Olympia-Saison-Aus für Arthur Abele

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8. August 2018 im Berliner Olympiastadion: Arthur Abele wird Europameister im Zehnkampf. Jetzt kostet ihm eine Schulterverletzung die Olympiateilnahme .

Die Qualifikations-Wettkämpfe für Olympia 2021 sind noch nicht gestartet, da ereilt den Hüttlinger Zehnkämpfer die Hiobsbotschaft: Das Olympia-Jahr muss ohne ihn stattfinden.

Ulm/Hüttlingen.

In seiner Karriere musste der Hüttlinger Arthur Abele schon mit vielen Rückschlägen klarkommen. Nun verpasst der 34-jährige Zehnkämpfer des SSV Ulm 1846 und amtierende Europameister die Olympischen Spiele, die im Juli und August in Tokio stattfinden. Wie es in einer Pressemitteilung des Ulmer Zehnkampf-Teams heißt, gibt es „schlechte Nachrichten“ vom Europameister. „Eine komplexe Schulterverletzung macht eine Operation unumgänglich“, heißt es. „Die Zehnkampf-Saison und damit auch das Olympia-Jahr 2021 wird ohne den 34-Jährigen stattfinden – ein weiterer Rückschlag in der Karriere von Arthur Abele“.

Abele, der Sportsoldat bei der Bundeswehr ist und in Ulm mit seiner Frau und seinem Sohn lebt, hat in seinem Profisportler-Dasein schon einige schwerwiegende Verletzungen hinter sich. Umso größer war die Freude, als er sich 2018 den Titel des Europameisters in Berlin holte. Das mediale Echo war riesig: Abele lief mit einer Krone aus Papier durchs Berliner Olympia-Stadion und sorgte für reichlich Gänsehaut. Damals bekam er den Spitznamen „King Arthur“ zugeschrieben.

Arthur Abele wird in Ulm von Christopher Hallmann trainiert, der zugleich Bundestrainer der deutschen Zehnkämpfer ist. Bereits vor einigen Monaten hatte Abele erklärt, dass er seine Karriere nicht vor der kommenden Europameisterschaft in München 2022 beenden wolle. Die Heim-EM sei sein Ziel. Auch die Olympischen Spiele, die von Sommer 2020 auf Sommer 2021 aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurden, wollte „King Arthur“ erfolgreich bestreiten.

Im Ulmer Zehnkampfteam ruhen nun die Hoffnungen auf Tim Nowak und Mathias Brugger. Manuel Eitel fällt ebenfalls wegen einer Verletzung aus. Für internationales Aufsehen hatte im vergangenen Jahr Niklas Kaul (Mainz) gesorgt, der sich mit 21 Jahren zum jüngsten Zehnkampf-Weltmeister der Geschichte kürte. Für die Ulmer Nowak und Brugger, die sich beide Hoffnungen auf einen Platz im Olympia-Kader machen dürfen – drei Tickets sind zu vergeben –, steht nun die letzte intensive Trainingsphase an. Beim Qualifikations-Zehnkampf in Götzis (29./30. Mai) gilt es 8350 Punkte zu erreichen und damit die direkte Olympia-Norm zu schaffen. Beide müssen dafür neue Bestleistungen schaffen. „Auch eine Qualifikation über die Weltrangliste ist möglich, in der Tim Nowak nach Platz zehn der zurückliegenden WM die besseren Karten hat“, heißt es in der Vereinsmitteilung.

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