Richard Schumacher gewinnt den Alb Marathon über die drei Kaiserberge

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Foto: Jan-Philipp Strobel

Knapp 800 Teilnehmer freuten sich bei Kaiserwetter auf den Re-Start nach Corona.

Der Alb Marathon 2021

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Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher.
Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher. © Jan-Philipp Strobel
Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher.
Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher. © Jan-Philipp Strobel
Siegerin Frauen, Tagespost, Rechberglauf, Isabel Leibfried.
Siegerin Frauen, Tagespost, Rechberglauf, Isabel Leibfried. © Jan-Philipp Strobel
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Sieger Tagespost-Rechberg-Lauf, Raphael Junghans.
Sieger Tagespost-Rechberg-Lauf, Raphael Junghans. © Jan-Philipp Strobel
Sieger Tagespost-Rechberg-Lauf, Raphael Junghans.
Sieger Tagespost-Rechberg-Lauf, Raphael Junghans. © Jan-Philipp Strobel
Zweiter Tagespost-Rechberglauf, Maximilian von Lippe, DJK Gmünd.
Zweiter Tagespost-Rechberglauf, Maximilian von Lippe, DJK Gmünd. © Jan-Philipp Strobel
Sieger Tagespost-Rechberg-Lauf, Raphael Junghans.
Sieger Tagespost-Rechberg-Lauf, Raphael Junghans. © Jan-Philipp Strobel
Siegerteam Staffenlauf.
Siegerteam Staffenlauf. © Jan-Philipp Strobel
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Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher.
Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher. © Jan-Philipp Strobel
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Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher.
Sieger, Sparkassenlauf, 50km, Richard Schumacher. © Jan-Philipp Strobel
Siegerin Frauen, Tagespost, Rechberglauf, Isabel Leibfried.
Siegerin Frauen, Tagespost, Rechberglauf, Isabel Leibfried. © Jan-Philipp Strobel
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Start Albmarathon: Tagespost-Rechberglauf, Umicore 10Km Lauf, Sparkassen Marathon.
Start Albmarathon: Tagespost-Rechberglauf, Umicore 10Km Lauf, Sparkassen Marathon. © Jan-Philipp Strobel
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10 km, Umicore, Lauf.
10 km, Umicore, Lauf. © Jan-Philipp Strobel
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Sieger 10 km Umicore Lauf, Johannes Großkopf.
Sieger 10 km Umicore Lauf, Johannes Großkopf. © Jan-Philipp Strobel
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Start Albmarathon: Tagespost-Rechberglauf, Umicore 10Km Lauf, Sparkassen Marathon.
Start Albmarathon: Tagespost-Rechberglauf, Umicore 10Km Lauf, Sparkassen Marathon. © Jan-Philipp Strobel
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Start Albmarathon: Tagespost-Rechberglauf, Umicore 10Km Lauf, Sparkassen Marathon.
Start Albmarathon: Tagespost-Rechberglauf, Umicore 10Km Lauf, Sparkassen Marathon. © Jan-Philipp Strobel
Sieger 10 km Umicore Lauf, Johannes Großkopf.
Sieger 10 km Umicore Lauf, Johannes Großkopf. © Jan-Philipp Strobel
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Lauftreff TV Lindach
Lauftreff TV Lindach © privat
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Schwäbisch Gmünd.

Für knapp 800 Läuferinnen und Läufer (inklusive der Stafettenteilnehmer) hielt der Goldene Oktober, was er verspricht. Der 31. Sparkassen Alb Marathon über die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Hohenrechberg und Stuifen war für viele wieder ein tolles Erlebnis.

Den 50-km-Lauf gewann Richard Schumacher vom Spardateam Rechberghausen in 3:31:25 Stunden vor Jürgen Kleber aus Isny (3:42:37). Bester Gmünder wurde DJK-Lokalmatador Paul Tezlaw in 3:50:15 Stunden. Siegerin bei den Frauen wurde Pamela Veith (TSV Kusterdingen / 4:04:13). Gerlinde Herr (4:44:43) und Petra Kübler (4:53:07) von der Gmünder DJK wurden Siebte und Achte.

Heilbronner Doppeltriumph beim Gmünder Tagespost-Rechberglauf

Beim Gmünder Tagespost Rechberglauf über 25 km gab es einen Heilbronner Doppelsieg. Raphael Junghans (1:35:36 Stunden) und seine TSG-Teamkollegin Isabell Leibfried (1:46:39) nahmen die Siegertrophäe in Empfang.

Den Umicore-10-km-Lauf gewann erwartungsgemäß der Gmünder Johannes Großkopf (33:57 Minuten) im Trikot des Spardateams Rechberghausen.

Dass dieser Ultramarathon über die drei Kaiserberge der DJK Schwäbisch Gmünd am vorletzten Oktober-Wochenende ausgetragen wird, hat Tradition und wäre in normalen Zeiten keine besondere Neuigkeit. In Corona- Zeiten ist es das. Viele Laufveranstaltungen werden derzeit noch abgesagt oder finden virtuell statt, wie zum Beispiel der normalerweise einen Tag nach dem Alb Marathon terminierte Frankfurt Marathon. Auch der Gmünder Stadtlauf im März fand ja nur virtuell statt. Weiter ist die Laufwelt im Moment noch verunsichert, viele starten derzeit noch bei Laufveranstaltungen (beim Bottwartal-Marathon 2019 waren 5000 Läufer im Ziel, am 17. Oktober 2021 aber nur 1700). Und so ist die eigentliche Nachricht des Tages, dass der Alb Marathon als Präsenzlauf mit vielen Teilnehmern stattfand. Und dass die Freude der Läuferinnen und Läufer mit Händen zu greifen war, endlich wieder laufen zu dürfen.

Auf den ersten hundert Metern mit Maske

Eine Präsenzveranstaltung war für die veranstaltende DJK Schwäbisch Gmünd aber nur in Verbindung mit coronabedingten Vorgaben vertretbar (zum Beispiel mit Maske auf den ersten hundert Metern und Starterlaubnis nur mit 3G-Regel).

Es gab gegenüber dem letzten „normalen“ Albm Marathon 2019 viele weitere Veränderungen, gewissermaßen einen Neustart. So war - um nur die wichtigsten Veränderungen zu nennen - die Organisationsleitung 2020 von Erich Wenzel auf Tim Schwarzkopf und Ditmar Kässer übergegangen, Start und Ziel waren nicht mehr auf dem Johannisplatz, sondern im Schwerzer. Auch wurden die Bambini-, Schüler- und Jugendläufen nochmals ausgesetzt. Dafür kam die 5km-Challenge der VGW neu ins Programm. Die Europacupwertung im Ultramarathon entfiel in diesem Jahr mangels Teilnehmern. Wegen der Verschiebung des Startorts waren die 25- und 50km- Strecken (trotz Ausgleichsversuchen) cirka einen Kilometer kürzer als bisher (also genau genommen 24 und 49km). Die Laufzeiten sind also nicht direkt mit den Vorjahren vergleichbar. Nur die 10km- Strecke wurde so verlängert und verlegt, dass sie exakt 10 km lang blieb. Auch die 5 km waren genaue 5 km .

Neben dem 50km Sparkassenlauf und dem 5km-Lauf wurden der Gmünder Tagespost Rechberglauf über 25km und der Umicore 10km- Lauf angeboten, die sich in den letzten Jahren sportlich und nach Teilnehmerzahl zu den 50km ebenbürtigen Wettbewerben entwickelt hatten. Dies war auch 2021 so. Weiterer Wettbewerb war der Reich-Jaiser- Staffettenlauf über die 50km. Neben der DJK selbst waren TSV Wäschenbeuren, TSGV Rechberg, TV Wißgoldingen und TSGV Waldstetten, TV Straßdorf, DRK, THW und Filmclub Gamundia als Partnervereine mit zahlreichen freiwilligen Helfern an der Organisation beteiligt.

Unerwartet große Namen blieben aus

Insgesamt verzeichnete der Albmarathon 2021 einen merklichen Teilnehmerrückgang: Kamen 2019 noch 800 Einzelläufer und 41 Stafetten ins Ziel (also ca. 1.200 Teilnehmer), so waren es dieses Jahr in Summe nur 525 und 23 Stafetten (also knapp 800 Teilnehmer). Den größten Rückgang gab es hier beim Rechberglauf, dessen Teilnehmerzahl sich annähernd halbierte. Merklich war auch, dass die meisten Starter aus der Region Ostalb oder zumindest aus Süddeutschland kamen (also kaum aus Norddeutschland oder dem Ausland) und auch keine unerwarteten „großen Namen“ auftauchten, wie es gerade beim Rechberglauf früher öfter geschah (z.B. die beiden Spitzenbergläufer Getachew Endisu und Jonas Lehmann 2019).

Beide Phänomene sind in erster Linie Corona geschuldet, und die Teilnehmerrückgänge außerdem geringer als bei vergleichbaren Marathonveranstaltungen. Der Organisationsleiter der Gmünder DJK, Tim Schwarzkopf, zeigte sich deshalb sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und der Teilnehmerzahl. Auch weil man außerhalb der eigenen Homepage kaum Werbung für die Veranstaltung gemacht habe und sich letztlich erst im August für die Durchführung entschieden hatte. Also zu einem Zeitpunkt, an dem sonst bereits die Hälfte aller Teilnehmer angemeldet sei.

Schweigeminute für Erich Wenzel

Das Startsignal für den Albmarathon, den Rechberglauf und den 10km- Lauf gab – dies ganz wie in den Vorjahren – OB Richard Arnold, während das Startsignal für den 5km- Lauf dem Vorsitzenden der DJK Schwäbisch Gmünd, Bernhard Dangelmaier, vorbehalten blieb. Beide erinnerten jeweils mit einer von Applaus beendeten Schweigeminute an den im März dieses Jahres unerwartet verstorbenen Gründer und langjährigen Organisationsleiter des Sparkassen Alb Marathon, Erich Wenzel. Mehrere Läufer brachten außerdem ihre Trauer mit speziell angefertigten T- Shirts zum Ausdruck.

Sparkasen Alb Marathon (50 km)

Sportlich wurde der Ultramarathon über die drei Kaiserberge (174 Teilnehmer im Ziel) geprägt durch:

• Einen Start-Ziel- Sieg von Richard Schumacher (Sparda Team Rechberghausen) in 3:31h. Der Alb Marathon Sieger von 2015 und 2016 gewann damit den Alb Marathon zum dritten Mal. Auf Platz 2 folgte Jürgen Kiebler vom TV Isny (3:42h; beste Platzierung davor Platz 8 (2018)), der nach einem verhaltenen Start am Rechberg auf Platz 5 lag, sich in der zweiten Hälfte aber engagiert nach vorne arbeitete. Platz 3 belegte Manfred Schuhmann vom SV Mergelstetten (3:46h). Schnellster Teilnehmer aus dem Gmünder Raum war Paul Tezlaw (DJK Schwäbisch Gmünd) in 3:50) auf Platz 5.

• Einen Start- Ziel-Sieg bei den Damen durch Pamela Veith (TSV Kusterdingen; 4:04h), die nach mehreren Podestplätzen zwischen 2009 und 2019 endlich einmal ganz oben stehen konnte. Die Nächstplatzierten, Kathrin Paetzold (4:24h) und Leyla Rock (PSV Stuttgart; 4:25h) blieben mit am Ende 20 Minuten Rückstand klar auf Distanz.

• Zwei Siege der DJK Schwäbisch Gmünd in der 50km-Mannschaftswertung (Herren/Damen).

Gmünder Tagespost-Rechberglauf

Sportlich wurde der Gmünder Tagespost-Rechberglauf (167 Teilnehmer im Ziel) geprägt von:

• Einem Start-Ziel-Sieg von Raphael Junghans (TSG Heilbronn) in 1:35,16h. Maximilian von Lippe von der ausrichtenden DJK konnte seinen Abstand am Berg auf den letzten Kilometern am Berg zwar noch verringern, blieb aber mit 30 Sekunden Abstand auf Platz 2. Dritter wurde der für die Kreissparkasse Ostalb startende Steffen Krebs in 1:43,41h.

• Einem Start- Ziel- Sieg von Isabel Leibfried (TSG Heilbronn) in 1:46,59h. Die Berglaufwertung ging dieses Jahr also klar ins württembergische Unterland an den Neckar. Leibfrieds Zeit ist eher schnell zu werten; im Vergleich hätte sie bei den Herren für Platz 4 erreicht. Auf Platz 2 und 3 kamen Tanja Moser (Spiridon Frankfurt) mit knapp 10 und Karin Elsholtz (TSG Giengen) mit knapp 13 Minuten Abstand. Schnellste Läuferin aus dem Gmünder Raum war Kathrin Baumann-Tischer vom Sparda- Team Rechberghausen auf Platz 4.

Umicore-Lauf

Sportlich wurde der 10km-Umicore-Lauf (144 Teilnehmer im Ziel) geprägt von:

• Einem Start-Ziel-Sieg des Lokalmatadors Johannes Großkopf in 33,57min, der sich mit diesem Lauf seinen sechsten Sieg „gönnte“ (2008-10, 2013, 2017, 2021; zusammen mit dem virtuellen Lauf 2020 sind es sogar sieben Siege). Auf den Plätzen folgten Eduard Küster aus Stuttgart (36,48 min) und Nicolai Baumann (team nicoached; 38,26 min).

• Einem Sieg durch Sandra Burkhardt (Team Ehmann; 40,36min). Auf Platz 2 folgte die junge Lena Oker (SG Bettringen; 42,06, WJU18) und Anna Jung aus München (45,42min).

VGW-Challlenge

Der neu eingeführte 5km- Lauf (33 Teilnehmer im Ziel) wurde geprägt von:

• Einem eindeutigen Start-Ziel-Sieg von Joseph Katib (LG Braunschweig), dem Sieger des umicore 10km- Laufs 2019 und aktuellen niedersächsischen Meisters im 10km Straßenlauf (30,50min vom 21. September). Seine Zeit war mit 14,55min für die hügelige Strecke hervorragend (zum Vergleich deutscher Rekord im 5000m Straßenlauf ohne Steigung 13:33min). Für Katib war es die Abschluss-Vorbereitung auf die deutsche 10km- Meisterschaft kommendes Wochenende in Uelzen. Robin Habermann (TSV Holzmaden; 17,37min) und Matthias Braun (Triathlon Team Göppingen; 18,46min) folgten auf Platz 2 und 3.

• Einem weiteren Start- Ziel-Sieg durch die Gmünderin Annika Seefeld (Sparda-Team Rechberghausen) in 20,43min vor den beiden jugendlichen Läuferinnen (WJ U18) Alina Feuerbacher und Cara Brügel (beide SG Schorndorf 1846) in 23,49bzw. 24,26min.

Landrat beim Stafettenlauf dabei

Auch der Staffettenlauf über 50 km – bis zu zehn Läufer und Läuferinnen teilen sich die 50km- Strecke auf und laufen meist zusammen im Ziel ein - war wieder ein Ereignis, bei dem der Spaß am Laufen vielleicht am schönsten spürbar wurde. Von den 23 Mannschaften am schnellsten war - wie früher schon - die Naturheilpraxis Sonja Höpfner in 3:18h vor einer erstmals startenden Mannschaft aus „ambitionierten Hobbyläufern“ (so die Eigenbeschreibung im Ziel) namens Runnning Buddies in 3:27h. Beide waren damit sogar schneller als Richard Schumacher. Der musste immerhin die 1400 Höhenmeter über die drei Kaiserberge alleine bewältigen. Als dritte Staffette kamen dann die ZF Megatronix ins Ziel (3:36h), gefolgt von vielen weiteren Betriebs- und Familienmannschaften. In der Lauftreffgruppe des TV Lindach lief Landrat Dr. Joachim Bläse. Es hat Spaß gemacht, wieder einmal zusammen zu laufen.

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