Monika Siegl hält heute noch Vereinsrekord

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Zweimal wird der Bettringer Kurt Aubele deutscher Juniorenmeister über 110 m Hürden. Bestechend seine technische Eleganz über den Hindernissen.

50 Jahre LG Staufen – In einer Serie werden die größten Erfolge in Erinnerung gebracht. Heute: Die 70er-Jahre.

Die sportliche Bilanz der LG Staufen ist nach 50 Jahren beeindruckend. Insgesamt 78 deutsche Meistertitel konnten die Rot-Weißen in dieser Zeit erringen. Davon entfallen auf die Aktiven einer, auf die Junioren U23 elf, auf die Jugend U20 zwanzig, auf die U18 sechs, auf die U16 elf, auf die Senioren 16 und auf die Hochschüler 13. Die LG-Senioren eroberten bei ihren Weltmeisterschaften sechs, bei Europameisterschaften neun Titel. Bei internationalen Meisterschaften der Aktiven war die LG Staufen so oft vertreten: zweimal bei Weltmeisterschaften, dreimal bei Europameisterschaften und dreimal im Europacup. Bei der U23-WM konnte man einen Starter stellen, bei der U23-EM drei. Besonders häufig waren LG-Sportler bei den Titelkämpfen der Jugend am Start: fünfmal bei der U20-WM, zehnmal bei der U20-EM und einmal bei der U18-WM. Wir fahren fort in unserer Jubiläumsserie. Die 70er-Jahre

1971: Schon im zweiten Jahr ihres Bestehens zeigt die LG Staufen ihre Stärken in den Staffel- und Mannschaftswettbewerben: Unter ihrem aus Donzdorf stammenden Trainer Uwe O. Schmid werden Brigitte Fuchs, Esther Horlacher, Margit Forstner, Renate Heffner und Irmgard Nesper mit 18 862 Punkten deutsche Jugendmeisterinnen im Mannschaftsfünfkampf.

Aubele und Kemmer werden Deutsche Juniorenmeister

1972: Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften holt sich der Bettringer Kurt Aubele in 14,42 Sekunden den Titel über 110 m Hürden und der Großdeinbacher Martin Kemmer den Sieg im Hochsprung mit 2,10 Meter.

1973: Kurt Aubele verteidigt seinen U23-Titel in 14,29 Sekunden. Monika Siegl wird zweifache deutsche Jugendmeisterin über 800 Meter: in der Halle mit 2:11,4 Minuten, im Freien in 2:05,89 Minuten. Anschließend wird sie für die Junioreneuropameisterschaften in Duisburg nominiert, wo sie im Zwischenlauf mit 2:08,19 Minuten Fünfte wird.

1974: Monika Siegl wiederholt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften ihre 800-m-Erfolge aus dem Vorjahr. Dabei läuft sie in der Halle 2:12,6 Minuten, im Freien 2:11,23 Minuten. Der Lorcher Udo Mäußnest wird im Speerwerfen deutscher Jugendmeister mit 63,58 Metern.

1975: Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften gewinnt Monika Siegl das 800-m-Rennen in 2:07,2 Minuten. Bei derselben Veranstaltung holt sich Udo Mäußnest mit 78,22 Metern den Speerwurftitel und startet danach bei den Junioreneuropameisterschaften in Athen, wo er mit genau 78 Metern Vizemeister wird! Für diese Titelkämpfe wird auch Sprinterin Gisela Grässle für die deutsche 4x100-m-Staffel nominiert, jedoch nicht eingesetzt.

1976: Die Hussenhoferin Gisela Grässle wird deutsche Jugendhallenmeisterin über 50 Meter in 6,55 Sekunden. Die deutsche Schülermeisterschaft im Mannschaftsvierkampf holen sich Gerhard Geller, Christof Deininger, Joachim Lorkowski, Alex Habla und Werner Bihler mit 16 942 Punkten. Ulla Trumpf gewinnt die deutsche Seniorenmeisterschaft W30 im Weitsprung mit 5,93 Metern.

1977: Gisela Grässle nimmt an den Halleneuropameisterschaften in San Sebastian teil. Als Zweite im 60-m-Vorlauf erzielt sie 7,48 Sekunden. Der Durlanger Diskuswerfer Bernhard Fischer wird bei den Junioreneuropameisterschaften in Donezk mit 48,50 Metern Achter. Der Heidenheimer Hans-Joachim Häberle wird mit 6776 Punkten deutscher Jugendmeister im Fünfkampf. Die Bargauerin Ulla Trumpf holt sich erneut den deutschen Seniorentitel W30 im Weitsprung mit 5,96 Metern.

Siggi Wentz startet seine große Karriere

1978: Bei den Halleneuropameisterschaften in Mailand wird Gisela Grässle als Dritte im 60-m-Vorlauf in 7,58 Sekunden gestoppt. Siegfried Wentz aus Lorch startet seine große Karriere bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften mit einem Sieg über 60 m Hürden in 8,09 Sekunden. In der Freiluftsaison schnappt er sich sogar drei deutsche Jugendtitel: über 110 m Hürden in 14,23 Sekunden, im Fünfkampf mit 6752 Punkten und im Zehnkampf mit 13 665 Zählern.

1979: Siggi Wentz triumphiert bei den Junioreneuropameisterschaften im polnischen Bydgoscz (Bromberg) im Zehnkampf mit großartigen 7822 Punkten. Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften wird er später noch häufig Aufmerksamkeit erregen. Bei den Deutschen Schülermeisterschaften siegt der Göppinger Karl-Friedrich Michel im Speerwerfen mit 59,84 m.

Hans Bendl

Martin Kemmer beherrscht im Hochsprung die neue Fosbury-Flop-Technik und vertritt Deutschland beim Länderkampf gegen die USA im Münchner Olympiastadion .
Monika Siegl läuft 1975 im Züricher Letzigrund-Stadion mit grandiosen 2:02,42 Minuten den heute noch gültigen LG-Vereinsrekord über 800 Meter.

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