Paula Fuchs löscht Uralt-Rekord

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Mit 1:06,70 Min. über 100 m Rücken nahm Paula Fuchs (hier über 100m Delphin) der Gmünder Olympiateilnehmerin Angelika Grieser den „Uralt-Altersklassenrekord“ aus dem Jahr 1975 ab.

Die 16-jährige SVG-Schwimmerin knöpfte der ehemaligen Olympiateilnehmerin des Gmünder Schwimmvereins, Angelika Grieser, den Altersklassenrekord aus dem Jahre 1975 über 100m Rücken ab.

Stuttgart-Bad Cannstatt.

Nach einjähriger Corona-Pause fand am Wochenende zum 45. Mal das Internationale Stuttgarter Schwimmfest des TB Bad Cannstatt statt. 30 Vereine hatten zu der zweitägigen Veranstaltung 1906 Meldungen abgegeben. Die 357 Teilnehmer aus den verschiedensten Teilen Deutschlands sowie einer Mannschaft aus Liechtenstein fanden bei bestem Wetter hervorragende Bedingungen vor, was sich in den teilweise hervorragenden Leistungen zeigte. Mit 115 Meldungen und 24 Teilnehmern aus drei Leistungsteams stellte der Schwimmverein Gmünd eines der größten teilnehmenden Kontingente und war auch mit 16 ersten, 12 zweiten und 6 dritten Plätzen, zusätzlich der 5 Finalsiege, eines der erfolgreichsten Teams der Veranstaltung. Insgesamt konnten sich die Gmünder Trainer bei den 115 Starts über 85 neue Bestzeiten ihrer Schützlinge freuen.

Löwenanteil der ersten Plätze

Ohne gezielte Vorbereitung für diesen Wettkampf präsentierten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer der ersten Gmünd Mannschaft in unerwartet guter Form. Ganz besonders dominant waren die Mädchen mit guten Leistungen und einem Löwenanteil der ersten Plätze. Allein Marie und Paula Fuchs konnten alle vier Final-Rennen gewinnen.

Für die Glanzleistungen sorgte diesmal Paula Fuchs. Mit ihren 1:06,70 Min. über 100 m Rücken gelang es ihr einen „Uralt-Altersklassenrekord“ von Angelika Grieser aus dem Jahr 1975 auszulöschen. Unangefochten gewann sie auch die 200 m Rücken in Bestzeit von 2:24,49 Min. Ganz besonders jedoch freute sich ihr Trainer Peter Stich über die Leistung der 16-Jährigen über 100 m Schmetterling. Während sie sich im Vorlauf von bisher 1:05,30 Min. auf 1:04,78 Min. steigerte, schmetterte sie im Endlauf dem Feld in sauberer Technik und mit Elan auf und davon und verbesserte sich nochmals deutlich auf die Superzeit von 1:03,87 Min. Damit konnte sie sich den SVG – Altersklassenrekord (bisher Carolin Morassi 1:04,10 Min.) erobern und gleichzeitig auf Rang vier in der DSV – Bestenliste des Jahrgang 2005 schwimmen.

Marie Fuchs, bei der nach den guten Leistungen bei den „Deutschen“ in Berlin, zunächst etwas Müdigkeit zu erkennen und „die Luft etwas raus war“ überzeugte in Stuttgart dennoch durch ihren enormen Kampfgeist, und gewann alle ihre Rennen. Während sie im Vorlauf über 100 m Freistil in 0:59,20 bereits Bestzeit schwimmen konnte, steigerte sie sich im Endlauf nochmals auf 0:59,07 Min. und gewann dieses Finale deutlich mit neuem Altersklassenrekord vor der Anne Ruez (SV Cannstatt 0:59,83 Min.) und ihrer Schwester Paula, die sich auf 1:00,25 Min. verbesserte.

Zweimal Bestzeit

Zweimal Bestzeit schwamm Marie Fuchs über 100 m Brust. Nach 1:15,56 Min. im Vorlauf, konnte sie das Finale im Endspurt in erneuter Bestzeit von 1:15,23 Min. knapp gegen Jana Wolff (SV Region Stuttgart) in 1:15,86 Min. gewinnen. Zwei weitere Siege erschwamm sie sich über 50 m Rücken in 0:32,98 und 200 m Lagen in 2:23,85 Min.

Ida Schneider, ebenfalls Jahrgang 2005, war in Stuttgart auf zweite Plätze abonniert. Nach 1:07,45 Min. im Vorlauf über 100 m Schmetterling, konnte sie sich im Finale auf 1:07,27 Min. steigern und nach Paula Fuchs als Zweite anschlagen. Auf dem gleichen Platz kam sie auf der langen 200 m Schmetterlingstrecke in 2:31,68 Min. während sie sich zum Wettkampfende über 200 m Freistil in 2:11,78 Min. um mehr als 2 Sekunden verbessere. Sehr zufrieden war die 16-Jährige auch mit ihren Zeiten über 100 m Freistil, wo sie im Vorlauf mit 1:00,45 Min. nur knapp an der Minutengrenze scheiterte um im Endlauf in 1:00,94 Min. Vierte zu werden.

Flora Talgner (Jg. 2003) und Neele Rapp (Jg. 2004) hatten jeweils die 50 und 100 m Freistil auf dem Programm. Während Neele Rapp in beiden Rennen in 0:29,25 und 1:03,10 Min. die Jahrgangswertung gewinnen konnte, kam Flora Talgner mit ihren geschwommenen Bestzeiten von 0:28,85 Min. und 1:02,42 Min. jeweils auf den zweiten Platz.

Cilia Gottesbüren belegte in ihren Rennen die Plätze eins bis vier. Gewinnen konnte sie die 50 m Schmetterling mit Bestzeit von 0:31,49 Min. Weitere Bestzeiten waren die 1:03,09 Min. über 100 m Freistil (Pl. 4) und in einem engagierten Rennen steigerte sie sich über 200 m Freistil auf 2:16,57 Min. womit sie Zweite der Jahrgangswertung wurde.

Auf der Suche

Zwei neue Bestmarken erzielte Kathrin Stotz, bisher Brustspezialistin, die gegenwärtig auf der Suche nach einer Hauptlage ist. Über 100 m Freistil verbesserte sie sich auf gute 1:02,76 Min. und über 200 m Lagen als Dritte des Jahrgangs 2005 auf 2:31,68 Min.

Zweimal Bestzeit schwamm auch die zwei Jahre jüngere Schwester Heike Stotz. Über 200 m Lagen wurde sie in 2:36,29 Zweite: Platz drei belegte sie über 200 m Brust (2:52,50 Min.) und über 200 m Freistil konnte sie sich auf 2:23,38 Min. verbessern.

Marit Boomers, die jüngste Schwimmerin der ersten Mannschaft und seit Wochen in blendender Form, konnte ihren eigenen Altersklassenrekord über 100 m Schmetterling gleich zwei Mal verbessern. Im Vorlauf kam sie als Erste des Jahrgangs 2008 nach 1:08,64 Min. an und als jüngste Finalteilnehmerin wurde sie dort in 1:09,03 Min. Sechste. Weitere persönliche Bestzeiten erzielte sie über 50 m Freistil (0:29,83 Min.) über 100 m Freistil (1:04,50 Min.) auf den Plätzen zwei und drei und als Sechste über 200 m Lagen in 2:45,90 Min.

Bei jedem Start verbessert

Dass sich die Männer auch unter dem Trainergespann Dany Fuchs und Peter Stich weiter verbessern zeigen die vielen neuen geschwommenen Bestzeiten. Fabian Blessing, mit 21 Jahren ältestes Mannschaftsmitglied schwimmt derzeit von Bestzeit zu Bestzeit. Vor allem auf der bisher ungeliebten 200 m Brustdistanz verbesserte sich Fabian zuletzt bei jedem seiner Starts. Mit einer etwas veränderten Wettkampftaktik konnte er sein 200 m Rennen gewinnen und sich gleichzeitig auf 2:32,64 Min. steigern. Ein spannendes Rennen lieferte sich Fabian Blessing im Finale über 100 m Brust. Nach einem starken Endspurt konnte er zeitgleich mit dem Cannstatter Ben Vester in Bestzeit von 1:09,68 Min. anschlagen, hauchdünn nur zwei hundertstel Sekunden vor Felix Brazel (TUS Metzingen), der auf 1:09,70 Min. kam. In einem weiteren Rennen verbesserte sich Fabian Blessing über 200 m Lagen auf 2:22,71 Min.

Enorme Sprintfähigkeiten

Ganz besonders gut entwickeln sich die beiden 16-jährigen Jan Klein und Johannes Beyer, die beide erst vor wenigen Monate in die erste Mannschaft übernommen wurden und sich dort prächtig eingefunden haben. Jan Klein, der immer wieder durch seine enormen Sprintfähigkeiten überrascht, steigerte sein bisherige Bestzeit über 100 m Freistil als Erster der Jahrgangswertung auf 0:55,94 Min. Als Siebter des Finales kam er immerhin noch auf 0:56,37 Min.

Ein von der Einteilung ganz besonders gutes Rennen schwamm er über 200 m Freistil, wo er mit 1:00,70 Min. noch sehr verhalten anging um am Ende mit 2:03,16 Min. seine bisherige Bestzeit um vier Sekunden zu steigern und die Jahrgangswertung zu gewinnen. Jeweils fünfte Plätze belegte er über 50 m Schmetterling (0:28,70 Min.) und 200 m Lagen (2:26,12 Min.).

In vier Rennen zwei neue Bestzeiten schwamm Johannes Beyer. Über 100 m Freistil verbesserte er seinen Hausrekord von 0:59,13 Min auf 0:57,75 Min. und wurde Dritter. Die 100 m Rücken legte er als Vierter in 1:09,94 Min. zurück. Lediglich mit den sechsten Plätzen über 50 m Schmetterling (0:29,57 Min.) und 200 m Freistil (2:12,83 Min.) war der 16-jährige Schüler nicht ganz zufrieden.

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