Nach dem Elferdramaist vor Bonlanden

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Mirko Doll

Der TSGV Waldstetten erwartet in der dritten Runde des Pokals wieder einen Ligarivalen.

Waldstetten. Die rund 200 Zuschauer am Mittwochabend haben etwas geboten bekommen in der zweiten Runde des Pokals. Nach 0:2-Rückstand erkämpfte sich der TSGV Waldstetten gegen den Landesligarivalen nach 90 Minuten noch ein 2:2. Da es in der Verlängerung schließlich keine weiteren Tore zu bestaunen gab, musste das Elfmeterschießen herhalten, in dem die Mannschaft von Mirko Doll das glücklichere Ende hatte.

An diesem Samstag (15.30 Uhr) bereits treten die Waldstetter – erneut daheim – gegen einen weiteren Ligarivalen an. Zu Gast sein wird der SV Bonlanden, der stets zu den Favoriten in dieser Liga zählt. Doll sah das Weiterkommen als gerechtfertigt an, wenn man die gesamten 120 Minuten zugrunde legt. Wenngleich die Oberensinger speziell in der Verlängerung noch einmal die zweite Luft haben aktivieren können. „Wir hatten zwischendurch unsere Linie verloren, aber alles, was dazwischen lag, fand ich richtig stark“, lobte Doll sein Team. „Über weite Strecken war es ein Spiel auf ein Tor.“

Bereits vor dem Pokalspiel und damit dem ersten Pflichtspiel in dieser Saison für den TSGV heimste Ivo Braun, der in der vergangenen Saison aus der eigenen Jugend kam, ein Sonderlob ein. Dieses verunsicherte den 20-Jährigen aber nicht etwa – im Gegenteil. Vor allem in der zweiten Halbzeit war er es, der maßgeblich dazu beitrug, dass sich die Löwen noch zurückkämpfen konnten. Der Linksfüßer bereitete zunächst mit einer mustergültigen Flanke von der rechten Seite und mit seinem rechten Fuß den Anschlusstreffer vor, ehe er fünf Minuten später Neuzugang Liridon Elezaj mit einem Schnittstellenpass bediente, so dass dieser den Ausgleich markieren konnte. Elezaj zählte neben Braun zu den auffälligsten Akteuren, die aus einem guten Kollektiv trotz einiger Verletzungssorgen herausstachen. Nahezu an jeder Offensivaktion war der neue Mann aus Donzdorf beteiligt. Während Doll ausdrücklich den Charakter der Mannschaft lobte, gefielen ihm natürlich nicht die Gegentreffer, bei denen die Waldstetter Hintermannschaft gleich zwei Mal nicht im Bilde gewesen ist. Hierauf wird man gegen Bonlanden sicher noch einmal etwas näher draufschauen, wenngleich kaum Zeit ist, um sich auf das samstägliche Spiel vorzubereiten. Aber das hat der TSGV mit seinem kommenden Gegner gemein, der sich parallel mit 3:1 gegen den TSV Neu-Ulm durchsetzen konnte – und dadurch zumindest einmal 30 Minuten weniger in den Knochen hat. Auch der SVB musste einen Rückstand umbiegen, lag er doch zur Pause noch mit 0:1 zurück.

Doch nicht nur in der Defensive sieht Doll noch Steigerungspotenzial, auch vorne fehlte ihm in einigen Situationen die nötige Durchschlagskraft. Wäre die vorhanden gewesen, so Doll, dann wäre man sicherlich in der Lage gewesen, diese Partie bereits in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Dazu haben seine Jungs gleich an diesem Samstag abermals die Chance dazu.

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