Mountainbike: Die sechs Hindernisse beim Weltcup in Aalen 

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Der "OSR-Jump".
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Rolltreppe, Tunnel, Steilkurve und Rampen: Auf die Sprinter warten an diesem Samstag knifflige Herausforderungen, die meist in Höchstgeschwindigkeit durchfahren werden.

Aalen

Organisator Steffen Thum verspricht ein Spektakel. Beim Mountainbike-Sprint-Weltcup an diesem Samstag (Finalläufe ab 18 Uhr) in der Aalener Innenstadt kommt es nicht nur darauf an, wer die schnellsten Beine hat. Auf die Fahrer warten auch einige Herausforderungen. Insgesamt sechs Hindernisse wurden auf den 680 Meter langen Kurs eingebaut. Vom Pumptrack über einen Tunnel bis hin zur Steilkurve - es ist auch hohes fahrerisches Können gefragt. So sehen die Herausforderungen aus.

1. Die Rolltreppe im Kubus:

Es erinnert an den Skizirkus: Oben an der Rolltreppe im Kubus steht ein Starthäuschen. Auch wenn's holprig ist, wird auf der Rolltreppe beschleunigt, um Tempo auf die Geraden mitzunehmen. Dieses Spektakel gibt's allerdings nur im Training und in der Qualifikation, wenn nicht gegeneinander, sondern einzeln auf Zeit gefahren wird.

2. Die „Palm-Welle“:Gleich auf der Startgeraden geht's auf die Welle - auf den sogenannten „Upside-Down-Double“. Die wird in Höchstgeschwindigkeit angefahren, „die meisten überspringen die Welle“, sagt Weltcup-Gewinnern Marion Fromberger vom Aalener Mountainbike-Racingteam.

3. Der „Brucker-Tunnel“:

Knapp 100 Meter weiter stehen zwei LKW-Auflieger parallel zueinander. Über eine Rampe wird auf den rechten Auflieger hochgefahren, oben auf den linken gewechselt und am Ende über eine Rampe wieder auf die Strecke zurückgefahren. Genauer: auf die Strecke zurückgesprungen. Schwierig wird's dann, wenn's nass ist, weil die Auflieger dann rutschig sind.

4. Der „Mercedes-Pumptrack“: 

Der Schotterparkplatz am Östlichen Stadtgraben wurde zu einem Pumptrack umgebaut - mit viel Erde und einer Schotterschicht obendrauf. Wichtig ist eine gute Linie. Und dass die Fahrer wie auf einem Pumptrack in den Rhythmus reinkommen, um die Geschwindigkeit zu halten.

5. Die „Bullinger-Kurve“:

Nach dem Engpass um die Stadtkirche geht es am Brunnen auf die Zielgerade - über eine Steilkurve. Die sieht mächtig aus, rund 2 Meter hoch. „Sehr steil, fast schon senkrecht“, beschreibt Marion Fromberger das vorletzte Hindernis, bei dem es für die Fahrer darum geht, möglichst viel Tempo für den Schlusssprint mitzunehmen.

6. Der „OSR-Jump“:

Das letzte ist das mächtigste Hindernis. 3 Meter hoch, 10 Meter lang und 4 Meter breit ist die Rampe auf der Zielgeraden mit einer extrem steilen Auffahrt, einem Tisch und einer Abfahrt. „Wobei der Tisch von den besten Fahrern übersprungen wird“, sagt OSR-Geschäftsführer Tobias Doneit. Das Hindernis, das in ehrenamtlicher Arbeit hergestellt wurde, soll auch nach dem Weltcup noch zu befahren sein. „Wir wollen die Rampe hinterher den Mountainbikern zur Verfügung stellen. Sie soll in einen legalen Trail in Aalen eingebaut werden“, sagt der zweite OSR-Geschäftsführer Sebastian Alvensleben.

Info: Die Finalläufe gibt's im Livestream auf unserer Webseite zu sehen. Außerdem gibt's eine App zum Weltcup in Aalen, die im App-Store hochgeladen ist.

Die "Bullinger-Kurve".
Der "Brucker-Tunnel".
Die "Bullinger-Kurve".
Die "Palm-Welle".
Der "Mercedes-Pumptrack".
Der "OSR-Jump".
Der "OSR-Jump".
Der „Brucker-Tunnel“: Es geht über zwei LKW-Auflieger drüber.
Das "Palm-Hindernis": Die Wellen werden übersprungen.
Der "OSR-Jump".

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