Reißt die VfR-Serie gegen Elversberg?

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Tim Paterok (VFR Aalen #30), TSV Steinbach Haiger vs. VFR Aalen, Fußball, Regionalliga Suedwest, 8. Spieltag, 18.09.2021,
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Nach vier Siegen in Folge empfängt der VfR Aalen am Sonntag (14 Uhr) den Tabellenvierten SV Elversberg in der Ostalb-Arena.

Aalen.

Wir wollen gewinnen, klar“, strahlte Steffen Kienle am Donnerstag nach dem Training. Der Stürmer des VfR Aalen weiß wohl, wer der Gegner ist. Die SV Elversberg, und damit einer der Topfavoriten der Liga, gastiert am Sonntag um 14 Uhr in der Aalener Ostalb-Arena. Die Saarländer mit zuletzt drei Ligasiegen in Folge kommen garantiert nicht, um die Punkte zu verschenken. Doch nach vier Siegen in Folge ist auch bei den Jungs von VfR Aalens Cheftrainer Uwe Wolf das Selbstbewusstsein groß. „Natürlich ist Elversberg am Sonntag der Favorit in diesem Spiel“, stellt Wolf klar. Uwe Wolf sagt aber auch: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen.“ Und wenn es am Sonntag das fünfte in Folge wäre, hätte er nichts dagegen.

Er selbst muss die Partie - wie schon in Homburg - wieder von der Tribüne aus betrachten. Die nochmalige Verhandlung seiner Spielsperre vor dem Liga-Sportgericht hat keine Milderung gebracht. Die Sperre von drei Spielen wurde bestätigt. Der Verein hat Berufung eingelegt. Die Strafe gilt jedoch zunächst fort. Der VfR Aalen und Uwe Wolf können damit frühestens für die dritte Partie nächsten Freitag in Offenbach auf Gnade hoffen.

„Die Mannschaft wird trotzdem gut vorbereitet in das Spiel gegen Elversberg gehen“, sagt Chefcoach Wolf. Für das Coachen am Spielfeldrand habe sein Co-Trainer Christian Demirtas habe größtes Vertrauen.

Zurück im Team nach seiner Gelbsperre wird Kapitän Alessandro Abruscia sein. „Er wird definitiv spielen“, erklärte Wolf am Freitag. Wer für ihn draußen bleiben muss, das wollte der VfR-Coach nicht verraten. Wolf deutete sogar an, dass es möglicherweise weitere personelle Änderungen geben wird. Nicht wegen schlechter Leistungen etwa. „Nein, aus taktischen Gründen“, sagt Wolf - und betonte ausdrücklich: „Es ist schön zu sehen, wie alle mitziehen. Im Training zeigt jeder, dass er auch spielen will.“ Die Situation sei deshalb so, dass Spieler trotz guter Leistungen nicht in der Startelf stehen. „Das sind brutale Entscheidungen. Die musst du treffen als Trainer.“ Aber: „Jeder wird gebraucht über die Saison.“

Mit vier Siegen in Folge ist der VfR Aalen derzeit die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Südwest. Es sei jedoch ein Trugschluss, zu glauben, dass man damit gleich eine Spitzenmannschaft sei. „Das sind wir noch nicht“, betonte Wolf. „Aber wir sind auf dem Weg dazu, eine zu werden.“

Mit der Sportvereinigung Elversberg kommt am Sonntag ein Team in den Aalener Rohrwang, das tatsächlich eine Spitzenmannschaft ist. Mit 27 Zählern rangiert die Elf von SVE-Trainer Horst Steffen auf Rang vier der Tabelle und hat bei einem Spiel weniger vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Mainz 05 II. 13 der 27 Tore - und damit fast die Hälfte - gehen auf das Konto der beiden Angreifer Luca Schnellbacher (6) und Valdrin Mustafa (7). Beim 6:0-Sieg gegen die TSG Balingen vergangene Woche wechselten sich der Ex-Aalener Schnellbacher (Juli 2017 - Juni 2019) und Mustafa je eine Halbzeit ab. Das Tore schießen überließen sie anderen.

Eine überragende Nummer eins

„Wir werden den Fokus in diesem Spiel auf eine gute Defensive legen“, verrät Uwe Wolf keine Überraschung. Zumal es der kompakte Abwehrverband des VfR Aalen war, der auch vergangenen Samstag in Homburg der Garant für den 1:0-Erfolg war. Dazu zählt vor allem auch Tim Paterok, der seit wenigen Wochen den Kasten des VfR Aalen hütet. Fünf Siege aus seinen bisher sechs Spielen sind eine beeindruckende Bilanz. Das Lob des Trainers lässt nicht lange auf sich warten. „Tim Paterok ist eine überragende Nummer eins“, sagt Uwe Wolf. Keine Frage, auch am Sonntag wird er auf ihn bauen.

So könnten sie spielen:

VfR Aalen: Paterok - Knipfer, Windmüller, Odabas, Heckmann - Stanese, Abruscia, Efadli - M. Müller, Kienle, Kindsvater

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