Mountainbike-Weltmeister Simon Gegenheimer feiert vierten Sieg in Folge 

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Vierter Sieg in Folge: Simon Gegenheimer hat auch den Weltcup in Belgien gewonnen.
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Der Weltmeister vom Aalener Racingteam gewinnt auch das Rennen in Belgien. Marion Fromberger glänzt als Zweite.

Oudenaarde

Simon Gegenheimer ist derzeit das Maß aller Dinge im Sprint. Kurz nach einer Coronainfektion war der amtierende Weltmeister auch auf dem Kopfsteinpflaster der Flandernrundfahrt nicht zu stoppen und feierte in Belgien bereits seinen vierten Sieg in Folge. Das hat vor ihm noch kein Fahrer geschafft. „Ich bin mega happy“, sagt der 33-Jährige, der natürlich auch in der Weltcup-Gesamtwertung klar in Führung liegt. Den Triumph des Aalener MTB-Racingteams komplettierte Marion Fromberger, die auf den zweiten Rang fuhr.

„Ich habe gemerkt, dass mir nach der Coronaerkrankung noch die Spritzigkeit fehlt“, sagt Simon Gegenheimer. Und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Aber das war auf dem Kurs in Belgien nicht so wichtig.“ Denn: Die Strecke sei extrem taktisch gewesen. Eine Tatsache, die dem Routinier entgegen kommt. Und auch diesmal hat der Weltmeister seine Erfahrung ausgespielt. Bereits in der Qualifikation im Einzelzeitfahren belegte der Aalener Platz zwei. Und auch in den Heats hatte er seine Konkurrenzen im Griff und zog mühelos ins Finale ein. Dort begann die Taktiererei schon beim Start.

Gegenheimer und sein größter Rivale Titouan Perrin-Ganier hielten sich bewusst zurück, keiner wollte die Führung übernehmen. Dem Aalener gelang es, sich hinter dem Führenden Theo Hauser als Zweiter einzureihen und in dessen Windschatten Kräfte zu sparen. Rund 150 Meter vor dem Ziel setzte Gegenheimer zum entscheidenden Überholmanöver an und zog vorbei. Ein weiterer Schachzug: In der letzten 180-Grad-Kehre bremste er scharf ab, was danach einem Neustart gleichkam. „Ich wusste, dass ich dann die Kontrolle habe.“ Der Sieg war der vierte im fünften Rennen. „Simon fährt aktuell in einer Klasse für sich“, sagt Teamchef Steffen Thum.

Nicht weniger glücklich war Marion Fromberger, auch die Taktik der 21-Jährigen vom MTB-Racingteam ging voll auf. Sie ließ im Finale die Weltmeisterin Gaia Tormena ziehen, die beiden anderen Konkurrentinnen dagegen hielt sie sicher auf Distanz. „Anders als bei meinem Sturz in Aalen wollte ich kein Risiko eingehen und den zweiten Platz sicher ins Ziel bringen“, sagt Fromberger und fügt kämpferisch hinzu: „Ich bin Zweite im Gesamtweltcup und meine Zeit für Platz eins wird noch kommen.“

Ergebnisse Oudenaarde:

Männer: ⋌1. Simon Gegenheimer⋌2. Titouan Perrin-Ganier⋌3. Theo Hauser⋌Frauen:⋌1. Gaia Tormena⋌2. Marion Fromberger⋌3. Ella Holmegard

Gesamtwertung:⋌Punkte:Herren:⋌1. Simon Gegenheimer⋌3022. Titoun Perrin-Ganier⋌2273. Quentin Schrotzenberger⋌130Frauen:1. Gaia Tormena⋌4042. Marion Fromberger⋌2273. Marcella Lima Matos⋌190

Nächste Stationen: Türkei, Indonesien, Indien

Es geht nun Schlag auf Schlag weiter im Weltcup. Bereits am Sonntag steht das Rennen in Istanbul an, die Woche darauf in Indonesien, dann auf 3600 Metern Höhe in Indien und danach am Trocadéro in Paris.

„Diese Weltreise wird ganz klar eine Vorentscheidung über den Gesamtweltcup herbeiführen. Wir haben einen klaren Plan“, sagt Marion Fromberger.

Unwahrscheinlich ist, dass Simon Gegenheimer diese Rennen alle absolviert. „Wir sind nicht blind, beobachten unsere Gegner und werden in den kommenden Wochen Simon nicht jede Aufgabe und Reise zumuten“, sagt Teamchef Steffen Thum zur Planung.⋌alex

Starker Auftritt in Belgien: Marion Fromberger fährt auf den zweiten Platz.

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