Mountainbike: Kommt noch ein Weltmeister als Neuzugang ins Aalener Team?

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Dauerrivalen: Simon Gegenheimer (rechts) und Titouan Perrin-Ganier haben sich in der vergangenen Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Fahren die beiden weltbesten Sprinter künftig in einem Team?
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Steffen Thum vom Aalener Racingteam plant die neue Weltcup-Saison. Dabei schließt der Teamchef namhafte Neuzugänge nicht aus.

Aalen

Das Aalener Racingteam war im Sprint-Weltcup 2022 das mit Abstand erfolgreichste. Steffen Thum will die Mannschaft aber noch besser machen und schließt namhafte Neuzugänge nicht aus. „Ich habe ein paar Ideen“, sagt der Teamchef. Zählen dazu auch die beiden amtierenden Weltmeister Gaia Tormena und Titouan Perrin-Ganier?

Bis zum 1. Januar 2023 will Steffen Thum seine Kaderplanung abgeschlossen haben. Das Wichtigste ist ihm bereits gelungen: sein aktuelles Team beisammen zu halten. Allen voran die beiden Wahl-Aalener Simon Gegenheimer als Vizeweltmeister und Weltcup-Gesamtsieger sowie die zweifache Weltcupsiegerin Marion Fromberger. „Wir haben auch für 2023 wieder ein Top-Team und sind nicht auf Neuzugänge angewiesen“, sagt der Teamchef. Und lässt ein Aber folgen. „... aber ich schließe nicht aus, dass noch ein Topfahrer dazu kommt. Wir gehören international zu den besten Teams, das wissen auch die Sportler.“

Zwei dieser Topfahrer sind Titouan Perrin-Ganier und Gaia Tormena, der Franzose und die Italienerin haben sich in Barcelona beide den WM-Titel geholt, und beide sind die härtesten Gegner von Gegenheimer und Fromberger. Passt das, wenn Thum ausgerechnet die Dauerrivalen seiner beiden Topfahrer ins Team holen würde? Der Teamchef sieht darin kein Problem: „Ich bin mir sicher, dass das funktionieren würde“, sagt Thum und zieht einen Vergleich: „Die großen Fußballmannschaften haben auch zwei starke Stürmer, um in den entscheidenden Momenten das Tor schießen zu können.“

Grundsätzlich setzt Thum aber vor allem auf Simon Gegenheimer und Marion Fromberger. „Simon hat zwar bei der WM einen Fehler gemacht, der ihn die Titelverteidigung gekostet hat, aber insgesamt war er der stärkste und konstanteste Fahrer der vergangenen Saison. Und ihm traue ich auch 2023 wieder den WM-Titel zu.“

Ähnlich große Stücke hält der Teamchef auf Marion Fromberger. Die 22-Jährige ist bis zu ihrem schweren Sturz in Paris und dem damit verbundenen Saison-Aus auf Augenhöhe mit Gaia Tormena gefahren. „Marion kann mit ihrem Potenzial in den kommenden Jahren Weltmeisterin werden.“ Und dann sind da noch die beiden Südamerikaner Dann Noyola und Ricky Morales. Noyola ist in der vergangenen Saison ebenso aufs Podium gefahren, und Morales ist bei der Weltmeisterschaft in Barcelona hinter seinem Teamkollegen Gegenheimer Dritter geworden.

Drei weitere Top-Sprinter

„Ricky ist jetzt in der Lage, Weltcup-Rennen zu gewinnen“, sagt Thum. Der fünfte Sprinter im Team ist Nils Riecker. „Nils hat ein großes Potenzial, er ist aber noch ganz so weit, um im Weltcup ganz vorne reinzufahren.“ Das Ziel des 26-Jährigen müsse es sein, in der kommenden Saison Deutscher Meister zu werden“, sagt Steffen Thum.

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