Mountainbike-Weltmeister Simon Gegenheimer: Nach Corona zum vierten Sieg?

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Nach einer Coronainfektion wieder voller Tatendrang: Simon Gegenheimer vom Mountainbike-Racingteam Aalen will den vierten Sieg in Folge. Allerdings fühlt sich der Weltmeister nach einhalwöchiger Zwangspause noch nicht bei 100 Prozent.
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Der Weltmeister ist noch nicht ganz fit. Marion Fromberger will vorne angreifen.

Oudeaard. Drei Wochen nach dem Heimrennen geht's für das Aalener Racingteam im Sprint-Weltcup weiter. Marion Fromberger und Simon Gegenheimer wollen am Sonntag (ab 14 Uhr) im belgischen Oudeaard wieder eine Topplatzierung, wobei der Weltmeister und Weltcup-Führende einen Rückschlag verkraften muss. Reicht's trotzdem für den vierten Sieg in Folge?

Die Fahrer des Racingteams waren vergangene Woche in Timisoara am Start. Um Weltcup-Punkte ging's dabei nicht, vielmehr war es ein Showrennen zur Werkseinweihung des Radherstellers Corratec in Rumänien. Wobei es nicht nur Show war, sondern auch eine sehr gute Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. Ein Großteil des Weltelite war am Start, und Simon Gegenheimer landete am Ende auf Rang zwei. „Völlig unbedeutend“ sei die Platzierung gewesen, vielmehr hat der Weltmeister testen können, was aktuell geht. Denn: Der 33-Jährige, der die vergangenen drei Weltcuprennen für sich entschieden hat, lag nach dem Heimrennen in Aalen flach. ,Diagnose: Corona. „Ich saß eineinhalb Wochen nicht auf dem Rad“, sagt Gegenheimer. Und er fühle sich auch jetzt noch nicht bei 100 Prozent. Dennoch: Die Zielsetzung für Sonntag ist klar. „Ich bin so gut in Form und so motiviert, dass ich natürlich wieder um den Sieg mitfahren möchte.“ Dass die Nachwirkungen der Infektion ihm einen Strich durch die Rechnung machen, kann er nicht abschließend bewerten. „Sicherlich ist das noch in meinem Kopf präsent, aber ich bin eher der Typ, der das schnell ausblenden kann, wenn ich in den ersten Heats gut reinkomme.“ Oder anders formuliert: „Für mich ist es am Sonntag wichtig, dass ich gut reinkomme. Dann ist alles möglich.“

Jagd auf die Weltmeisterin

Das erhofft sich Teamkollegin Marion Fromberger, die in Aalen nur wegen eines Sturzes im Finale das Podium verpasst hat. „Ich wollte da vielleicht zu viel, aber es ist schön zu wissen, dass ich um den Sieg mitfahren konnte“, sagt die 21-Jährige. Und mit diesem Selbstvertrauen will Fromberger auch das Rennen in Belgien am Sonntag angehen und erneut Jagd machen auf die Weltmeisterin Gaia Tormena, der sie schon in Aalen dicht im Nacken saß. „Ich möchte am Sonntag wieder ganz vorne mitfahren und auf jeden Fall aufs Podium kommen. Am liebsten natürlich gewinnen ...“, sagt Fromberger, die ebenso wie Gegenheimer Mountainbike-Manager in Aalen ist.

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