Sportmosaik

Serge Gnabry schaut sich die Niederlage der SF Dorfmerkingen an

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Bielefelds Amos Pieper (r.) im Kampf um den Ball mit Bayern Münchens Serge Gnabry.
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Über einen prominenten Fan in Göppingen und einen Rücktrittin der Kreisliga A. Gleich

Es war nur eine Randnotiz im Derby beim SSV Ulm 1846: der 1:4-Anschlusstreffer des VfR Aalen in der letzten Minute. Wobei Sergio Gucciardo auf diesen Moment lange hat warten müssen. Denn: Für den 23-Jährigen war es das erste Punktspieltor im Trikot des VfR Aalen. Freuen konnte sich der Offensivspieler über diesen Treffer natürlich nicht. Aber: Gucciardo hat den Blick sofort nach vorne gerichtet: „Wir müssen jetzt eine Reaktion zeigen und in den nächsten Wochen alles rausreißen was geht. Wir wissen um den Ernst der Dinge und geben unser Bestes.“ Auch der Angreifer hat nach seinem Premierentor Lust auf mehr bekommen ...

Im Februar wurde VfR-Defensivmann Sascha Korb aufgrund eines Sehnenrisses im Adduktorenbereich operiert. Der Fußballprofi ist nun aber auf einem guten Weg der Besserung. „Die Operation ist gut verlaufen“, sagt Korb. „Jetzt bin ich aktuell in der Reha und habe wieder mit dem Lauftraining angefangen. Ich hoffe, dass ich jetzt wieder so schnell wie möglich auf den Platz kommen kann.“ Hatte man im Februar noch mit einem Einsatz zur nächsten Saison gerechnet, ist möglicherweise sogar noch in dieser Spielzeit, genauer gesagt in einer der verbleibenden vier Regionalliga-Partien, mit Sascha Korb zu planen. „Es ist schon ein großer Fortschritt zu erkennen“, so der Defensivspezialist. Eine zusätzliche Verstärkung im Abstiegskampf könnte der VfR Aalen in jedem Fall gebrauchen.

Prominenter Besuch beim Oberligaspiel zwischen dem Göppinger SV und den SF Dorfmerkingen: Auf der Tribüne saß Nationalspieler Serge Gnabry und verfolgte die 1:4-Niederlage der Elf von Trainer Helmut Dietterle mit. Dass der Offensivspieler des FC Bayern München nur einen Tag nach dem 3:0-Sieg bei Arminia Bielefeld ins Filstal gekommen ist, hatte einen Grund: Bei Göppingen spielt Gnabrys Cousin Janick Schramm. Und der hat den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 erzielt und seinen SVG damit auf die Siegerstraße gebracht. Hinterher hab's noch Fotos mit den Zuschauer. Klar, dass sich das auch Gmünds bekanntester Amateurfußball-Fan Claus „Bredi“ Breitenberger nicht entgehen ließ.

Einer, der in Göppingen noch für die Sportfreunde Dorfmerkingen auf dem Platz stand, wird im Sommer sein Trikot tauschen. Valerio Avigliano verlässt den Oberligisten und kehrt zurück zum FC Normannia Gmünd. Der 25-Jährige spielte bis 2015 in der Jugend des FCN. Über den Bayernligisten TSV Nördlingen und TSGV Waldstetten kam er schließlich aufs Härtsfeld. SFD-Trainer Helmut Dietterle wurde auf den Abwehrspieler aufmerksam und holte ihn im Oktober 2020 zum Oberligisten. In Gmünd ist die Vorfreude groß auf den Rückkehrer: „Valerio ist mit seinen 25 Jahren im besten Fußballeralter, er ist flexibel einsetzbar, kann sowohl auf der rechten als auch linken Außenbahn spielen“, sagt der Sportliche Leiter Stephan Fichter.

Glücklich sind die Verantwortlichen des FC Normannia Gmünd auch über eine andere Personalie: Luca Damiano Molinari hat seinen Vertrag beim Verbandsligisten um zwei Jahre verlängert - trotz höherklassiger Angebote. So hatte der 19-jährige Außenbahnspieler auch eine Anfrage vom Oberligisten SGV Freiberg vorliegen. „Wir sind überglücklich über die Vertragsverlängerung und der damit verbundenen Treue von Luca zur Normannia“, sagt der Sportliche Leiter Stephan Fichter. Allerdings werden den FCN auch zwei Leistungsträger verlassen: Daniel Glück und Torjäger Felix Bauer haben ihre Verträge zum Saisonende ausgelöst.

Das Comeback steht bevor: Vier Wochen nach seiner Kreuzbandverletzung kann Trainer Zlatko Blaskic vom FC Normannia Gmünd wieder auf Tim Grupp zählen. Zwar ist noch nicht endgültig sicher, ob der defensive Mittelfeldspieler an diesem Mittwoch im Nachholspiel in Rutesheim schon wieder auf dem Platz steht. Spätestens am Samstag bei Türk Spor Neu-Ulm will der Ex-Profis des VfR Aalen und Karlsruher SC seinem Team aber wieder helfen. „Ich fühle mich wieder gut und freue mich, endlich wieder spielen zu dürfen“, sagt Grupp.

Beim Verbandsligisten TSV Essingen ist man bereits jetzt personell bestens für die kommende Saison gerüstet. Nun haben es die Verantwortlichen geschafft, diese Situation noch einmal zu verbessern. Mit Lukas Rösch und Felix Nierichlo hat man zwei weitere Routiniers für zwei Jahre an den TSV binden können. „Das sind natürlich wunderbare Nachrichten für uns, vor allem, dass uns beide gleich für zwei Jahre zugesagt haben“, freut sich Frank Sigle, Sportlicher Leiter der Essinger.

Nach der 1:4-Niederlage gegen den Tabellenführer FC Durlangen war Schluss: Trainer Ralf Haluk hat beim A-Ligisten VfL Iggingen sein Amt niedergelegt. „In den vergangenen Wochen waren die Leistungen nicht so, wie es sich Ralf erhofft hatte“, sagt Vorstand Matthias Palme. Zwar wollte Haluk die Igginger noch bis zum Saisonende coachen, aber nun habe er für sich entschieden, dass es besser sei, jetzt schon einen Schnitt zu machen. Für die Mannschaft und auch die Verantwortlichen kam kam der Rücktritt überraschend. Weil mit Steffen Hägele bereits der Nachfolger für die kommende Runde feststeht, geht Palme davon aus, dass der Neue das Team jetzt schon übernimmt. Hägele, der einst Spielertrainer beim SV Pfahlbronn war, ist bereits in der Igginger Zweiter aktiv und damit im Verein integriert.

Der Handball-Württembergligist TSV Alfdorf/Lorch steckt mitten im Abstiegskampf. Neben den Entscheidungsspielen in den kommenden Wochen, feilt der Verein am Kader der nächsten Saison. Mit Armin Bauer konnte der TSV einen Ex-Spieler zu seinem „Herzensverein“ zurückholen und damit gleichzeitig den ersten Neuzugang für die neue Spielzeit präsentieren. Der langjährige Spielmacher war vor der aktuellen Saison zum TV Steinheim gewechselt.

Der LAC Essingen reiste am Ostersonntag ins Trainingslager nach Italien. Für eine Woche hat der Verein sich den malerischen Ort Cervia, zwischen Ravenna und Rimini, an der Adria-Küste ausgesucht. Am ersten Trainingstag konnten die Athleten unter der italienischen Sonne zwei Trainingseinheiten absolvieren. Auf dem Programm standen Hürdenlauf, Speerwurf und Kugelstoßen.

Alessandro Gleich

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