Ringer-Derby in Fachsenfeld: „Der Hammer, wie die Kämpfer abgehen“

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Spannung pur. Röhlingens Trainer Bernd Rettenmaierfiebert mit seinen Athleten mit.

Die KG De/Fa und Röhlingen verwandeln die Woellwarth-Halle in einen Hexenkessel.

Aalen-Fachsenfeld. Schon vor Beginn des heiß erwarteten Schlagabtauschs der beiden Teams waren die Fan-Gesänge bis in die Nachbarschaft zu hören. Eine Kulisse, die in den letzten beiden Jahren schmerzlich vermisst wurde. Dank eines organisatorischen Kraftaktes und einer beispielhaften Umsetzung der Corona-Maßnahmen konnte die Halle der KG De/Fa wieder mit Leben gefüllt werden. Tatsächlich waren nicht nur begeisterte Fans aus der näheren Umgebung anwesend. Viele kamen sogar aus Ulm, Stuttgart oder Ludwigsburg. „Die Halle ist endlich wieder randvoll und wir können es kaum erwarten“, freut sich ein leidenschaftlicher Kampfsport-Anhänger aus Essingen.

Die Stimmung vor dem Kampf war freudig und ausgelassen. Als dann die Ringer zum Wiegen antraten, kippte die Vorfreude in Wettkampflust. Nach dem ersten Anpfiff wurde jede Aktion der Wettkämpfer von beiden Fan-Lagern frenetisch gefeiert und die Sportler durch Rufe wie: „Beweg dich!“ oder „Komm jetzt!“ angespornt. Je länger der Abend andauerte, desto intensiver und leidenschaftlicher verliefen die Auseinandersetzungen auf der Matte.

Doch gab es auch stille Momente, in denen die gesamte Kampfstätte die Luft anhielt. Besonders, wenn ein Duell extrem knapp war oder die Begegnung eine überraschende Wendung nahm. Selbst Zuschauer, die zum ersten Mal beim Ringen waren, wurden in den Bann dieses Sports gezogen. So hatte der anwesende Steinmetzmeister Fabian Felix - Gestalter des Limes-Pokals, um den beide Teams auch kämpften - vorher keine Berührungspunkte zum Ringen, sagte aber: „Es war der Hammer! Also wie die Kämpfer abgehen. Ich hätte nicht gedacht, dass da so eine Energie dahintersteckt.“

Am Ende eines mitreißenden Derby-Fights siegte die Heimmannschaft. Der sportliche Leiter der KG Dewangen/Fachsenfeld, Patrick Abele, fasste anschließend zufrieden zusammen: „Ein Derby,wie man es sich wünscht! Wir haben gewonnen, aber es hätte auch sehr schnell anders laufen können.“ Sein sportliches Gegenüber vom AC Röhlingen, Simon Hummel, bestätigte: „Die Höhe der Niederlage spiegelt nicht den Kampfverlauf wider. Die KG De/Fa hat trotzdem verdient gewonnen. Es war ein super Abend mit einer Mega-Stimmung.“

Nach zwei Jahren Zwangspause kann man ganz klar feststellen, dass der Gesamtsieger des Abends in erster Linie der Kampfsport selbst war. „Ich hoffe, dass das Ringen durch dieses Event wieder auflebt“, sagt Abele. „Es ist einfach ein geiler Sport!“ Alessandro Vetter

Einen 2:0-Sieg landete Holger Fingerle (De/Fa; in grün) gegen den Röhlinger Dennis Wolf.

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