Nach starken 20 Minuten: TSB Gmünd verliert Faden und Spiel

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Der TSB Gmünd (in blau/schwarz) verlor knapp gegen den TuS Schutterwald.
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Nach einer tollen Anfangsphase verlieren die „Jets“ zuhause gegen den TuS Schutterwald mit 24:25 (11:10). TSB-Trainer Dragos Oprea vermisst Disziplin und Konsequenz.

Schwäbisch Gmünd

Während die „Jets“ sich am Ende der Partie fragten, wie sie dieses Spiel in eigener Halle aus der Hand geben konnten, gelang dem TuS Schutterwald der Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Knapp unterlagen die Männer von TSB-Trainer Dragos Oprea mit 24:25 gegen die Gäste. „Das ist sehr ärgerlich“, sagte der TSB-Coach nach dem Schlusspfiff. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass es ein kampfbetontes Spiel wird. Das haben wir in den ersten zwanzig Minuten gut gemacht.“

Dabei ist „gut“ noch untertrieben. Obwohl den Gästen mit der ersten guten Aktion in der 1. Minute direkt die 1:0-Führung gelang, ließen sich die Hausherren dadurch sowie von einem verworfenen 7-Meter durch Marian Rascher (2.) nicht beirren. Nicola Rascher, der einen Sahne-Tag erwischte (bester TSB-Schütze mit 8 Toren) übernahm fortan die Verantwortung bei Strafstößen und erzielte den 1:1-Ausgleich (3).

Dann legten die Gmünder los und spielten sich in einen Rausch. Angriffe des TuS verpufften ins Nichts oder kamen am kaum durchdringbaren TSB-Abwehrwall nicht durch. Neben Nicola Rascher drehte auch Wolfgang Bächle (zweitbester Schütze mit 7 Toren) über die rechte Flanke auf. Die „Jets“ erspielten sich mit 9:4 einen verdienten 5-Tore-Vorsprung (19.).

TSB-Vorsprung schmilzt dahin

Doch nach dem anschließenden Time-Out der Gastgeber, verlor das Oprea-Team den Faden. Zudem musste auch noch Philipp Schwenk nach einem Zusammenprall behandelt und ausgewechselt werden (21.) „Philipp hat was am Knie“, so der TSB-Trainer. Für Schwenk war das Spiel vorbei - der TSB hingegen versuchte in der Begegnung zu bleiben, musste aber zusehen, wie die körperlich robusten Schutterwald-Riesen den bequemen Vorsprung zunichtemachten. So schmolz die TSB-Führung durch den letzten Treffer im ersten Durchgang - einem wuchtigen Wurf von TuS-Spieler Daniel Heppner - auf 11:10 (27.). Der Pausenpfiff kam drei Minuten später genau richtig für die Heimmannschaft.

„Wir haben nach der 20. Minute angefangen, uns nicht mehr an unsere Absprachen zu halten“, analysierte Dragos Oprea den ersten Durchgang. „Wir haben irgendwelche Experimente mit Pässen gemacht und nicht diszipliniert gespielt. Mit Disziplin und Konsequenz haben wir 30 Punkte in der Saison geholt. So aber haben wir den Gegner wieder ins Spiel kommen lassen. Das ist einfach schade.“

Nach Wiederanpfiff kam der TuS Schutterwald immer besser ins Spiel, doch die „Jets“ fighteten und wollten ihre Führung behaupten. Dies gelang durch sehenswerte Angriffe, meist über die rechte Seite und eiskalt verwandelten 7-Meter-Würfen, doch die anfängliche „Jets“-Mauer bröckelte und war längst nicht mehr so stabil wie zu Beginn.

Trotz eines glänzenden TSB-Keepers Mühleisen, kippte die Begegnung zu Gunsten der Gäste. Der Treffer des bulligen Johannes Silberer in der 45. Minute sorgte dafür, dass die Gäste erstmalig seit der 1. Minute mit 19:18 wieder vorne lagen.

Bächles Dreierpack zur Führung

Der TSB raffte sich zusammen und glich immer wieder aus. Das Oprea-Team schöpfte neue Energie - allen voran Wolfgang Bächle, der mit seinem Dreierpack zwischen der 50. und 54. Minute dafür sorgte, dass die „Jets“ das Spiel abermals zum 23:22 drehten. Dies war der Auslöser für Schutterwald eine Auszeit einzufordern. Die taktische Maßnahme zeigte sofort Wirkung: Langenbacher netzte im Fallen ein (55.) und Strosack wuchtete den Ball unter den Querbalken von Mühleisens Tor zum 23:24 aus TSB-Sicht (56.). Angepeitscht durch die Zuschauer gelang dem TSB noch mal der Ausgleich, doch sollte TuS-Spieler Morris Strosack mit seinem Treffer in der 58. Minute für den Endstand sorgen.

„Ich will nach so einem Spiel nicht anfangen, mit dem Hammer auf die Mannschaft zu hauen“, so Oprea. „Wir spielen eine überragende Saison. Jetzt haben wir am Donnerstag mit Weinsberg unsere nächste Aufgabe.“

TSB: Daniel Mühleisen; Nicola Rascher (8/5), Wolfgang Bächle (7), Jonas Waldenmaier (3), Eric Zimmermann (2), Tom Abt (2), Patrick Watzl (1), Marian Rascher (1), Christian Waibel, Philipp Schwenk, Sven Petersen, Stephan Mühleisen

Wir haben nicht diszipliniert gespielt.“

Dragos Oprea, Trainer TSB Gmünd
Der TSB Gmünd (in blau/schwarz) verlor knapp gegen den TuS Schutterwald.
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Dragos Oprea, Trainer TSB Gmünd
Der TSB Gmünd (in blau/schwarz) verlor knapp gegen den TuS Schutterwald.
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