Oberkochen/Königsbronn mit letzter Kraft zum Sieg

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Handball, Symbolbild

Die HSG Oberkochen/Königsbronn bezwingt Giengen mit 31:24.

Giengen.

Die HSG Oberkochen/Königsbronn konnte trotz einer katastrophalen personellen Situation mit 31:24 Toren einen recht deutlichen Sieg auswärts gegen den Aufsteiger TSG Giengen/Brenz feiern. Insbesondere in der Schlussphase steigerte sich die dezimierte Truppe und fuhr verdient die wichtigen Punkte ein. Dabei feierte ein HSG-Legende sein Comeback. 

Schlechter hätte die Ausgangsituation für das Trainerduo Tim und Joachim Hoga nicht sein können. Ihnen fehlten gegen die TSG – neben den Langzeitverletzen – auch noch mit Stanke, Hug, Lumpp, Siegels, Huep und Schmied kurzfristig sechs weitere Stammkräfte. Coach Tim Hoga suchte daher im Vorfeld wirklich händeringend jeden Spieler, „der weiß wie ein Handball aussieht“. Trotzdem standen nur jeweils drei Kreisläufer, Rückraum- und Außenspieler zur Verfügung. So kam es, dass was gegen den HSB noch undenkbar war, dieses Mal Wirklichkeit wurde. HSG-Trainer Tim Hoga machte sich selbst für den Notfall mit warm. Doch Hoga hatte Glück, dass kurzerhand HSG-Urgestein Tobias Schramek in die Bresche sprang und nochmal ein kurzes Comeback in der „Ersten“ gab. So blieb ihm die Rückkehr aufs Parkett zumindest vorerst erspart. 

Die personelle Not machte sich auch im Spiel bemerkbar. Die Blau-Gelben agierten in ungewohnter Aufstellung und kamen anfangs nicht so richtig in Fahrt. Immerhin in der Defensive zeigten sich Eckardt & Co. gewohnt stark. So konnte sie einige Ballgewinne nutzen, um über Tempogegenstöße Mitte der ersten Halbzeit erstmals mit fünf Toren davonzuziehen (4:9). Doch in der Folgezeit leistete sich die HSG zu viele Fehler im Spiel und ließ beste Torgelegenheiten liegen. Statt zur Pause komfortabel in Führung zu liegen, kamen so die Hausherren wieder bis zur Halbzeit auf zwei Treffer ran (10:12). 

Die TSG kämpfte auch im zweiten Durchgang aufopferungsvoll und fand immer wieder, wenn auch teilweise etwas glücklich, Lücken in der HSG-Deckung. Den Blau-Gelben merkte man in dieser Phase den Kräfteverzehr langsam an. Es klappte vieles nicht und so war das Spiel Mitte der zweiten Halbzeit wieder völlig offen (21:21). Doch angeführt vom erneut starken Nico Hofmann startete die HSG daraufhin einen 7:1-Lauf. Die Hoga-Truppe arbeitete in dieser Phase sehr gut in der Deckung und ließ zwischen der 48. und 58. Minute nur einen Treffer zu. Somit war die Entscheidung in diesem intensiven Spiel gefallen. Zehn gute Minuten reichten der HSG, um gegen einen ungemütlichen Aufsteiger einen verdienten 24:31 Erfolg zu feiern. Am Schluss ist das Ergebnis allerdings in der Höhe etwas zu deutlich, denn die TSG hielt über weiter Strecken sehr gut mit und brach erst gegen Ende ein. 

HSG: Gnatzig, Schweikert; Hofmann (6/2), Jäschke (5), Richardon (5), Wittek (4), Stehle (4), Pharion (3), Mack (2), Eckardt (2), Balle, Schramek

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