – Sportkreis – Turngau und AOK – haben wir das jetzt erweitert, ausgefeilt und festgezurrt. In einem Pressegespräch werden wir vier gemeinsam, an der Spitze mit unserem im Thema sehr intensiv sich einbringenden Landrat Dr. Joachim Bläse die Ergebnisse vorstellen. Darüber hinaus werden wir verstärkt unsere Kurzschulungen in den Focus stellen. Alles in allem also genügend Arbeit für den organisierten Sport im Ostalbkreis.

Das Gespräch führte Jörg Hinderberger ( stellvertretender Sportkreisvorsitzender), der es dieser Zeitung zur Verfügugn gestellt hat.

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