Röhlingens Ringer wieder auf der Matte

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Die Aktiven des AC Röhlingen haben unter der Regie von Bernd Rettenmaier (stehend) nach einer achtmonatigen Zwangspause ihr erstes gemeinsames Training absolviert. Zunächst auf dem Parkplatz, dann in der Halle.
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Aktive des AC Röhlingen trainieren nach langer Zwangspause wieder gemeinsam.

Röhlingen. Sinkende Inzidenzen machen es möglich: Die Ringer des AC Röhlingen haben in dieser Woche das erste gemeinsame Training absolviert. Jetzt bereiten sie sich auf ihre erste Saison in der Oberliga vor.

Am 22. Oktober 2020 ist letzte gemeinsame Training der Aktiven über die Bühne gegangen, erinnert sich der Vorsitzende des AC Röhlingen, Markus Kopp. Dann sind aufgrund der zweiten Welle der Corona-Pandemie sämtliche Mannschaftsaktivitäten untersagt worden. Als die Inzidenzen über die 100er-Marke stiegen, musste auch der Kraftraum geschlossen werden. Den Aktiven verblieben noch Online-Training-Kurse und Liegestützen, um sich fit zu halten. Einzelne hätten sich Geräte fürs Krafttraining im Eigenheim beschafft. Nachdem Anfang Mai die Inzidenzen sanken, durften die Ringer wieder paarweise und nach Terminplan in den Kraftraum der Sechtahalle.

Jetzt absolvierten 14 Aktive der ersten und zweiten Mannschaft nach achtmonatiger Zwangspause und unter Bernd Rettenmaier ihr erstes gemeinsames Gruppentraining. Zum Auftakt und Aufwärmen im Freien und dann auf der Matte. Das Training fände unter 3G-Bedingungen (geimpft, genesen, getestet) statt. Der Zeitraum bis zum geplanten Saisonstart im Oktober sei auch nötig, weil die vergangenen Monate „keiner mehr auf der Matte war“. Die Runde sollte unbedingt durchgezogen werden, meint Kopp. Er befürchtet, dass sonst die jungen Ringer abspringen.

Highlight Aufstiegsfeier 2019

Der Vorsitzende nennt die Aufstiegsfeier im Dezember 2019 als letztes großes Highlight beim AC. Wenn es Corona-mäßig klappe, würden die Röhlinger ab Herbst ihre erste Saison in der Oberliga absolvieren. Die Saison sei anberaumt, die Kämpfe seien terminiert, sagt Kopp. Als Grund für den verspäteten Start nennt er die Württembergischen Meisterschaften und Lehrgänge des Ringerverbands im September. Nachdem sich der RSV Benningen und der ASV Lendingen abgemeldet haben, treten in der Oberliga noch acht Vereine an. Darunter die KG Fachsenfeld/Dewangen, fünf Vereine aus dem Großraum Stuttgart und der AV Sulgen aus dem Schwarzwald.

Saisonauftakt in Fachsenfeld

Zum Auftakt am 9. Oktober ist der erste große Auswärtskampf, das Lokalderby in Fachsenfeld angesetzt. Die Vorrunde ist im Oktober und November geplant. Die Rückrunde soll im Dezember starten und nach einer über den Jahreswechsel geplanten Pause im Januar 2022 abgeschlossen werden. Kopp hofft, dass es für die Kämpfe keine zu großen Beschränkungen gibt und die Aktiven möglichst vor vollen Rängen ringen können. Eine Runde ohne Zuschauer käme für ihn nicht in Frage, sagt er.

Ziel Klassenerhalt

Als Ziel für die Oberliga nennt Kopp den Klassenerhalt. Auf Neuzugänge wurde verzichtet. Noch sei das Risiko zu groß, dass die Runde nicht durchgezogen werden kann. Die anfallenden Transfergelder müssten dennoch bezahlt werden. Jemanden zu holen, der Geld koste und möglicherweise nicht eingesetzt werden könne, mache keinen Sinn. Stattdessen will Kopp „mit der eigenen Jugend arbeiten“. Für Manchen werde es hart, urteilt der Vorsitzende. Einzelne werden die eine oder andere Niederlage einstecken müssen.

David Wolf in die Regionalliga

Zwei Abgänge mussten verzeichnet werden. David Wolf sei zur KG Baienfurt/Ravensburg/Vogt in die Regionalliga gewechselt. „Das tut weh“, sagt Kopp, sei aber aus Sicht des talentierten Ringers nachvollziehbar. Zudem verweist er auf einen zweiten und tragischen Verlust in der Mannschaft. Der aufstrebende 22-jährige ungarische Ringer Bendegúz Tóth ist im Juni 2020 beim Training in Ungarn zusammengebrochen und an Herzversagen verstorben. Franz Rathgeb

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