Rudi Abele als Spieler und Trainer ein gefragter Mann

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Rudi Abele feiert an diesem Samstag seinen 75. Geburtstag.
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Der Bargauer war einer der begehrtesten Fußballer im Ostalbkreis - an diesem Samstag wird er 75 Jahre alt.

Schwäbisch Gmünd-Bargau. VfR Aalen, FC Normannia Gmünd, SB Heidenheim, Göppinger SV, TSG Backnang, VfL Kirchheim: Rudi Abele hatte bei all diesen großen Traditionsvereinen als Trainer das Sagen. Und auch als Fußballspieler gehörte er zu den Besten im Ostalbkreis. Heute ist das Tennis und Radfahren die große Leidenschaft des Bargauers, der an diesem Samstag seinen 75. Geburtstag feiert.

Norbert Stippel nannte ihn einst „mein Trainervorbild“. Der Fußballlehrer aus Waldstetten schwärmt heute noch in den höchsten Tönen, wenn es um Rudi Abele geht. Der Bargauer sei seiner Zeit immer einen Schritt voraus gewesen. „Als andere Trainer ihre Spieler Medizinbälle werfen ließen, war er schon beim Stretching, fußballspezifischer Gymnastik, und er tüftelte an modernen Spielformen“, sagt Stippel. Vielleicht war es sein Beruf als Finanzbeamter, vielleicht aber auch seine leise Art, die eine Karriere als Profitrainer verhindert haben. Denn: Der bodenständige Rudi Abele hat sich nie ganz wegbewegt aus seinem Bargau. Dort begann er in der Jugend beim FC Bargau zu kicken, und dort spielt er heute noch aktiv Tennis für die Herren 65 in der Oberliga.

Nachfolger von Lothar Weise

Zurück zum Fußball: In seinem ersten Aktivenjahr schnürte Abele die Kickschuhe für die SG Bettringen. Nach nur einem Jahr zog es ihn weiter zum großen FC Normannia. Dort war er Libero und Kapitän der Elf von Fritz Millinger, die im Jahr 1972 nur knapp gegen den FSV Frankfurt verlor und damit den Einzug ins Finale um die deutsche Amateurmeisterschaft verpasste. Abele genoss zu der Zeit ein hohes Ansehen und so beerbte er 1974 Lothar Weise als Spielertrainer. Knapp ein Jahr später beendete der Bargauer seine aktive Laufbahn und konzentrierte sich fortan auf seine Trainerkarriere. Mit Erfolg: Im Alter von 27 Jahren erwarb er als einer der Jahrgangsbesten die A-Lizenz und gehörte dem Trainerlehrstab des WFV an. Seine hohe Fachkompetenz, seine Zuverlässigkeit und sein akribisches Arbeiten machten ihn zu einem der gefragtesten Trainer in der Region. 1976 wechselte er zum SV Göppingen, ehe er 1978 erstmals den VfR Aalen übernahm. Es folgte ein kurzes Trainer-Gastspiel beim SC Geislingen - kurz, weil er sich bei einem AH-Hallenturnier das Schienbein brach und daraufhin sein Amt niederlegte. 1982 kehrte er zum VfR Aalen zurück, und mit dem klopfte er an die Tür zur 2. Bundesliga. Im Februar 1985 kündigte er dort seinen Abschied an. Grund: Er woll eine „schöpferische Pause“ einlegen.

Die war von kurzer Dauer: Drei Monate später heuerte er bereits beim FV 08 Unterkochen an, ein „Freundschaftsdienst“, wie Abele sagt. Über den SB Heidenheim (1985 bis 1988) führte der Weg zum VfL Kirchheim und von dort 1990 zum TSB Gmünd. Der damalige Abteilungsleiter Arthur Kwatsch überredete seinen seinen „Wunschtrainer“ zu einem Engagement. 1991 stürzte sich Abele in sein letztes Trainerabenteuer. Bei der TSG Backnang löste er damals Bob Augustyn ab.

Der Fußball hat Rudi Abele nie losgelassen, auch wenn er nicht mehr an der Seitenlinie steht. Stattdessen spielt er Tennis, und er fährt gerne Rad. „Am liebsten Rennrad - oder mit Motor ....“

An diesem Samstag allerdings haben sowohl der Tennisschläger als auch das Rennrad Pause. Rudi Abele lässt sich stattdessen feiern. Von seiner Frau Renate und seinen beiden Söhnen Marco und Thomas. Und von vielen Weggefährten aus dem Sport. „Wir sind immer derselbe Haufen“, sagt er. Und mit dem will Rudi Abele auf seinen 75. anstoßen. Prost!

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