Merlins gewinnen eine wilde Partie

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Die Merlins Crailsheim (am Ball Nimrod Hillard) siegten im vorletzten Heimspiel der regulären Saison mit 98:81 gegen Rasta Vechta.

Crailsheim siegt zuhause mit 98:81 gegen den Tabellenletzten Vechta.

Crailsheim. Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich am 30. Spieltag der Basketball-Bundesliga letztlich souverän zuhause mit 98:81 gegen das Tabellenschlusslicht Rasta Vechta durchgesetzt.

Der Verlauf der Partie war allerdings längst nicht so eindeutig, wie es das Ergebnis aussagt. Phasenweise glich das Spiel einer Achterbahnfahrt. Die Merlins gaben einen zwischenzeitlichen 17-Punkte-Vorsprung aus den Händen und Vechta führte danach kurzzeitig sogar mit sechs Punkten. Doch gegen Ende hatten die Zauberer das Spiel wieder im Griff und konnten so den 21. Saisonsieg feiern. Aber der Reihe nach. Es dauerte knapp zwei Minuten bis Elias Lasisi per Dreier die ersten Punkte für Crailsheim erzielte. Die Antwort von Vechta folgte direkt im Gegenzug. Björn Rohwer war ebenfalls per Dreier erfolgreich. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, wurden die Zauberer im Laufe des ersten Viertels immer stärker und nach sieben Minuten Spielzeit hatten sie komfortable neun Punkte (20:11) Vorsprung. Vechtas Coach Derrick Allen gefiel das verständlicherweise überhaupt nicht und nahm die erste Auszeit. Doch es waren die Merlins, die weiter fleißig punkteten. Nach einem Dreier von Jeremy Jones stand erstmals ein zweistelliger Vorsprung (23:11) auf der Anzeigetafel der Arena Hohenlohe. Vechta zeigte sich von dem Rückstand allerdings unbeeindruckt und konnte vier Punkte in Folge markieren. Auch Crailsheims Trainer Tuomas Iisalo nahm nun eine Auszeit. Mit dem letzten Angriff gelangen den Merlins noch zwei Punkte - so stand es nach dem ersten Viertel 25:15 für die Gastgeber.

Nach 17 Punkten Rückstand: Vechta dreht das Spiel

Crailsheim startete konzentriert in das zweite Viertel und erneut war es Lasisi, der mit einem Dreier die Führung weiter in die Höhe schraubte. Nach knapp 13 Minuten hatten die Merlins satte 17 Punkte (35:18) Vorsprung. Zu diesem Zeitpunkt stellte sich eigentlich nur noch die Frage, mit vielen Punkten Unterschied sich die Zauberer im vorletzten Heimspiel der regulären Saison wohl durchsetzen würden? Es kam aber anders. Vechta agierte nun mutiger, riskierte mehr und wurde schließlich auch belohnt. Mitte des zweiten Viertels lagen die Niedersachsen nur noch neun Punkte (32:41) zurück. Bei diesem Abstand blieb es bis zur Halbzeit in etwa auch. Die Merlins führten mit 45:37.

Vechtas Coach Derrick Allen hatte in der Kabine wohl die richtigen Worte gefunden. Denn die Gäste drehten zu Beginn der zweiten Hälfte auf und legten einen 11:0-Lauf auf das Parkett. Nach vier Punkten in Serie des deutschen Nationalspielers Philipp Herkenhoff, führte Vechta erstmals in dieser Partie (48:45). Nach 25 Minuten hatte der Gast sogar sechs Punkte Vorsprung (54:48). Wie reagierten die Merlins nun auf diesen gekippten Spielverlauf? Sie antworteten spektakulär: Unter anderem mit zwei „Alley-oop-Dunks“ von Jamuni McNeace und einem spektakulären Dreier von Jermaine Haley. Mit dem Ertönen der Sirene setzte Haley rechts, etwa auf Höhe der Mittellinie zum Wurf an, und war auch erfolgreich. Entsprechend groß waren der Jubel und die Freude über diese besonderen Punkte. Vor dem letzten Viertel führten die Merlins mit 70:64.

Wieder startete Crailsheim mit einem Dreier, und zwar in Person von Maurice Stuckey. Die Gastgeber hatten nun alles unter Kontrolle und konnten die Führung Punkt um Punkt ausbauen. Knapp sieben Minuten vor dem Ende stand es 80:66. Kurze Zeit später sollte es nochmals spektakulär werden. Nimrod Hillard bediente McNeace, der per Dunk erfolgreich war und dabei seinen Gegenspieler fast noch mit im Korb versenkte. In den letzten Minuten brannte nicht mehr viel an und Crailsheim siegte verdient mit 98:81. Mit exakt demselben Ergebnis setzten sich die Hohenloher übrigens auch im Hinspiel durch.

Crailsheim belegt weiterhin den fünften Tabellenplatz. Weiter geht es bereits an diesem Donnerstag um 20.30 Uhr. Dann steht das Auswärtsspiel bei ratiopharm Ulm an. Tim Abramowski

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