Mich hat das Lauffieber gepackt

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Von null auf Marathondistanz innerhalb eines Jahres. Lauf-geht's-Teilnehmer Christian Boob aus Alfdorf hat das Lauffieber gepackt.
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Christian Boob aus Alfdorf hat bei der Fitness-Aktion "Lauf geht's" der Gmünder Tagespost, SchwäPo und Waiblinger Kreiszeitung teilgenommen und träumt vom Allgäu als Ziel.

Wenn er in Alfdorf läuft, dann sieht er hinüber auf das Bergpanorama der Schwäbischen Alb. "Traumhaft schön", schwärmt Christian Boob. Dahinter liegt das Allgäu. Da ist er vor vielen Jahren – in seiner Jugendzeit – mit dem Fahrrad schon mal hingefahren. Das jetzt als Läufer zu schaffen, "das wäre eine feine Sache", sagt Boob. Das Laufen lässt ihn nicht mehr los.

"Ich laufe, bin glücklich, ausgeglichen, und meine Werte werden stetig besser." Lauf geht's, die Fitnessaktion der Schwäbischen Post und Gmünder Tagespost, die inzwischen unter anderem auch beim Partnerverlag Waiblinger Kreiszeitung großen Anklang findet, hat den Anstoß dafür gegeben, dass zahlreiche Teilnehmer Bewegung in freier Natur schätzen oder wieder schätzen gelernt haben. Ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit zuliebe.

Auch für Christian Boob war die Lauf-geht's-Teilnahme Impulsgeber für eine neue Ausrichtung seiner Lebensweise. Beruflich zählt er sich zum großen Heer der Schreibtischtäter. Die einstige körperliche Fitness schwand zusehends. Das kann so nicht bleiben, hat sich der 49-jährige Familienvater aus Alfdorf gesagt und wieder Bewegung in sein Leben gebracht. "Die Aktion ‘Lauf geht's' hat mir dabei sehr geholfen", sagt er und lobt die Initiatoren und Macher dieser Fitnessaktion, Wolfgang Grandjean, Geschäftsführer der SDZ Events und Messen, sowie Dr. Wolfgang Feil, Leiter des gleichnamigen Tübinger Forschungsinstituts und Bestsellerautor, der seit Jahren für die qualitativ hochkarätige Ausgestaltung und Begleitung dieser Fitnessaktion sorgt. Dass es gelungen ist, die Aktion auch unter schwierigen Corona-Bedingungen durchzuführen, darüber freut sich Christian Boob. "Die vielen Motivationsmails und Videos haben mir sehr geholfen." Er zählt zu jenen, die es aus beruflichen Gründen ohnehin nicht geschafft hätten, an regelmäßigem Lauftraining in der Gruppe teilzunehmen. "Ich komme oft erst spät abends nach Hause." Aber, betont er: "Die Anleitung auf digitalem Weg war super. So konnte ich mir mein Trainingsprogramm selbst einteilen."

Dabei hat es nicht lange gedauert, bis er sich von seiner Haustür in Alfdorf weg eine Trainingsrunde (ca. sechs Kilometer über Adelstetten und Enderbach) zusammengestellt hatte, auf der er sein Laufpensum peu a peu erweitern konnte.

Seit dem 3. Mai hat er seinen ersten Triumph in der Tasche. An diesem Tag hat er zum ersten Mal die Halbmarathondistanz von 21,1 Kilometern geknackt. "Die Zeit dafür war mir schnurzpiepegal." Deshalb hat er sich bei den Lauftreffs gleich selbst in die sogenannte Latte Macciato-Gruppe eingestuft, "weil ich hier keinerlei gesundheitliche Probleme hatte." Und: "Wenn ich meine Zeiten anschaue, habe ich mich von anfänglich ca. 9 bis 9.30 Minuten auf den Kilometer bis heute auf ca. achteinhalb Minuten verbessert. Für mich super."

Die Zeit dafür war mir schnurzpiepegal.

Christian Boob Lauf-geht's-Teilnehmer aus Alfdorf

Vor zwei Wochen hat Christian Boob ein weiteres Etappenziel geschafft. "Ich bin einen Marathon gelaufen." 42,19 Kilometer. Das Auto hat er dabei als Versorgungsstation auf dem ZF-Parkplatz in Alfdorf abgestellt und dann seine Runden gedreht, die er längt intus hat. Nach sechs Stunden und vier Minuten (knapp sieben Runden) hat die Pulsuhr exakt die Marathondistanz angezeigt. Geschafft!

"Mich hat das Lauffieber gepackt", gibt Christian Boob – mit inzwischen ein paar Kilos weniger und etwas Muskelmasse mehr – unumwunden zu. "Würde ich auch einen Ultramarathon schaffen, also mehr als 42,195 Kilometer?" Mal 50 oder 60 Kilometer zu laufen, dieses Ziel hat er sich für das kommende Jahr bereits gesteckt. Dabei hat er auch bereits ein Fernziel im Auge. "Ich habe schon öfters mit Bekannten darüber gesprochen, von Alfdorf mal nach Nesselwang zu laufen". Das hat er vor 33 Jahren mit einer Jugendgruppe mit dem Fahrrad gemacht.

"Könnte ich nicht auch für andere laufen?"

Und dann ist da noch etwas, was Christian Boob umtreibt: "Wenn ich laufe, mach ich mir oft Gedanken, für wen ich laufe. Natürlich für mich. Aber könnte man nicht auch für andere laufen und damit etwas bewegen und Gutes tun?" Vielleicht, sagt er, "wäre möglich, mit anderen zusammen einen Benefizlauf gemäß dem Motto "Laufen für Leben" ins Leben zu rufen.

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