Röhlingen gewinnt Bronze

  • Weitere
    schließen
+
Die Ringrichter lobten den AC für die Organisation.

Der AC holt in der heimischen Halle Platz drei bei den deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften. Dabei profitieren sie von ihren Schultersiegen – und vom tollen Publikum.

Das Event wird in die Geschichte eingehen", hatte der Elwanger Oberbürgermeister Karl Hilsenbek vor dem Start der deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften gesagt. Die Aussage war zwar mehr auf die Organisation des AC Röhlingen bezogen, denn sportlich war davon nicht unbedingt auszugehen. Doch die Röhlinger Jugendringer zeigten sich von ihrer Glanzseite und gewannen sensationell Bronze. Im kleinen Finale besiegten sie den favorisierten KSV Tennenbronn mit 19:16.

"Was hier heute abgelaufen ist, da fehlen einem der Worte", war der stolze Trainer Simon Hummel sprachlos. "Das ist das Sommermärchen", ist sich der Vorsitzende Markus Kopp sicher. Für den Jugendleiter des AC Röhlingen, Berthold Stark, war es "das i-Tüpfelchen auf einem tollen Event".

Doch danach sah es nach der 6:27-Auftaktniederlage gegen den KSK Konkordia Neuss nicht aus. "Die Auslosung war sehr durchwachsen", sagte Hummel noch direkt nachdem die Gruppe feststanden. Am Ende war auch diese Auslosung jedoch der Ausschlag dafür, dass der AC im Finale um Platz drei stand.

In den beiden weiteren Gruppenduellen verloren sie zwar nicht, gewannen aber auch nicht. Gegen die SVG Nieder-Liebersbach gab es ein 13:13 und gegen den ASV Hüttigweiler ein 17:17. Da die anderen beiden Gruppengegner, der KSC Hösbach und der KFC Leipzig, bereits nach den ersten beiden Runden aufgrund zweier Niederlagen ausgeschieden waren, musste der AC warten, bis all die anderen möglichen Partien zu Ende gerungen wurden.

In diesem sehr speziellen Modus wird solange gerungen bis nur noch drei Teams pro Gruppe übrig sind. Dort zählt dann der direkte Vergleich der Teams und das war für den AC entscheidend. Da auch Hüttigweiler gegen Neuss verlor, wurde der direkte Vergleich herangezogen. Beide Mannschaften hatten dabei dieselbe Anzahl an Siegen (5:5), aber die Röhlinger hatten mehr Schultersiege (3:0).

Alle haben im Finale 150 Prozent gegeben.

Simon Hummel Trainer AC Röhlingen

Deswegen durfte die Heimmannschaft um den Platz drei ringen, während Hüttigweiler, die gegen alle Gruppengegner ringen mussten, im Finale um Platz fünf ran mussten. "Wir hätten gerne unseren Pokal gehabt, aber leider ist das Regelwerk so", war der Hüttigweiler-Trainer Till Bialek frustiert über diesen Modus. "Natürlich hat uns der Ringermodus, der sich sehr unterscheidet zu anderen, etwas geholfen", gibt Stark zu.

Das soll aber die Leistung der eigenen Mannschaft nicht schmälern. "Alle zehn Ringer haben im Finale 150 Prozent gegeben. Das war einfach unglaublich klasse", geriet Hummel nach dem Kampf richtig ins Schwärmen. "Die Sportler und Trainer haben zur richtigen Zeit ihre absolute Top-Leistung abgerufen. Und wie sich die Jungen gegenseitig im Finale motiviert haben, das war für mich der Schlüssel zum Sieg", war der Röhlinger Jugendleiter stolz auf sein Team.

Ein Schlüssel zum Sieg waren auch die Fans, die die Sechtahalle zum Beben brachten. "In unserer Sechtahalle sind wir eine Macht. Das hat sie wahrscheinlich ein Stück weit auch beeindruckt", lobte Kopp die Fans. Als der Sieg feststand war die Fans kaum noch zu halten und einer stürmte sogar auf die Matte und umarmte den siegreichen Adrian Maierhöfer.

Röhlingen bekommt viel Lob

"Es war ein tolles Event. Da muss man den Verantwortlichen ein Kompliment aussprechen", sagt ein Hüttigweiler-Fan nach dem Ende der deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften im Ringen. In der Tat bekam der AC Röhlingen viel Lob von allen Seiten. Der Ellwanger Oberbürgermeister lobte bereits im Vorfeld die Verantwortlichen für die Organisation: "Das Event wird in die Geschichte eingehen."

Auch den Ringrichtern hat es in Röhlingen sehr gut gefallen. Sie sammelten daher in ihrem Kreise Geld und spendeten dieses als Dankeschön dem Verein. Eine tolle Geste, die die Zufriedenheit aller Beteiligten widerspiegelte. Doch der Vorsitzende des AC, Markus Kopp, gab das Lob direkt weiter. "Ich möchte mich bei allen Helfern, allen Schaffern herzlich bedanken. Das war 1+, was sie gemacht haben", lobte Kopp die rund 150 Helfer. Sie alle trugen dazu bei, dieses Event zu einem Erfolg werden zu lassen.

"Sogar das Essen hat geklappt. Das ist nicht überall so", war ein Hüttigweilerner Fan rundum zufrieden. Für den Röhlinger Jugendleiter Berthold Stark hat eine Sache dabei einen entscheidenden Faktor gespielt: "Es ist alles Hand in Hand gelaufen. Sie haben sich alle unterstützt und wenn einer mal keine Aufgabe hatte, hat er sich eine gesucht. Nur so geht es", ist Stark stolz über die aktiv mitdenkenden Helfer. Dort ist etwa ein junger Helfer zu nennen, der neben seiner Tätigkeit am Getränkewagen auch der Anpeitscher im Finale um Platz drei war.

Alles in allem kann der AC auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken. Und vielleicht gibt es ja bald wieder ein solches Event, das die Röhlinger erfolgreich organisieren dürfen.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

WEITERE ARTIKEL