SF Dorfmerkingen akzeptieren das Urteil widerwillig

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Enttäuscht: Helmut Dietterle.
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Die Härtsfelder sind enttäuscht, weil die Stuttgarter Kickers eine Neuansetzung ablehnen.

Dorfmerkingen / Stuttgart. Es bleibt dabei: Die SF Dorfmerkingen haben das abgesagte Spiel bei den Stuttgarter Kickers am Grünen Tisch mit 0:3 verloren. Die Härtsfelder akzeptieren das Urteil, sind aber enttäuscht, dass keine andere Lösung gefunden werden konnte. Denn die Degerlocher haben einer Verlegung ins Jahr 2022 nicht zugestimmt.

„Wir wissen, dass aus rechtlichen Gründen kein anderes Urteil zu erwarten war. Deshalb akzeptieren wir es“, sagt SFD-Koordinator Josef Schill. Glücklich sind die Sportfreunde aber nicht. „Weil wir aus unserer Sicht überaus verantwortlich gehandelt haben und die Gesundheit von Spielern und Angehörigen in keinster Weise gefährden wollten.“ Die Dorfmerkinger hätten sich daher gewünscht, dass in „so einer gesellschaftspolitischen Ausnahmesituation und in Kenntnis unserer verantwortungsbewussten Notsituation die Stuttgarter Kickers einer Spielverlegung - wenn auch kurzfristig - zugestimmt hätten“. Die „Blauen“ teilten per Mail mit, dass „wir bei allem Verständnis für die geschilderte Situation keine Möglichkeit sehen, auf euren Vorschlag einzugehen“. Bei einer Spielwiederholung würde der „bereits eingetretene Schaden nicht kompensiert“.

Auslöser war die am 27. November von der SF Dorfmerkingen kurzfristig abgesagte Partie bei den Stuttgarter Kickers. Hintergrund war die akute Personalsituation. Trainer hat in einer Stellungnahme an den Verband die Lage erklärt. Weil am Tag des Spiels noch ein Coronafall hinzugekommen sei, hätten die Sportfreunde insgesamt 11 Ausfälle zu beklagen gehabt. „Gleichzeitig kamen besorgte Anrufe von Spielern hinzu, die nicht mit dem Mannschaftsbus nach Stuttgart fahren wollte, weil sie die Sorge hatten, infiziert zu sein oder zu werden.“ Dietterle erklärte, dass „weitere Erkrankungen im Umfeld unserer Spieler (...) dazu führten, dass es zur Absage kam. Wir fühlten uns verantwortlich für weitere Ansteckungen und Risiken und waren uns absolut einig, dass wir da nicht wegschauen können“, so der Trainer in seiner Stellungnahme. Dietterle stellt klar, dass „wir die kurzfristige Art und Weise der Absage bedauern“. Er verstehe auch, dass „die Kickers extrem genervt waren und sind“. Das seien aber auch die Dorfmerkinger, die gerne gespielt hätten.

Keine zusätzliche Geldstrafe

In seinem Urteil verwies das WFV-Sportgericht darauf, dass „die Gäste nicht berechtigt waren, das Spiel abzusagen“. Die Mannschaft sei noch spielfähig gewesen. Zwar sei der Nichtantritt nachvollziehbar, aber !die Regelung des Verbandes ist einheitlich für alle Vereine“. Immerhin: Das Sportgericht hat auf die sonst übliche Geldstrafe verzichtet. Die Sportfreunde müssen lediglich die Verfahrenskosten in Höhe von 15 Euro tragen.

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