Morabet fliegt beim VfR Aalen raus

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Das war einmal: Mohamed Morabet im Trikot des VfR Aalen. Trainer Uwe Wolf hat den 23-jährigen Leihspieler des 1. FC Kaiserslautern nun wegen mangelnder Einstellung aus der Mannschaft geworfen.
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Beim Walldorf-Spiel mit dem Handy auf der Tribüne und dann vorzeitig gegangen: Der 23-Jährige wird von Trainer Uwe Wolf aussortiert. „Er spielt unter mir keine Rolle mehr.“

Aalen.

Uwe Wolf ist bekannt für seinen harten Führungsstil. Das hat jetzt Mohamed Morabet zu spüren bekommen. Der 23-jährige Mittelfeldspieler des VfR Aalen ist vom Trainer mit sofortiger Wirkung ausgemustert worden. Der Grund: eine Disziplinlosigkeit am Dienstagabend im Heimspiel gegen den FC Astoria Walldorf (2:1). „Ich war mit seiner Einstellung nicht zufrieden“, sagt Wolf.

Was ist passiert? Der noch verletzte Morabet saß im Heimspiel gegen den FC Astoria Walldorf mit seinen ebenso nicht nominierten Mitspielern auf der Tribüne der Ostalb-Arena: Als Alessandro Abruscia zum Freistoß antrat, tippte Morabet auf seinem Handy. Sein Problem: Trainer Wolf drehte sich in dem Moment um und schaute Richtung Tribüne. Damit nicht genug: Kurz vor dem Schlusspfiff verließ Morabet das Stadion und ging nach Hause. Das brachte bei Wolf das Fass zum Überlaufen. „Wir sind ein Team und sollen ein verschworener Haufen sein. Die Jungs haben gegen Walldorf 96 Minuten alles rausgehauen, und Mohamed sehe ich nach dem Spiel nicht mehr. Nicht in der Kabine und nicht beim Mannschaftskreis“, sagt der Coach und stellt klar: „Es gehört sich, dass er seinen Kollegen gratuliert. Das hat etwas mit Anstand und Respekt zu tun.“ Wolf wolle Spieler, die mit den Gedanken bei der Sache seien und keine, „die mit dem Handy im Stadion einschlafen“. Ein Zurück gebe es für den Leihspieler des 1. FC Kaiserslautern nicht mehr. „Ich habe Mohamed gesagt, dass er unter mir keine Rolle mehr spielt“, sagt Wolf, der seinen Mittelfeldspieler auch am Training nicht mehr teilhaben lässt. „Ich möchte ihm aber seine Zukunft nicht verbauen. Ich gebe Mohamed jetzt die Möglichkeit, sich in der Reha fit zu machen, um dann für die Vorbereitung zur neuen Saison wieder hergestellt zu sein. Für Kaiserslautern oder welchen Verein auch immer.“

Wenn er nicht dazu lernt, wird er scheitern.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

Uwe Wolf sagt, dass er Morabet „in puncto Einstellung“ noch einen guten Rat mit auf den Weg gegeben habe. „Ich habe ihm gesagt, was er besser machen muss. Wenn er daraus lernt, hat er eine Zukunft. Wenn nicht, wird er scheitern.“ Mohamed Morabet bringe viel Talent mit, „das alles bringt aber nichts, wenn die Einstellung nicht stimmt“.

Der 23-jährige Offensivspieler kam erst im Januar 2021 zum VfR Aalen - auf Leihbasis bis zum Saisonende vom Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Für die Ostälbler absolvierte der 21-fache Drittligaspieler nur 10 Einsätze in der Regionalliga Südwest, in denen er zwei Treffer vorbereitet. Zuletzt kam er im Auswärtsspiel bei Schott Mainz (1:1) zum Einsatz, seitdem laboriert er an einer Schambeinentzündung.

Die kann Mohamed Morabet jetzt in Ruhe auskurieren.

Info: Wegen der hohen Belastung in der laufenden Runde mit 42 Punktspielen wird der Start der Regionalliga-Saison 2021/2022 nach hinten verschoben: Statt wie geplant am 30. Juli wird der erste Spieltag erst am 13. August ausgetragen.

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