Mountainbike-Weltcup in Aalen: Die Elite soll 2023 zurückkehren

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Kommt's 2023 zur Neuauflage? Wenn der Gemeinderat grünes Licht gibt, werden sich auch im kommenden Jahr wieder die weltbesten Mountainbiker in der Aalener Innenstadt duellieren.⋌Foto: Oliver Giers
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Organisator Steffen Thum plant bereits die Neuauflage des Rennens in der Aalener Innenstadt - und will das Event 2023 größer machen - und mehr Platz für Zuschauer schaffen.

Aalen

Steffen Thum hat 2022 Neuland betreten: mit dem UCI-Weltcup-Rennen der Sprinter in der Aalener Innenstadt. Und die Premiere hat beim Organisator Lust auf mehr gemacht. Weshalb jetzt die Planungen für eine Neuauflage im Jahr 2023 begonnen haben. Mit dem Ziel, das Event auszubauen. Wohl wissend, dass der Gemeinderat erst zustimmen muss. Das neue Konzept will Thum in Kürze vorlegen.

Viel Skepsis begleiteten die Vorbereitungen des ersten Mountainbike-Rennens in der Aalener Innenstadt. „Viele haben mich für verrückt gehalten, ein solches Event in den schmalen Gassen der Innenstadt zu veranstalten. Uns ist es dann aber gelungen, fast 15 000 Zuschauer in die Stadt zu holen, in der das Thema Radsport bislang null präsent war. Und wir haben es geschafft, die Kritiker zu überzeugen“, sagt Thum. Ein Rennen, das Jung und Alt begeistert hat, das sicher war, und das natürlich mit dem Lokalmatadoren Simon Gegenheimer vom Aalener Racingteam noch den idealen Gewinner hatte. Und deshalb sieht der Initiator „keinen Grund, warum der Aalener Gemeinderat einer Fortsetzung nicht zustimmen sollte“. Zumal der finanzielle Aufwand nicht zu groß gewesen sei. „Die Stadt Aalen hat ein Fünftel des Budgets übernommen, und zwar durch Sachleistungen“, sagt Thum und fügt hinzu: Stattdessen haben wir Investoren und damit Geldfluss nach Aalen gebracht.“

Und auch wenn das grüne Licht aus dem Rathaus noch fehlt, hat Thum schon genaue Vorstellungen, wie ein mögliches UCI-Rennen 2023 aussehen soll. „Ich möchte auf jeden Fall die Weltklassefahrer aus allen Nationen wieder in der Innenstadt haben. Das Flair dort ist einmalig“, sagt er. Allerdings schwebt dem Veranstalter vor, die Streckenführung leicht abzuändern. „Wir brauchen mehr Platz für die Zuschauer“, sagt der Inhaber der Sport-Eventfirma „LTE“, die das Rennen ausrichtet. Wo genau dieser Platz geschaffen werden soll, will Thum noch nicht verraten. Dafür, dass die Sprinter voraussichtlich nicht mehr direkt durchs Kneipenviertel fahren sollen. Wobei ihm wichtig, dass die Gastronomie rund um die Stadtkirche Teil der Veranstaltung bleibt. „Unser Plan ist, dass die Leute in den Cafés weiter Teil des Rennens sind und via Bildschirm das gesamte Rennen mitverfolgen können. Ohnehin wollen wir digitaler werden mit noch mehr Bildschirmen und die Zuschauer dadurch besser informieren.“

Ein Rennen für Amateure?

Was Steffen Thum außerdem anders machen will: das Event zeitlich ausbauen. „Ich könnte mir eine Bikewoche vorstellen.“ Höhepunkt soll natürlich das Profi-Rennen bleiben. „Wir wollen auf jeden Fall auch wieder ein Event für die Kinder anbieten, das ist mir sehr wichtig.“ Zusätzlich kann sich der Veranstalter etwas für die Amateur-Radsportler, die „wir durch die Premiere in diesem Jahr begeistern konnten“. Beispielsweise ein Hobbyrennen beim Aalbäumle. „Das ist aber alles noch nicht fix. Da sind wir in alle Richtungen offen.“ Eng abstimmen will sich der Organisator wieder mit der Stadt Aalen. Mit Oberbürgermeister Frederick Brütting und den beiden städtischen Mountainbike-Managern Simon Gegenheimer und Marion Fromberger.

Steffen Thum ist sich sicher, dass er auch 2023 wieder ein Mountainbike-Event anbieten kann, bei dem „alle Generationen Spaß haben werden“. Möglichst noch mehr als 2022.

Aalener Racingteam: Trainingsauftakt im November

Die Fahrer des Aalener Racingteams um Simon Gegenheimer und Marion Fromberger befinden sich derzeit im Urlaub.

Anfang November steigen die Mountainbiker aber wieder ins Training ein. Auch Fromberger, die nach ihrem schweren Sturz beim Weltcup in Paris noch eine Radpause einlegen muss.

In Abu Dhabi steht dann Mitte November ein Trainingslager auf dem Programm. Die ersten Rennen folgen Anfang Januar - voraussichtlich Straßenrennen in Amerika.

Der spektakuläre Rolltreppenstart für das Zeitfahren.
Musikalische Einlage vor den Rennen.

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