Mountainbike-Weltmeister Simon Gegenheimer: Erste Mission erfüllt

+
Simon Gegenheimer vom Aalener Racingteam hat den Gesamt-Weltcup gewonnen.

Der amtierende Weltmeister Simon Gegenheimer gewinnt den UCI-Gesamtweltcup im Sprint - und will jetzt beim der Weltmeisterschaft am 2. Oktober seinen Titel verteidigen.

Winterberg.

Spannender hätte es nicht sein können, beim letzten Rennen des Mountainbike Weltcups in Winterberg im Sauerland gewann der Aalener Simon Gegenheimer vor seinem engsten Verfolger Titouan Perrin-Ganier aus Frankreich den Weltcup im Mountain Bike-Sprint. Der 33-jährige amtierende Weltmeister krönt sich damit im Sprint zum Weltcupsieger 2022.

Es war erneut ein Herzschlagfinale beim letzten Rennen. Der Deutsche Felix Klausmann , Titouan Perrin-Ganier aus Frankreich und Simon Gegenheimer hatten in der Saison alle samt bereits einen Tagessieg, sie duellierten sich auch beim Weltcupfinale auf der Zielgeraden in Winterberg. Und es war erneut Simon Gegenheimer, welcher die Reifenbreite Vorsprung hatte, zum fünften Mal in diesem Jahr. Damit sicherte er sich den Gesamtsieg.

„Der Gesamtweltcup ist eine ganz besondere Auszeichnung. Sie ist nicht tagesformabhängig, sondern spiegelt die Leistung von dir und deinem Team über die gesamte Saison hinweg. Und wir sind die Nummer Eins, auf diesen Erfolg bin ich sehr stolz“, sagte Gegenheimer. Er fuhr auch in Winterberg auf einer matschigen Strecke extrem taktisch. Der Erfolg gibt dem amtierenden Weltmeister recht, doch für seine Fans und Zuschauer ist es jedes mal eine Zitterpartie. Auf den letzten 1000 Metern hatte er mehrfach die Möglichkeit in Führung zu gehen, doch er positionierte sich immer wieder im Windschatten, beziehungsweise ließ seine Konkurrenten vorbeiziehen, um nicht selbst das Tempo gestalten zu müssen. Erst auf der letzten Abfahrt setzte sich der Deutsche nahezu spielerisch an die erste Position.

Diese verteidigte er dann kraftvoll im darauffolgende Anstieg und auf der Zielgeraden. Am Ende war es eine perfekte Demonstration der Stärke Gegenheimers, taktisch, wie auch konditionell scheint er klar der schnellste Mountainbike des Jahres zu sein.

Dies wollen er und sein Mountainbike Racingteam jedoch noch einmal bei den Weltmeisterschaften in Barcelona am 2.Oktober unter Beweis stellen. Teamkapitän und jahrelanger Begleiter Gegenheimers Steffen Thum blickt voller Freude auf das Event in Spanien: „Ich bin sehr glücklich über unsere Saison. Wir haben mit Marion und Simon sieben Weltcupsiege in diesem Jahr eingefahren. Simon und ich haben seit acht Wochen diesen 2. Oktober im Blick, das Training ist mit vollem Fokus hierauf ausgerichtet. Ja, wir wollen erneut Weltmeister werden. Aber ich weiß, dass auch hier ein langer Weg zwischen Startlinie und Ziellinie ist. Das gesamte Racingteam gibt 100 Prozent und wir werden sehen was in Barcelona sein wird. Unabhängig davon ist diese Saison phänomenal für unser Team.“

Marion Fromberger war übrigens auch beim Weltcupfinale mit dabei, wenn auch nicht im Raddress. Die 21-Jährige wurde vergangene Woche, nach ihrem Sturz in Paris, zweimal operiert. Für Fromberger ist damit die Saison vorbei, in Barcelona kann sie nicht starten. Sie wurde aber dank ihrem Punktevorsprung beim Weltcupfinale für eine sehr starke Saisonleistung als Zweite im Gesamtweltcup geehrt. „Ich bin schon sehr traurig meine Saison mit Gipsarm und Beinschiene frühzeitig beenden zu müssen, dennoch bin ich sehr froh, dass es mir wieder besser geht. Ich habe zwei Weltcups gewonnen, bin Zweite im World Ranking und habe 2022 einen weiteren Schritt gemacht. Simon ist das perfekte Vorbild und ich weiß, dass man Ausdauer im Profiradsport braucht, sportlich als auch in Sachen Ehrgeiz und der grundsätzlichen Herangehensweise“, sagt die Weltcup-Zweite Marion Fromberger.

Nach ihrem schweren Sturz und zwei Operationen zumindest wieder auf dem Siegerpodest: Marion Fromberger (links) ist im Weltcup Gesamtzweite geworden.
Simon Gegenheimer vom Aalener Racingteam hat den Gesamt-Weltcup gewonnen.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare