Nächste Hiobsbotschaft: Djibril M'Bengue hat auch Corona

+
Djibril M'Bengue (Mitte) hat's nun auch erwischt. Der Ex-Spieler des TSB Gmünd ist bei der EM ebenso positiv auf Corona getestet worden und muss in Quarantäne.
  • schließen

Handball, Europameisterschaft Nach Kai Häfner hat es auch den zweiten Ex-Spieler des TSB Gmünd erwischt. Der 29-Jährige wird am Mittwoch positiv getestet und fällt ebenso aus.

Schwäbisch Gmünd / Bratislava

Die Hiobsbotschaften aus Bratislava nehmen kein Ende: Zwei Tage nach Kai Häfner ist auch Djibril M'Bengue positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steht am Donnerstag im ersten Hauptrundenspiel gegen Spanien (Anpfiff: 18 Uhr) kein ehemaliger Spieler des TSB Gmünd mehr im Aufgebot von Deutschland. Das allerdings rückt ohnehin in den Hintergrund.

Trotz Nachnominierungen: Den deutschen Handballern stehen am Donnerstag gegen Spanien nur noch 13 Handballer zur Verfügung. Denn: Am Mittwoch gab's die nächsten Coronafälle:_ Neben M'Bengue wurden auch Sebastian Heymann, Christoph Steinert sowie ein Mitglied des Funktionsteams positiv auf das Virus getestet. Djibril M'Bengue ist damit ebenso wie Häfner in einem Einzelzimmer im Mannschaftshotel in Isolation. Bundestrainer Alfred Gislason hat das Training am Mittwochnachmittag nur noch auf freiwilliger Basis abgehalten. „Das ist, was wir am meisten gefürchtet haben - aber durchaus auch das, womit man rechnen musste“, sagte HBL-Präsident Uwe Schwenker in einem Interview. Und: „Es macht keinen Sinn, jeden Tag drei bis fünf Spieler aus der Bundesliga nachzunominieren, wenn neue Fälle auftreten.“ Sogar ein Rückzug der Mannschaft stehe zur Debatte.

Kai Häfner liegt seit Montag flach. Wie Vater Wolfgang Häfner sagt, geht es dem 32-Jährigen gesundheitlich nicht gut. „Ihn hat das volle Corona-Programm erwischt.“ Wie es unterdessen dem zweiten Ex-Gmünder geht, ist nicht bekannt. M'Bengue ist in seinem Einzelzimmer abgeschottet und hat sich bislang nicht zu seinem Gesundheitszustand geäußert.

Wolfgang Häfner, einst selbst Trainer des TSB Gmünd, hatte am Dienstag noch vermutet, dass Neuling Djibril M'Bengue in der Hauptrunde mehr Einsatzzeiten bekomme könne. „Djibi ist der richtige Mann, wenn nichts mehr geht. Er ist derjenige, der mit seinen Hämmern aus 12 Metern für die einfachen Tore sorgen kann.“

Gerade gegen Spanien wäre das eine wertvolle Waffe für Deutschland gewesen.

Das haben wir am meisten gefürchtet.“

Uwe Schwenker, HBL-Präsident

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare