Nürnberg bleibt in der 2. Liga - Heidenheim auch?

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Jubel beim 1. FC Nuernberg, nach dem 3:1-Sieg gegen Heidenheim. Enrico Valentini (rechts) nimmt die Glückwünsche von Marc Schnatterer und Denis Thomalla entgegen.
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Enrico Valentini & Co. sichern sich mit einem 3:1-Sieg gegen den FCH den Klassenerhalt.

Nürnberg. Der Club bleibt Zweitligist. Die Fans des 1.FC Nürnberg feierten nach dem 3:1-Sieg gegen Heidenheim den Klassenerhalt. Nach zwei Niederlagen in Folge, die die Heidenheimer mit der 0:2-Niederlage am Mittwoch gegen Spitzenreiter Bochum und dem 1:3 am Samstag in Nürnberg hinnehmen mussten, schwinden bei den Anhängern der Brenztäler die zuvor genährten Hoffnungen, vielleicht auch am Ende dieser Saison wieder über die Relegation noch in das Rennen um den Bundesliga-Aufstieg einsteigen zu können.

Doch wer sich an die letzte Spielzeit erinnert, weiß, wie verrückt gerade die letzten Spieltage im Fußball laufen können. Auch wenn es den Anschein hat, als ob sich der HSV auf den letzten Metern erneut aus dem Aufstiegsrennen verabschieden sollte, so scheinen die Störche von Holstein Kiel aufgrund ihrer Nachholspiele momentan am ehesten in der Lage zu sein, auf Platz drei zu springen.

Saisonfinale gegen den KSC

Neben Düsseldorf, das am Wochenende 1:2 gegen Paderborn verloren hat, ist es vor allem auch der Karlsruher SC, der aufgrund seiner noch ausstehenden Nachholspiele noch nicht abgeschrieben werden darf. Wie verrückt eine Saison laufen kann, das wissen gerade die Heidenheimer aus der Erfahrung der vergangenen Saison am besten. Dass sie zum Finale dieser Spielrunde am Pfingstsonntag (23. Mai) den KSC empfangen, könnte für beide Teams zu einem echten Kracher um Relegationsrang drei werden.

Die Gedanken gerade rücken

Niemand weiß das besser als Heidenheims Cheftrainer Frank Schmidt. „Wir müssen unsere Gedanken gerade rücken und verstehen, dass die Saison noch nicht vorbei ist und dass wir nochmal Power und Energie brauchen“, sagte er am Samstag, nachdem er seinem Gegenüber Robert Klauß zum verdienten Sieg und zum Klassenerhalt gratuliert hatte. „Bei uns hat es vom Kopf bis zu den Beinen heute zu lange gedauert, und man merkte uns eine gewisse Müdigkeit an. Und es hat uns an Handlungsschnelligkeit gefehlt. Das merkte man auch an vielen unnötigen Ballverlusten“, urteilte Schmidt über sein Team, das bereits nach zwei Minuten in Rückstand lag und sich von diesem Schlag nicht mehr richtig erholte.

Nach einem Foul von Marnon Busch an seinem Ex-Kollegen Nikola Dovedan ließ Johannes Geis Heidenheims Schlussmann Kevin Müller schlecht aussehen und zirkelte das Leder in die Maschen. Dann waren zunächst die Nürnberger die spielbestimmende Mannschaft. Um was es für die abstiegsbedrohten Franken angesichts eines extrem harten Restprogramms (gegen Hamburg, Bochum und Hannover) ging, das bekam gleich der in die Startelf zurückgekehrte Kevin Sessa zu spüren, als er vom FCN-Kapitän und ehemaligen Aalener VfR-Spieler Enrico Valentini unsanft zu Boden geschickt wurde.

Nach einer Viertelstunde kam Heidenheim besser ins Spiel und zu eigenen Möglichkeiten. Als Nürnbergs Tim Handwerker Heidenheims Christian Kühlwetter im Strafraum von den Beinen holte, verwandelte Tim Kleindienst den fälligen Strafstoß zum 1:1-Ausgleich.

Heidenheim war nun zwar besser im Spiel. Nürnberg ging dennoch erneut in Führung. Fabian Nürnberger netzte in der 25. Minute zum 2:1 für den Club ein. Als die Gäste von der Ostalb wenige Minuten nach Wiederanpfiff das dritte Gegentor kassierten, gehörte das Spiel den Gastgebern, die die Partie clever und durchaus mit der Möglichkeit, das Ergebnis noch zu erhöhen (Lattentreffer durch Dovedan), zu Ende brachten. Kurz vor dem Abpfiff kassierte Heidenheims Stefan Schimmer noch die Gelb-rote Karte. Werner Röhrich

Nürnberg: Mathenia – Valentini, Margreitter, Sörensen, Handwerker – Geis – Krauß (77. Latteier), Nürnberger (71. Borkowski) – Möller Daehli (77. Behrens) – Dovedan (90. + 1 Rosenlöcher), Shuranov (71. Hack)

FCH: Müller – Busch (74. Rittmüller), Mainka, Hüsing, Föhrenbach – Leipertz (32. Thomalla), Sessa (46. Schnatterer), Geipl, Mohr (46. Schimmer) – Kleindienst, Kühlwetter (74. Pick)

Tore: 1:0 Geis (2.), 1:1 Kleindienst (19., FE), 2:1 Nürnberger (26.), 3:1 Krauß (54.

Gelbe Karten: – / Leipertz, Schimmer, Hüsing, Geipl

Gelb-Rot: Schimmer

Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel)

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