Schon bei den Jüngsten zählt: Dabei sein ist alles

+
Mächtig Gas gegeben haben die Jugendlichen, die über die Strecke von 1,7 Kilometern angetreten sind. Allen davon rannte Alexander Stepanov.
  • schließen

Gut 200 Kinder und Jugendliche haben die Innenstadt aufgemischt und für beachtliche Laufzeiten gesorgt.

Auf geht's, Lara! Super!" die großen Motivatoren für die kleinen Läufer sind die Eltern, Großeltern und Bekannte, die da an der Absperrung stehen und anfeuern. Mit den 350 Metern und den jüngsten Teilnehmern der Schwäbisch Gmünder Laufveranstaltung starten die Läufe der Bambinis und Grundschüler.

Kaum erwarten können es die Bambinis, als sie geschlagene 15 Minuten auf ihren Startschuss warten müssen. Hinter dem grün-weißen Absperrband stehen Kinder samt Eltern bereit. und fragen sich, warum es nicht einfach losgehen kann. Dann ist es soweit. 10.15 Uhr lüftet sich endlich das Band, die Bahn ist frei.

Es sind noch recht kurze Beine, dafür schnelle Schritte, die da übers Kopfsteinpflaster losrasen. Manch einer hat mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, auf den ersten Metern gibt es die ersten Stürze – keine ernsthaften Verletzungen, aber Tränen satt. Motivierende Papas und Mamas eben alles und das steckt an.

Während die einen die Runde um den Marktbrunnen in hohem Tempo hinter sich legen, geht es der ein oder andere eher gemütlich an und genießt. Wann bekommt man schon einmal die Gelegenheit, vor so großem Publikum zu laufen? Und wann wird schon mal so viel gejubelt?

Alle kommen sie ins Ziel, ob auf eigenen Beinen oder Mamas oder Papas Arm. Glücklich macht am Ende die leuchtende Medaille. 200 Kinder und Jugendliche sind bei den Läufen in diesem Jahr dabei. In Jahrgänge aufgeteilt geht es nach und nach weiter. Je älter die Kinder, größer der sportliche Ehrgeiz. Da wird schon noch mal ein Schlussspurt ausgepackt, aus den letzten Kraftreserven geschöpft, um die Konkurrenz hinter sich zu lassen.

Mit den 350 Metern und den ersten Erfahrungen im Laufen wird bei manchen der Kinder sicherlich ein Grundstein für eine zukünftige Läuferkarriere gelegt. Vielleicht startet das ein oder andere Kind in ein paar Jahren beim Jugendlauf über 1,7 Kilometer wieder.

Es war echt richtig cool.

Alexander Stepanov Sieger des Jugendlaufs über 1,7 km

Sieger rennt allen davon

Beim diesjährigen Rennen um die schnellste Zeit lief Alexander Stepanov vom VfL Sindelfingen allen davon. Nach vier Runden kam er mit einer Zeit von 5 Minuten und 14 Sekunden ins Ziel. "Es war echt cool", resümiert der 15-Jährige. Alexander war zum ersten Mal beim Gmünder Lauf dabei, dafür sei es gut gelaufen. Durch das Kopfsteinpflaster sei es etwas anstrengend gewesen, da müsse man stets aufpassen, nicht umzuknicken. . Auch wenn er sagt, der leichte Anstieg in der Bocksgasse, entlang der Johanniskirche habe ihm etwas zu schaffen gemacht – davon war nichts zu sehen. Er lief seiner Konkurrenz davon.Aber der dritten Runde habe er etwas beißen müssen, trotzdem: "Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit der Zeit."

Als schnellstes Mädchen kam Janne Conrad ins Ziel. Sie startete für das Mutlanger Franziskus Gymnasium. "Es war echt anstrengend", sagte sie nach dem Lauf über die Strecke. "Aber es war toll, dass so viele Leute an der Strecke standen und uns angefeuert haben."

Die gute Stimmung hat noch einmal Kraft gegeben. Kraft, die ihr eine Zeit von gerade einmal 6:46 min eingebracht hat. Gegen Ende sei es natürlich immer schwieriger gewesen und es ging für Janne dann einfach nur noch ums Durchhalten. "Mit der Zeit bin ich super zufrieden", sagt sie stolz und schiebt lachend hinterher: "Und ich glaube, die war auch viel besser als im Training normalerweise." Für die 17-Jährige war das ebenfalls die erste Teilnahme beim Jugendlauf in Schwäbisch Gmünd.

Am Ziel regnet es Glückwünsche und Umarmungen und man blickt in jede Menge vor Freude strahlende Gesichter.

Mehr zum Thema

Schon die jüngsten Teilnehmer wissen: Gemeinsam kommt man besser ans Ziel.

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare