Normannia: Joker Tim Grupp sticht

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Die Normannia gewinnt dank Geduld und einem Traumtor von Tim Grupp mit 1:0 gegen den VfL Sindelfingen
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Gegen defensive Sindelfinger gelingt der Gmünder Normannia am Mittwochabend nur ein knapper 1:0-Erfolg.

Schwäbisch Gmünd.

Es gab lange keine Mannschaft mehr im Gmünder Schwerzer, die so mauerte, wie am Mittwochabend der VfL Sindelfingen im Verbandsligaspiel bei der Gmünder Normannia. Gegen faktisch zwei Fünferketten de Gäste, die sich am eigenen Strafraum aufgebaut hatten, mühten sich die Gmünder lange, um zum Torerfolg zu kommen. Am Ende bescherte die Normannia ihren Cheftrainer Zlatko Blaskic zu seinem 40. Geburtstag dennoch einen 1:0-Erfolg. Eine Minute nach seiner Einwechslung erzielte Tim Grupp das Tor des Abends.

Gut gelaunt liefen die Akteure der Normannia aufs Spielfeld. Und die Zuschauer waren es auch. Jugendliche der Normannia bildeten vor dem Anpfiff auf dem Rasen eine 40er-Formation und Coach Zlatko Blaskic durfte sich auf der Terrasse des Barmer-Forums ein Geburtstagsständchen abholen.

Was er anschließend auf dem Feld sehen sollte, davon war der FCN-Cheftrainer dann allerdings zunächst nicht begeistert. Während sich die Gäste von der ersten Minute an in der Defensive positionierten, mühten sich die Normannia-Akteure zunächst vergebens, den Abwehrriegel der Gäste zu knacken. Zwar sahen die Zuschauer durchaus ein gefälliges Spiel. Es war aber zu drucklos und ohne Durchschlagskraft, um sich zwingende Torchancen erarbeiten zu können.

Im Gegenteil. Beinahe effektiver waren die Gäste, die nach langatmigen 22 Minuten erstmals gefährlich aufs Gmünder Tor zusteuerten. Deren Spielgestalter Endrit Syla hatte seinen Sturmkollegen Felix Franke steil geschickt, dem allerdings der weit aus seinem Tor herausgeeilte Normannia-Keeper Yannick Ellermann zuvorkam.

In der 29. Minute erneut Riesenglück für die Normannia, als Sascha Häcker das Leder nur einen Schritt vor dem FCN-Gehäuse nicht darin unterbrachte. Dazwischen strich ein Kopfball von Normannia-Abwehrspieler Christian Heinrich übers Gebälk.

Erst als die Fans mit den Gedanken schon beinahe in der Halbzeitpause waren, zeigte die Normannia Biss. Marvin Gnaase hätte in der 42. Minute besser daran getan, selbst abzuschließen, anstatt den Ball dem schlechter postierten Alexander Aschauer zuzuschieben. Und als bereits die Nachspielzeit der ersten Hälfte lief, forderte Aschauer den gegnerischen Keeper mit einem Kopfball, der in Richtung Lattenkreuz der Sindelfinger unterwegs war.

„Wir wussten, dass es ein Geduldsspiel werden wird. Aber wir waren in der ersten Halbzeit viel zu behäbig“, konstatierte Normannias Sportlicher Leiter Stephan Fichter nach der Partie.

Genau das musste Blaskic seinen Jungs bei Halbzeit auch gesagt haben. Die Normania verschärfte ihr Powerplay nach dem Wiederanpfiff. Die Chancen mehrten sich. Zunächst jedoch ohne Erfolg.

Doch der Joker stach. Der gerade eingewechselte Tim Grupp stand noch nicht einmal eine Minute auf dem Feld, als er eine Flanke von Angelos Sanozidis im Strafraum annahm und mit seinem ersten Ballkontakt das Leder geradewegs zur 1:0-Führung in die Maschen donnerte.

Die Normannia versäumte es im Anschluss, den Sack zuzumachen und durfte sich in der dritten Minute der Nachspielzeit bei ihrem Schlussmann und Kapitän Ellermann bedanken, dass er einen Freistoß von Syla per Glanztat zur Ecke lenkte und damit den 1:0-Erfolg der Normannia sicherte.

„Wir haben es versäumt, das 2:0 zu machen“, sagte ein glücklicher Torschütze Tim Grupp. Und fügte lächelnd hinzu: „Ein 1:0 gibt auch drei Punkte.“ Eine Erkenntnis, die Geburtstagskind Zlatko Blaskic an diesem Abend gerne teilte.

Normannia: Ellermann - Sanozidis, Körner, Heinrich, Iatan - Kianpour, Gnaase (88. Fossi) - Ibrahim (89. Falcone), Molinari - Aschauer, Bauer (67. Grupp).

Tor: 1:0 Grupp (68.)

Schiedsrichter: Max Angenendt (Asch-Sonderbuch)

Gelbe Karten: Aschauer, Kianpour, Grupp

Zuschauer: 150

„Ein 1:0 gibt auch drei Punkte.“

Tim Grupp, Mittelfeldspieler der Normannia
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