Philipp Schwenk - Vorbild für seine Jungs

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Trainer des Jahres: Philipp Schwenk vom TSB Gmünd.

Der Jugendtrainer der Handballer des TSB Schwäbisch Gmünd ist Trainer des Jahres 2022.

Schwäbisch Gmünd. Beim TSB Gmünd ist er als Jugendtrainer in die Fußstapfen von Aaron Fröhlich getreten. Viele Jahre hat er mit ihm bei den Aktiven das Trikot der TSB-Handballer getragen. Am Freitagabend ist Philipp Schwenk beim Gmünder Sportlerball zum Trainer des Jahres ausgezeichnet worden.

Kurz vor seinem 30. Geburtstag gelang Philipp Schwenk die Rückkehr in die Oberliga-Mannschaft des TSB Gmünd und mit der A-Jugend zugleich der größte Erfolg der vergangenen 15 Jahre: Der Gewinn der Württembergischen Meisterschaft.

Ruhig und besonnen, aber extrem zielstrebig: Ob als Spieler oder Trainer, Philipp Schwenk ist sicherlich kein Lautsprecher in der Halle. Das braucht der 30-jährige C-Lizenzinhaber aber auch gar nicht zu sein. Denn seine Ansagen sind klar und deutlich, ob er denn nun im Oberliga-Team des TSB Gmünd die Abwehr sortiert oder seine Jugendspieler anleitet. Dass nach Aaron Fröhlich im Jahr 2018 erneut ein Jugendcoach der TSB-Handballer als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet wird, ist kein Zufall. Es spiegelt den Weg der Abteilung wieder, konsequent auf den eigenen Nachwuchs zu setzen.

Aus der Nachwuchsakademie des Bundesligisten Frisch Auf Göppingen kam Schwenk im Jahr 2011 zum TSB und stieg in die Oberliga auf. Nach einer kurzen Zwischenstation beim Heimatverein HSG Bargau/Bettringen (2017-21) kehrte er zurück zum TSB und wurde rasch wieder zu einem unverzichtbaren Leistungsträger – nicht allein in der ersten Mannschaft.

Über bald sieben Jahre hinweg ist er für seine Jugendspieler der Jahrgänge 2003, 2004 und 2005 zu einer Identifikationsfigur herangewachsen. „Philipp hat uns zu den Spielern ausgebildet, die wir heute sind“, sagt etwa sein A-Jugendkapitän Benedikt Ocker. Schwenks Anteil sei gar nicht hoch genug einzuschätzen: „Es spricht sich in der Region herum, dass beim TSB gute Arbeit geleistet wird. Das fängt bei den Trainern an.“

Der Gewinn der Württembergischen Meisterschaft Ende März 2022 bedeutete den vorläufigen Höhepunkt für Schwenk und sein Team. „So ein Erfolg hat sich anfangs nicht angedeutet, ganz im Gegenteil“, blickt Schwenk auf den gemeinsamen Weg zurück, der in der D-Jugend begonnen hatte.

Trainer Philipp Schwenk hebt bei allen Einzelleistungen immer das Kollektiv hervor und acchtet darauf, dass jeder Einzelne seine Einsatzzeit bekommt. Viel wichtiger sei allerdings die Integration der Talente in den Aktivenbereich. Längst spielt der Trainer gemeinsam mit seinen früheren Schülern und dem zwölf Jahre jüngeren Bruder Jonas.

Der ältere Bruder weiß genau, wem er seine Auszeichnung als „Trainer des Jahres“ zu verdanken hat. Seinen Jungs, die ihm in all den Jahren so treu gefolgt sind – und nun Seite an Seite den Weg beim TSB fortsetzen wollen.

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