Sportmosaik Alexander Haag übers einen Hattrick und eine Trainer-Beförderung

Patrick Auracher hat das Sagen

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Haag

Es ist ein Triple, auf das er sicher gerne verzichtet hätte: Rico Schmitt ist dreimal in Folge mit einer Mannschaft abgestiegen.

Und zwar jedesmal aus der 3. Liga. In der Saison 2018/2019 hat es der 52-Jährige als Nachfolger von Argirios Giannikis verpasst, den VfR Aalen vor dem Absturz in die Viertklassigkeit zu retten. In 16 Partien hatte er auf der Ostalb das Sagen, dabei schaffte er einen Punkteschnitt von 0,88.

Ein Jahr später wurde Schmitt beim FC Carl Zeiss Jena nach 16 Spielen (1,38 Punkte im Schnitt) entlassen, auch der Verein stieg am Ende der Saison ab. Und nun ist es ihm mit dem SV Meppen passiert. Schmitt wurde sieben Spieltage vor Schluss als Retter geholt - gerettet hat er mit einem Schnitt von 1,0 Punkten nichts mehr. Auch Meppen spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga.

Vom Co-Trainer zum Trainer: Patrick Auracher hat in der kommenden Saison das Sagen bei den Fußball-Frauen des FC Mögglingen. Der Ex-Profi und aktuelle Defensivspieler des TSV Essingen beerbt Dominik Abele, der künftig kürzer treten möchte - aber als Co-Trainer dabei bleibt. Und aus dem Duo wird ein Trio: FC-Torjägerin Julia Köpf - Lebensgefährtin von Auracher - unterstützt das Team als zweite Co-Trainerin. Die sportliche Leitung ist froh, dass der vor zwei Jahren begonnene Weg mit dem Trainergespann fortgeführt wird. Und: Den Mögglingern ist es zudem gelungen, mit Sarah Leonbacher eine Oberligaspielerin zu verpflichten. „Mit dem jetzigen Kader und der Verstärkung wollen wir uns im vorderen Drittel der Regionenliga etablieren“, sagt Sportvorstand Helmut Pfeifer.

Keiner geht, keiner kommt. Während andere Vereine für die kommende Saison aufrüsten, bleibt beim TSV Adelmannsfelden alles beim Alten. „Wir gehen mit demselben Kader in die neue Runde der Kreisliga A II“, sagt Abteilungsleiter Jan Bernlöhr. Auch auf dem Trainerstuhl werde sich nichts ändern, Erdal Kalin geht dann in seine zweite Saison. Bernlöhr hofft, dass das Team dann wieder „im vorderen Tabellendrittel“ mitspielen kann. Zunächst aber hoffen die Adelmannsfelder, dass sie mit ihrem gut 30-köpfigen Kader endlich wieder mit dem Training beginnen können.

In der Gmünder Kreisliga A I rüstet der TV Straßdorf weiter auf. Nach Torjäger Patrick Gräßle (SG Bettringen) und Marius Nuding (FC Normannia Gmünd) hat der TVS bereits den dritten höherklassigen Neuzugang verpflichtet: Semih Ses. Der Offensivspieler kommt vom Landesligisten TSGV Waldstetten. „Wir freuen uns, mit Semih eine hochkarätige Verpflichtung getätigt zu haben“, sagt Teamleiter Florian Neumann. Dass Ses den Weg in die Kreisliga A geht, haben die Straßdorfer dessen privatem Glück zu verdanken: „Semih ist kürzlich Vater geworden, er möchte deshalb etwas kürzer treten“, sagt Neumann. Ses kann auf der offensiven Außenbahn und im Sturmzentrum spielen.

Das Saisonfinale hätte sich Dominik Kaiser sicher anders vorgestellt. Der Kapitän des Zweitligisten Hannover 96 hat die letzten drei Saisonspiele allesamt verpasst. Muskuläre Probleme zwangen den 32-Jährigen aus Waldstetten zu dieser Zwangspause. Dabei war der Mittelfeldspieler zuvor ein Dauerbrenner. In den ersten 31 Partien fehlte Kaiser nur zweimal, einmal wegen einer Gelbsperre. Und auch vor dem Saisonfinale beim 1. FC Nürnberg hat er Zusatzschichten eingelegt. So hat Kaiser auf den eigentlich freien Dienstag verzichtet und stattdessen mit den Mannschaftskollegen Timo Hübers und Marcel Franke individuell trainiert.

Vom Rasen ins Wasser: Der Schwimmverein Gmünd hat nach langer Suche einen neuen hauptamtlichen Trainer gefunden: Björn Koch tritt am 15. August die Nachfolge von Patrick Engel an, von dem sich der Verein bereits im vergangenen Herbst getrennt hat. „Wir hatten 23 zum Teil hoch qualifizierte Bewerbungen aus der ganzen Welt, zum Beispiel aus Australien, Kanada, Russland, Dubai und Italien“, sagt SVG-Vorsitzender Roland Wendel. Die Wahl ist auf Koch gefallen, und auch er ist ein Hochkaräter: Bei den Gehörlosen schaffte er 21 Welt-, 23 Europa- und 20 deutsche Rekorde. Er wurde viermal Weltmeister, fünfmal Europameister und 39 Mal Deutscher Meister. 2006 wurde er deutscher Juniorsportler des Jahres im Gehörlosensport und Weltsportler des Jahres. Und: Im Jahr 2010 bekam Koch vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler das Silberne Lorbeerblatt, die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland, verliehen.

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