Oprea setzt auf Eigenmotivation

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Nach einer fast achtmonatigen Zwangspause: Der TSB Gmünd ist jetzt ins Vorbereitungstraining zur Oberliga-Saison 2021/2022 eingestiegen. Zunächst wird viermal in der Woche draußen trainiert.

Der TSB Gmünd hat am die Saisonvorbereitung aufgenommen – Hoffnung auf einen Ligastart im September. Testspiele und Turniere sind ab sofort wieder möglich.

Schwäbisch Gmünd.

Kollektives Aufatmen beim TSB Gmünd: Die Handballer haben ihre beinahe achtmonatige Corona-Zwangspause hinter sich gelassen. Mit einer gehörigen Portion „Jugend forscht“ und einem neuen, aber dennoch schon vertrauten Gesicht in ihren Reihen kehrten die Jets jetzt in den Trainingsbetrieb zurück. Auf Spieler und Trainer gleichermaßen wartet eine neue Art der Saisonvorbereitung.

Endlich wieder Training. Dennoch fühlt sich auch Dragos Oprea in einer ungewollten Zeitschleife gefangen. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte der einstige Nationalspieler seine erste Trainerstation angetreten. Was seitdem passierte, ist kurz erzählt: Vier Monaten Vorbereitung folgten lediglich vier Oberliga-Partien, bevor abermals die Corona-Pandemie dazwischen grätschte. Als Trainer durchlebt man eine kuriose Zeit, wie Oprea unterstreicht: „Doch jetzt müssen wir nach vorne schauen. Wer nach einer solch langen Leidenszeit nicht total motiviert ist, ist fehl am Platz.“

Das Beste zu machen und gleichzeitig Geduld aufzubringen, beides ist fortan gefordert. Wann kann die neue Saison beginnen und wie lange wird sie überhaupt dauern? Droht im Falle einer erneuten Infektionswelle ein erneuter Abbruch? Über all das will der Oprea „keine Sekunde mehr“ nachdenken.

228 Tage lang hatten die TSBler dem Re-Start entgegengefiebert. Die sinkenden Inzidenzen haben es erst möglich gemacht, sich ohne große Einschränkungen zum Trainingsauftakt im Stadion im Berufsschulzentrum zu treffen. Oprea erwartet von seinen Spielern, „seriös und konzentriert“ in jede Einheit zu gehen. Mit auf den Weg gegeben hat er ihnen eine zentrale Botschaft: „Wir müssen und werden uns nach dieser langen Zeit wieder daran gewöhnen, zusammen zu sein. Je mehr wir das jetzt tun, desto leichter wird uns im Laufe der Vorbereitung und der Saison alles weitere fallen.“ Der Trainer setzt dabei vor allem auf den Eigenantrieb. „Dass sich die Mannschaft und die Spieler selbst und gegenseitig motivieren, ist für mich weitaus wertvoller, als selbst Motivationsreden zu halten“, so Oprea: „Und auch wenn meine Jungs keine Profis sind, erwarte ich, dass sie sich ihrem Körper gegenüber wie Profis verhalten.“

Denn: „Im letzten Herbst haben wir innerhalb der kurzen Zeit viel erreicht. Dieses Gefühl der Gemeinschaft ist immer noch da, doch es muss erst wieder aufgeweckt werden“, ist Oprea überzeugt.

Dabei seien die die älteren Spieler gefragt. Wobei: Ältere Spieler? Von denen gibt es beim TSB gar nicht allzu viele. Lediglich bei Sebastian Fabian, Christian Waibel und Kapitän Aaron Fröhlich ziert bereits eine Drei die Alterszahl. Gleichzeitig ist der Jugendstil des TSB künftig noch ein Stück ausgeprägter als bislang. Von den 18 Mann auf dem Trainingsplatz - nur Jonas Waldenmaier fehlte - war die Hälfte noch nicht einmal 20 Jahre alt. Erst der A-Jugend entwachsen ist Neuzugang Eric Zimmermann (FA Göppingen). Frisch hinzugestoßen ist ebenso Gentian Krasniqi. Wobei der von der TG Geislingen stammende Rückraumspieler schon in der Saison 2018/1019 für die Gmünder B-Jugend auflief.

Zunächst aber gilt es, stabilisatorische und athletische Grundlagen zu legen. Viermal wöchentlich wird nun draußen trainiert. Das erste Hallentraining ist für Mitte Juli geplant. In der eigenen Heimspielstätte (16.-18.Juli) ist auch das erste kurze Trainingslager anvisiert, den Feinschliff will Oprea seinem Team an einem gemeinsamen Wochenende in Freudenstadt (26. bis 29.August) verpassen.

Bis dahin gilt es weiterhin, auf positive Nachrichten zu warten. Wie etwa die jüngste Mitteilung vom HVW, wonach Freundschaftsspiele und Turniere ab sofort wieder möglich sind. Wann die Oberliga-Saison 2021/2022 startet, ist unterdessen noch nicht absehbar.

Wer nicht motiviert ist, ist fehl am Platz.

Dragos Oprea, Trainer des TSB Gmünd

Der TSB Gmünd in der Oberliga-Saison 2021/2022

Der Kader:
Tor: Sebastian Fabian (32 Jahre ), Devin Immer (18, Zweitspielrecht mit FA Göppingen U19), Daniel Mühleisen (24)
Rückraum: Tom Abt (18), Aaron Fröhlich (30), Gentian Krasniqi (18, Neuzugang TG Geislingen), Sven Petersen (22), Valentin Pick (18), Arian Pleißner (17), Marian Rascher (25), Nicola Rascher (22), Patrick Watzl (18)
Rechtsaußen: Wolfgang Bächle (26)
Linksaußen: Eric Zimmermann (19, Neuzugang FA Göppingen U19), Hannes Kauderer (18)
Kreis: Kai Kiesel (18), Stephan Mühleisen (24), Christian Waibel (33), Jonas Waldenmaier (24)
Durchschnittsalter: 22,3 Jahre

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