Ohne Torhüterin auf verlorenem Posten

Damen der HSG Oberkochen/Königsbronn verlieren in Argental.

Oberkochen. Die HSG-Damentraten zu ihrem Auswärtsspiel bei de SG Argental am Bodensee an. Gegen einen starken Gegner gab es an diesem Tag absolut nichts zu holen.

Da Ronja Ruoff verhindert war, reiste die HSG ohne Torhüterin an. Dafür sprang mit Karen Huep eine Feldspielerin ein, die verletzungsbedingt noch nicht wieder auf dem Feld spielen kann. Zudem fehlte mit Julia Engel der etatmäßige Rechtsaußen. Man rechnete sich daher gegen den Aufstiegsaspiranten nicht allzu viele Chancen aus.

Von Beginn an zeigte sich die SG in allen Belangen überlegen. Vor allem die gegnerische Abwehr bereitete der HSG massive Probleme. Über 60 Minuten lang fand sie kein probates Mittel, um die stabile Defensive zu überwinden. Dadurch gingen immer wieder Bälle verloren, die die SG gnadenlos in Tempogegenstöße umwandelte. Die Gastgeberinnen hingegen spielten druckvoll im Angriff und fanden von allen Positionen immer wieder die Lücke oder über die hochgewachsene Kreisläuferin. Lediglich einige Fehlwürfe zu Beginn verhinderten, dass das Spiel noch früher entschieden war.

So stand es nach zwölf Minuten 5:1. Dann verkürzte Rebecca Schneider über zwei sehenswerte Heber per Siebenmeter und aus dem Spiel auf 5:3. In den folgenden Minuten machte die SG kurzen Prozess, so dass beim 12:4 nach 21 Minuten bereits ein deutlicher Rückstand zu Buche stand. Kim Bogenschütz setzte sich auf der ungewohnten Rechtsaußenposition zweimal schön durch, die fälligen Strafwürfe verwandelte Schneider gewohnt sicher. Ein Treffer von Maren Rentschler war dann der letzte der HSG in der ersten Hälfte. Beim Stand von 16:7 wurden die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Die Gastgeberinnen hatten wenig Mühe zu Torerfolgen zu kommen, während sich die HSG jeden Treffer hart erarbeiten musste. Dies gelang Tabea Göring dreimal in Folge und auch Mona Höfler konnte sich durchsetzen. Dazu kamen noch Treffer von Nane Kommer über rechts und per Strafwurf und Anki Stitz vom Kreis.

Nach knapp 40 Minuten stand es bereits 23:10 und das Spiel war längst entschieden. Angetrieben von den lautstarken Fans gab Argental weiter Gas, während die HSG versuchte, dagegenzuhalten. Gegen Ende schwanden dann auch die Kräfte, so dass der Abpfiff beim 35:19 eine Erleichterung war.

Die zwei Punkte blieben nach einer fairen Partie am Bodensee. Die HSG musste sich eingestehen, dass der Gegner aeinfach eine Nummer zu groß war. Jetzt hat sie eine Woche Pause, bevor am 30. Oktober mit der SG Herbrechtingen/Bolheim der nächste Anwärter auf den Aufstieg zu Gast ist. Wenn dann wieder eine Torhüterin und die kranken Spielerinnen zur Mannschaft stoßen, gelingt es hoffentlich, die Partie wieder spannender zu gestalten.

HSG: Karen Huep - Lea Siegmann, Maren Rentschler (2), Mona Höfler (2), Alexandra Humme, Kim Bogenschütz, Nane Kommer (3/1), Ann-Kathrin Stitz (3), Tabea Göring (3), Rebecca Schneider (5/3), Mona Newman (1/1).

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