Nur Platz 21: Anna Rupprecht übt harsche Selbstkritik

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Enttäuscht über die eigene Leistung: Anna Rupprecht ist beim Heimweltcup in Titisee-Neustadt vor 3000 Zuschauern auf den 21. Platz gesprungen. „Es gibt so Tage, an denen funktioniert es nicht“, sagt die Gmünderin.
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Während die deutsche Mannschaft glänzt, ärgert sich die Weltmeisterin vom SC Degenfeld über ihren 21. Platz. „Mein Wettkampf war eine Katastrophe.“

Titisee-Neustadt

Platz drei im Mixed, dazu der Sieg von Katharina Althaus im Einzel und Platz fünf von Selina Freitag. Die deutschen Skispringerinnen haben beim Heimweltcup auf der Hochfirstschanze (Hillsize: 142 m) in Titisee-Neustadt geglänzt. Nur eine war unglücklich: Anna Rupprecht vom SC Degenfeld. Und die 25-Jährige sparte nicht mit Selbstkritik.

Es ist nichts Neues, dass Anna Rupprecht klare Worte findet. Das war am Sonntag in Titisee-Neustadt nicht anders: „Mein Wettkampf war eine Katastrophe. Mir tut es leid für die Zuschauer, dass ich nicht zeigen konnte, was ich eigentlich kann.“ Es sei eine richtige coole Veranstaltung gewesen, „mit richtig vielen Zuschauern, geilem Wetter und richtig cooler Stimmung“. Von all dem ließ sich die Gmünderin nicht pushen. Nachdem sie am Samstag nicht für das Mixed-Springen nominiert wurde, folgte am Sonntag ein Dämpfer beim Einzelspringen. „Ich bin hier einfach nicht durch den schwierigen Radius der Hochfirstschanze durchgekommen“, sagt Rupprecht und fügt hinzu: „Ich bin wirklich bei mir geblieben und habe versucht, cool bleiben, aber es hat einfach nicht geklappt.“

Mit 111,0 Metern sprang Rupprecht im ersten Durchgang auf den 19. Platz. Immerhin: Die Finalteilnahme war damit sicher, und dort wollte sie mit einem starken zweiten Sprung Plätze gut machen. Doch auch der klappte nicht so wie gewünscht. Bei deutlich größeren Weiten fast aller Springerinnen kam Anna Rupprecht auf 115,5 Meter, rutschte damit aber im Gesamtklassement auf den 21. Platz zurück. „Es gibt einfach so Tage, an denen es nicht funktioniert, und da beißt man sich auf gut deutsch in den Arsch. Aber es kommen auch wieder andere Tage“, sagt die Mixed-Weltmeisterin von 2021. Und die gibt sich gewohnt kämpferisch: „Der nächste Wettkampf wird besser ...“

Besser gemacht hat es Teamkollegin Katharina Althaus, die nicht nur den Tagessieg feierte, sondern auch mit dem gelben Trikot der Gesamt-Weltcupführenden Weihnachten feiern darf. „Es passt einfach alles gerade, es ist mega-geil und ich finde, die Farbe gelb steht mir wirklich ganz gut.“

Ergebnisse: Weltcup auf der Hochfirstschanze (Hillsize: 142 m) in Titisee-Neustadt

Frauen Einzel:⋌Punkte:1. Katharina Althaus 269,3 130,0 m, 137,0 m2. Silje Opseth 260,9 129,0 m, 134,0 m3. Ursa Bogotaj 258,1 129,0 m, 133,0 m4. Abigail Strate 255,0 127,5 m, 135,0 m5. Selina Freitag 247,7 125,0 m, 129,5 m6. Nika Kriznar 245,2 128,0 m, 132,0 m7. Eva Pinkelnig 242,8 129,0 m, 125,5 m...11. Agnes Reisch 231,3 119,5 m, 125,0 m

21. Anna Rupprecht 200,8 111,0 m, 115,5 m22. Luisa Görlich 196,6 114,5 m, 116,5 m...24. Paulina Heßler 191,4 111,5 m, 117,0 m...Juliane Seyfarth 179,4 111,5 m, 109,5 m

Mixed:⋌Punkte:1. Österreich 985,9 Punkte Marita Kramer, Michael Hayboeck, Eva Pinkelnig, Stefan Kraft⋌2. Norwegen 959,2Anna Stroem, Bendik Jakobsen, Silje Opseth, Halvor Granerud⋌3. Deutschland 954,1Selina Freitag, Constantin Schmid, Katharina Althaus, Karl Geiger

Enttäuscht über die eigene Leistung: Anna Rupprecht ist beim Heimweltcup in Titisee-Neustadt vor 3000 Zuschauern auf den 21. Platz gesprungen. „Es gibt so Tage, an denen funktioniert es nicht“, sagt die Gmünderin.
Enttäuscht über die eigene Leistung: Anna Rupprecht ist beim Heimweltcup in Titisee-Neustadt vor 3000 Zuschauern auf den 21. Platz gesprungen. „Es gibt so Tage, an denen funktioniert es nicht“, sagt die Gmünderin.

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