S'Muffigele war nicht alloi

  • Weitere
    schließen
  • schließen

184 Teilnehmer nahmen trotz Nieselregens am Hüttlinger Spendenlauf "S'Muffigele rennt alloi" teil. 1250 Euro für den Aalener Tafelladen.

Nicht auszudenken, wie viele gekommen wären, wenn das Wetter mitgespielt hätte. 184 Läufer, Walker, Wanderer und Radfahrer war der Nieselregen am Samstag egal. Sie waren dabei beim Hüttlinger Spendenlauf "S'Muffigele rennt alloi". "Dass so viele kommen würden, hätten wir nicht gedacht, als wir die dunklen Wolken am Himmel sahen. Für uns ist das ein Riesenerfolg", freute sich Franz Vaas mit dem gesamten Organisationsteam der Läufergruppe des TSV Hüttlingen. Seinem Rathauschef und Schirmherrn der Veranstaltung, Bürgermeister Günter Enssle, durfte der Hüttlinger Hauptamtsleiter die Kunde von einer Spendensumme über stolze 1250 Euro übermitteln, die der Verein "Aalener Tafel – Kocherladen e.V." erhalten wird.

Die Idee, den Läufern der Region eine "coronagerechte" Alternative für die abgesagten Muffigelläufe zu bieten, ist voll aufgegangenen. "Es war gab ja bisher noch keine Möglichkeit zu laufen. Da nimmt man so etwas gerne an", sagte Edmund Hetzel vom LAC Essingen, als er zusammen mit seinem Lauffreund Ernst Wolf seinen Obolus in die Spendenkasse am Wegkreuz bei Seitsberg steckte. "Ich habe in diesem Jahr ja schon so viel Startgeld gespart. Die Spende ist ja für eine gute Sache."

An allen drei Wegkreuzen (bei Seitsberg, Mittellengenfeld und Wagenrain), die zur freien Auswahl als Anlaufstellen dienten, hatten die Organisatoren "Opferstöcke" aufgestellt, in die die Teilnehmer am Samstag zwischen 16 und 19 Uhr eine Spende einwerfen konnten.

Susanne Rathgeb war nicht die Erste, die bereits kurz nach 16 Uhr am Wegkreuz bei Wagenrain, wo Franz Vaas und Nicole Holl die Teilnehmer begrüßten, ihre Spende abgab. Zusammen mit Steffi Pfisterer hatte sie sich auf den Weg gemacht, um auf ihrer 17 km langen Rundtour über Mittellengenfeld, Neuler und das Schlierbachtal alle drei Stationen anzulaufen. Julia Stark, die fast gleichzeitig mit dem Rad dort eingetroffen war, wählte die entgegengesetzte Richtung. "Dann begegnen wir uns noch einmal."

Ich habe in diesem Jahr ja schon so viel Startgeld gespart.

Edmund Hetzel Läufer des LAC Essingen

Meist in Zweigruppen – mit gebührendem Abstand – , aber auch als drei oder vierköpfige Familie waren die Läufer, Walker und Radler unterwegs. "Ich find's klasse. Jeder kann hier ohne Druck sein eigenes Tempo wählen", fand Sonja Sagemüller aus Fachsenfeld gut, die mit ihrem Mann Rainer am Wegkreuz bei Seitsberg vorbeikam, wo Markus Angstenberger sich über eine rege Läuferbeteiligung freute. Auch LAC Essingens Vorstandsmitglied Rainer Strehle war dort mit Frau Andrea anzutreffen.

Sie alle lobten die Idee der Hüttlingen Muffigellauf-Organisatoren Franz Vaas, Nicole Holl, Markus Angstenberger und Thomas Ilg, eine solche Laufalternative zu initiieren.

Und als am Abend bei Wagenrain zunächst eine Oma mit ihrem Enkel auf dem Fahrrad und dann die Mutter mit der erst zweijährigen Tochter (auf dem Laufrad) bei Wagenrain ihre Spende einwarfen, um wieder nach Hofen zurückzukehren, waren es 132 Läuferinnen und Läufer, 26 Wanderer/Spaziergänger, 13 Walker und 13 Radfahrer, die die Anlaufstellen des "S'Muffigele rennt alloi" angesteuert hatten. Die Spende an den Aalener Tafelladen wird demnächst übergeben.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL