Nesslauer noch nicht abgestiegen

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Entscheidungstag in der 2. Bundesliga Luftpistole zwischen der Skam Aalen-Nesslau und dem SSV Sandhausen.
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Die Singvogel-Truppe besiegt zunächst im Stechen den Spitzenreiter Sandhausen und bezieht dann eine 0:5-Klatsche gegen Walldorf. Jetzt in Relegation.

Mit Niederlage vielleicht rechnen können.“

Erwin Singvogel, Trainer der Neßlauer Schützen

Abtsgmünd-Laubach

Zwischen“ Himmel und Hölle“ kann man das Drama nennen, das sich beim abschließenden Heim-Wettkampf für die Neßlauer Schützen im Schützenhaus Laubach abspielte. Im aller ersten Match am Sonntagmorgen den Spitzenreiter SSV Sandhausen im Stechen mit 3:2 besiegt, am späten Nachmittag in der Partie der Tabellennachbarn 6 und 7 gegen den SV Walldorf mit 0:5 untergegangen. Teamchef Erwin Singvogel war sichtlich bedient: “Mit einer Niederlage hat man vielleicht rechnen können, aber nicht in dieser Höhe.“ Aber noch ist das Neßlau-Team nicht abgestiegen: Mit Pforzheim und Walldorf gemeinsam bestreitet es am 19. Februar Relegationswettkämpfe gegen den Abstieg in Pforzheim.

Im schmucken Laubacher Schützenhaus konnten die Hausherren gegen die Gäste aus Nordbaden gut mithalten. Zwar verloren Monika Kleiser (34), die Tochter des Teamchefs und Michael Weckert wegen kleiner Konzentrationsschwächen die beiden ersten Matchs mit 363:370 und 361:372 Ringen gegen Dominik Roller und Robert Pfütze, hatten im 40 Schuss-Wettbewerb aber auch 95 und 93 Ringe drin. Der 38-jährige Zerspanungsmechaniker Thomas Singvogel, Sohn von Erwin Singvogel verkürzte dann mit einer eindrucksvollen Serie 92, 95, und zweimal 90 Ringen und insgesamt einem 367:361-Sieg gegen Jochen Rübing auf 1:2.

Auch Andreas Stock war nahe dran an einem Erfolg, doch bei einer Dreier-Serie von 90ern war auch eine „89“ dabei – somit 362:362 Gleichstand gegen Sascha Nikolaus. Sollte die Nummer 5 Frank Krauß eine Überraschung, gelingen, würde es ein Stechen über den Gesamtsieg einer Mannschaft geben. Denn halbe Sachen gibt es beim Schießen nicht. Es kam wie es kommen musste, Der 44-jährige KfZ-Sachverständige hielt mit einer guten Leistung seinen Gegner in Schach und siegte mit 358:352 gegen Stefan Edelmaier – 2:2. So musste ein Stechen zwischen Stock und Nikolaus die Entscheidung bringen. Beim ersten Schuss beider Kontrahenten leuchtete zweimal die „9“ auf, beim zweiten traf Stock nochmals die „9“, sein Gegner nur eine „72“ – Neßlau feierte seinen 3:2-Erfolg über den Spitzenreiter. Dieser verlor gegen Ötlingen auch sein zweites Schießen an diesem Tag, behielte aber die Tabellenführung endgültig.

Für Neßlau schien also die 2. Begegnung am Nachmittag gegen den punktgleichen Nachbarn SV Walldorf (beide 4:6) eine Formsache zu sein, zumal die Nordbadener am Vormittag gegen Ötlingen mit 1:4 verloren hatten. Doch irgendwie war die Luft bei den Aalener Weststädtern raus, sie wirkten gehemmt und nicht bei der Sache. Das Ergebnis war eine 0:5-Klatsche, in der sich die einzige Schützin Kleiser mit einer 90-Serie noch am besten hielt, aber auch mit 364:368 Ringen gegen Marcel Jung unterlag. Die anderen Aalener Ergebnisse: Michael Weckert verlor mit 359:372 gegen Konstantin Günther, Thomas Singvogel mit 367:373 gegen Stefanie Friedrich, Andreas Stock mit 358: 361 gegen Pascal Gruber und Frank Krauß mit 356:363 gegen Karsten Quintel. Jetzt hoffen sie alle auf die Relegation, die sie vor dem Abstieg aus der 2. Bundesliga retten soll.

Entscheidungstag in der 2. Bundesliga Luftpistole zwischen der Skam Aalen-Nesslau und dem SSV Sandhausen.
Entscheidungstag in der 2. Bundesliga Luftpistole zwischen der Skam Aalen-Nesslau und dem SSV Sandhausen.
Entscheidungstag in der 2. Bundesliga Luftpistole zwischen der Skam Aalen-Nesslau und dem SSV Sandhausen.
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