Mit zehn Siegen in Serie in die Pause

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Essingen (schwarz) vs Pfullingen

Durch einen Treffer von Lukas Rösch in der Nachspielzeit gewinnt Essingen nach einer hart umkämpften Partie gegen Pfullingen auch das zehnte Spiel in Serie und setzt sich an der Tabellenspitze weiter ab.

Essingen

Das Spiel befindet sich in den letzten Zügen. Steffen Lang zieht in der 92. Minute nochmal den Sprint an, hinterläuft auf dem Flügel und schlägt die Flanke auf den ersten Pfosten. Niklas Weissenberger setzt sich im Kopfballduell durch, scheitert jedoch am gut reagierenden Gästetorhüter. Der kurz zuvor eingewechselte Lukas Rösch steht jedoch goldrichtig und kann den Abpraller zum viel umjubelten Siegtreffer im Tor unterbringen. Mit der letzten Aktion des Jahres baut die Mannschaft von Simon Köpf damit die Siegesserie auf zehn Siege aus. Durch die Absage in Geislingen und dem Schwäbisch Haller Unentschieden beträgt der Vorsprung auf Platz zwei über die Weihnachtspause damit sieben Zähler.

Beide Innenverteidiger fallen aus

Die erste schlechte Kunde für die Essinger gab es bereits vor dem Anpfiff, den Abwehrchef Patrick Auracher stand Köpf nicht zur Verfügung. Kaum war das Spiel angepfiffen, gab es auch schon die nächste schlechte Nachricht. Mit Lennart Ruther verletzte sich auch der zweite Innenverteidiger der letzten Wochen. Blend Etemi und Moritz Müller bildeten das neue Innenverteidigerpärchen, machten ihre Sache jedoch sehr gut und ließen über die gesamte Spielzeit als Zentrum des Defensivverbundes keine Torchancen zu.

Behäbiger Start in die Partie

Nach dem frühen verletzungsbedingten Wechsel entwickelte sich zunächst kein besonders ansehnliches Fußballspiel, dass sah auch Essingens Trainer Köpf so: „In den ersten Minuten hat sich das Niveau den Witterungsbedingungen angepasst. Wir haben 20 Minuten gebraucht um nach und nach besser in die Partie zu kommen.“

Tatsächlich hatte in der Anfangsphase lediglich Dean Melo in der 16. Minute eine gute Torchance, scheiterte jedoch nach Zuspiel von Niklas Groiß am Pfullinger Torhüter. Doch auch als Essinger besser ins Spiel kam, entwickelte sich alles andere als ein Chancenfeuerwerk. Der TSV hatte zwar Ballbesitz und mehr Spielkontrolle tauchte jedoch nach wie vor nur äußerst selten gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Einen Aufreger gab es dann aber doch noch kurz vor der Pause. Groiß lief auf das gegnerische Tor zu und wurde im letzten Moment vom Verteidiger noch gestört. In den Augen von Köpf geschah dies eindeutig regelwidrig: „Für mich ist das ein klarer Elfmeter und auch eine rote Karte, dass war in meinen Augen eine klare Fehlentscheidung.“

Ausgleichende Gerechtigkeit

Nach dem Seitenwechsel kamen die Essinger zunächst gut aus der Kabine. in der 49. Minute gab es dann auch die größte Essinger Chance des Spiels. Weissenberger bediente Groiß, der den Ball aus fünf Metern nicht richtig traf und so knapp am Tor vorbeischoss. Mitte der zweiten Halbzeit gab es dann den nächsten großen Aufreger. Nach einem Zweikampf im Strafraum forderten die Pfullinger vehement einen Elfmeter, wohl nicht ganz zu Unrecht wie auch Köpf hinterher analysierte: „Es waren ähnliche Situationen, nur dass es bei uns nicht der letzte Mann war. Wenn man beide nicht gibt, dann ist es vielleicht wieder irgendwie okay, aber für mich hatte Pfullingen trotzdem Glück, da sie zu diesem Zeitpunkt bereits ein Mann weniger hätten sein müssen.“

Lucky Punch in der Nachspielzeit

Als nach 90 Minuten alles nach einer Punkteteilung aussah, war der Spitzenreiter der Verbandsliga jedoch noch nicht bereit, sich mit dieser abzufinden. Köpf wechselte immer offensiver, brachte mit Rösch zusätzlich zu Groiß und Weissenberger einen dritten zentralen Zielspieler. Und die Essinger Beharrlichkeit wurde tatsächlich noch belohnt. In der Nachspielzeit schlug Joker Rösch zu und rettete die Essinger Siegesserie in die Winterpause. Auch wenn sich seine Mannschaft im letzten Spiel des Jahres nicht mit Ruhm bekleckerte, zeigte sich Köpf nach dem Spiel zufrieden: „Wir wollten den Verfolgern aus Gmünd und Hall auch am letzten Spieltag nochmals einen Dreier vor die Nase setzten und das ist uns gelungen. Auch wenn es nicht unser bestes Spiel war, zeichnet es uns einfach aus, dass wir bis zum Schluss an unsere Chance glauben.“

Winterpause kommt gelegen

Obwohl seine Mannschaft aktuell einen beeindruckenden Lauf hat in den letzten zehn Spielen alle 30 möglichen Punkte geholt hat, ist Köpf froh darüber, dass jetzt eine Pause ansteht: „Die Winterpause kommt für uns definitiv zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben aktuell viele verletzte oder angeschlagene Spieler, da ist es jetzt einfach wichtig, dass wir die Zeit haben alle Wehwehchen auszukurieren, um uns dann optimal auf die Rückrunde vorbereiten zu können.“

Mit den kurzfristigen Ausfällen von Auracher und Ruhter wurde die Verletztenliste des TSV tatsächlich wirklich lang. Dean Melo plagt sich in den letzten Wochen ebenfalls mit muskulären Problemen herum, außerdem kann der Trainer für die Rückrunde auf einer Rückkehr seines Kapitäns Tim Ruth und von Janik Wiedmann hoffen. Atmir Krasniqi wird nach seinem Kreuzbandriss voraussichtlich erst in der nächsten Saison wieder zur Verfügung stehen, vielleicht ja dann schon in der Oberliga.

Nach der Vorbereitung wird es für Essingen dann am 04. März des kommenden Jahres mit dem Derby in Hofherrnweiler weitergehen. Beim Duell Vierter gegen Erster gilt das Derby dann auch gleich als erstes Spitzenspiel.

Essingen - Pfullingen⋌ 1:0 (0:0)

TSV: Michalik - Ruther (3. Müller), Etemi, Weissenberger, Groiß, Coban (71. Eckl), Nierichlo, Lang, Melo (80. Rösch), Biebl, Kilic (69. Leidenbach)

Tor: 1:0 Rösch (90+2.)

Essingen (schwarz) vs Pfullingen
Essingen (schwarz) vs Pfullingen
Essingen (schwarz) vs Pfullingen
Essingen (schwarz) vs Pfullingen

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