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Noch kein Urteil im Fall Uwe Wolf

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Uwe Wolf, Chef-Trainer VfR Aalen, steht am Spielfeldrand, Die Herren-Mannschaften aus Aalen und Mainz spielen in der Ostalb Arena in Aalen gegeneinander, VfR Aalen vs TSV Schott Mainz, Fussball, Maenner, Regionalliga Suedwest, 2. Spieltag, 21.08.2021 Fot
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Alexander Haag über einen emotionalen VfR Aalen Trainer und treffsichere Torjäger.

Noch gibt's kein Urteil. Die Regionalliga Südwest hat bislang nicht entschieden, ob Trainer Uwe Wolf vom VfR Aalen für seinen fragwürdigen Auftritt im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart II (2:1) bestraft wird. „Der Strafantrag wurde zunächst zurückgezogen“, sagt Giuseppe Lepore. Wobei der Geschäftsführer klarstellt, dass das Verfahren damit nicht beendet sei. „Die Regionalliga hat noch einmal eine Stellungnahme vom Verein eingefordert.“ Danach werde es eine Entscheidung geben.

Rechnet der VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore tatsächlich mit einer Strafe für seinen Trainer Uwe Wolf, der im Gazi-Stadion mehrfach die gegnerischen Fans provoziert hat? „Ich kann es nicht sagen, ich habe kein Gefühl dafür“, sagt Lepore, der aber verständlicherweise zurückhaltend ist angesichts des schwebenden Verfahrens. Beim jüngsten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt (1:0) hat Wolf übrigens den Rat seines Vaters beherzigt: „Mach' mal den Wolf im Schafspelz“ habe dieser kürzlich gesagt. Und der Trainer war an der Seitenlinie tatsächlich ungewohnt zurückhaltend ...

Die Würzburger Kickers haben ihren Trainer entlassen. Wieder einmal. Torsten Ziegner war bereits der fünfte Übungsleiter, den der Drittligist innerhalb eines Jahres gefeuert hat. Zuvor erwischte es Ralf Santelli (nach 89 Tagen), Bernhard Trares (143 Tage), Marco Antwerpen (41 Tage) und Michael Schiele. Der ehemalige Co-Trainer des VfR Aalen war der bislang Letzte, der es länger ausgehalten hat in Würzburg. Von Oktober 2017 bis September 2020 hatte der Dorfmerkinger, der inzwischen Eintracht Braunschweig coacht, das Sagen und schaffte sogar den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Jetzt setzt der erneut abstiegsbedrohte Verein vorerst auf eine Doppellösung: mit Dieter Wirsching und einem weiteren Ex-Aalener: Sebastian Neumann.

Das war eine echte Ansage: Nicholas Reiter war mit seinem Fünferpack der herausragende Mann beim 16:0-Sieg des Kösinger SC bei der SV Eintracht Kirchheim II. Vier Treffer erzielte der Angreifer bereits in den ersten 45 Minuten: das 2:0, 3:0, 4:0 und 5:0. Benötigt hat er dazu exakt 31 Minuten. Kurz vor dem Schlusspfiff traf Reiter noch einmal zum 15:0. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Torjägerliste der Kreisliga B IV. Nicholas Reiter führt diese jetzt mit 14 Treffern nach sieben Spieltagen souverän an. Dahinter folgen Dean Ibrahim (DJK Nordhausen-Zipplingen), Reiters Teamkollege Andreas Waldsauer und Massimiliano Porcari (FC Schloßberg), die jeweils acht Treffer auf ihrem Konto haben.

Wesentlich enger geht's in der Kreisliga B III zu. Dort führt Julian Brendle vom FC Röhlingen mit 9 Treffer die Torjägerliste an. Ihm im Nacken sitzen Timo Ziegler (SV Jagstzell) mit 8 und Heiko Drechsler (TSG Hofherrnweiler III) mit 7 Treffern. Dahinter folt ein Quartett mit 5 Toren: Ali Basaran (SG Neunheim), Jens Eisele (Union Wasseralfingen II), Marius Kopp (SG Neunheim) und Sebastian Palm (Röhlingen).

Das wohl spektakulärste Tor ist zuletzt Jeremy Ulmer gelungen - und dank dieses Treffers gegen den SV Pfahlheim durfte der Angreifer der Union Wasseralfingen im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF an der Torwand antreten. „Drei unten, drei oben“ hieß es am späten Abend. Der Gegner: Sportdirektor Sven Mislintat vom VfB Stuttgart. Die beiden trennten sich am Ende unentschieden. Ulmer und Mislintat versenkten je einen Ball.

Alexander Haag

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