Saisonbilanz des TV Wetzgau: DM-Bronze, Corona-Eklat und ein Kämpfer

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Nicht wegzudenken im Team des TV Wetzgau: Andreas Toba. Über ihn sagt TVW-Trainer Paul Schneider: „Er ist nicht mehr der Jüngste, aber er gibt immer alles.“
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Die Turner des TV Wetzgau weilen in ihrer verdienten Auszeit. Trainer Paul Schneider rekapituliert die abgelaufene Saison.

Schwäbisch Gmünd

Der TV Wetzgau kann mit der abgelaufenen Saison und der Bronzemedaille durchaus zufrieden sein. Natürlich hätten die Wetzgauer am liebsten um Gold gekämpft, jedoch zieht Paul Schneider, der Trainer der Bundesliga-Turner, in Summe eine positive Bilanz und freut sich nun auf die Festtage, bevor er dann mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung auf die neue Saison startet.

Herr Schneider, die Saison ist vorbei. Wie zufrieden sind Sie mit der abgelaufenen Runde?

Paul Schneider: Es ist sehr gut gelaufen, aber es wäre mehr drinnen gewesen als der dritte Platz. Aber Medaille ist Medaille, am Ende bin ich zufrieden.

Tatsächlich war das Rennen um den Meistertitel lange offen - für den Titelcoup hat's aber nicht gereicht. Überwiegt nun die Freude über DM-Bronze oder trauert der TVW der verpassten Titelchance noch nach?

Die Mannschaft war hochzufrieden mit dem Ergebnis. Das Jahr war okay.

Für Trubel sorgte die verlorene Begegnung gegen die KTV Straubenhardt Mitte November, die nicht zulässige Coronatests vor dem Kampf durchführte und so die Punkte-Garanten Andreas Toba und Glenn Trebing vorab aus dem Kampf zog. Wie entscheidend war dieser Vorfall?

Wenn wir diesen Kampf gewonnen hätten, wären wir im großen Finale gewesen. Aber so ist das im Sport. Am Ende standen wir auf dem Podium.

Und nicht die KTV Straubenhardt, gegen die Ihr Team um Bronze kämpfte. Wie wichtig war dieser Sieg?

Nach dem Finalkampf ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Es war eine riesen Genugtuung.

Toba und Trebing waren im Juni bei den European Championships sowie im Oktober bei der WM in Liverpool für Deutschland im Einsatz. Hatten diese Wettbewerbe einen Effekt auf die Fitness der beiden?

Das ist insgesamt eine große Belastung für die Nationalturner. Andreas Toba ist auch nicht mehr der Jüngste, aber er gibt immer alles. Er versucht immer das Beste herauszuholen und das bewundere ich. Es ist egal, in welcher Situation er ist, er kämpft für die Mannschaft. Sie waren beide gut in Form in diesem Jahr.

Die doppelte Belastung kommt - bei einer Nominierung - nächstes Jahr erneut auf die beiden zu.

Es findet im April wieder eine EM und im September eine WM statt. Und nächstes Jahr wird die Weltmeisterschaft noch wichtiger für die Turner sein.

Warum?

Bei der WM in Antwerpen geht es um die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

Zurück zu Ihrem Team: Welcher TVW-Turner hat Sie in dieser Saison überrascht?

Ich kenne diese Mannschaft schon lange. Ich weiß, wer was bringen kann. Eine positive Überraschung war für mich Thore Beissel, der sich nach einem Jahr Pause und zwei Operationen am Knie in das Team zurückgekämpft hat. Er hat uns in den letzten zwei Wettkämpfen sehr geholfen. Das nenne ich Mannschaftsgeist.

Beissel, aber auch alle anderen Turner haben ihre Zusage für die nächste Saison gegeben. Einen Neuzugang haben Sie - noch nicht namentlich - angekündigt. Stehen weitere Veränderungen bevor?

Nein, es stehen keine weiteren Veränderungen in der Mannschaft an.

Vor den Vorbereitungen im Januar steht Weihnachten vor der Tür. Wie feiern Sie das Weihnachtsfest?

Zu Hause in Gmünd mit der Familie. Vielleicht sind wir dann noch ein paar Tage beim Skifahren, aber am 2. Januar geht's dann mit den Vorbereitungen los.

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